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Donnerstag, 09. Februar 2017

Von 1978 bis heute: Das sind Deutschlands Astronauten

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Er ist zum Popstar der Raumfahrt geworden: In den sozialen Medien hat Alexander Gerst Hunderttausende Fans. Der beliebte Esa-Astronaut war ... (Foto: NASA)

Er ist zum Popstar der Raumfahrt geworden: In den sozialen Medien hat Alexander Gerst Hunderttausende Fans. Der beliebte Esa-Astronaut war ...

Er ist zum Popstar der Raumfahrt geworden: In den sozialen Medien hat Alexander Gerst Hunderttausende Fans. Der beliebte Esa-Astronaut war ...

... 2014 unser Mann im All. Fast sechs Monate verbrachte er auf der Internationalen Raumstation (ISS). Neben der täglichen Forschungsarbeit gehörte dort auch ...

... ein Außenbordeinsatz zu seinen Aufgaben. Gerst ...

... gefiel die Mission so gut, dass er ...

... 2018 nochmal zur ISS fliegt. Dann wird er auch Commander. Auch einen Flug zum Mond kann sich der Geophysiker gut vorstellen. Das hat er mit ...

... Matthias Maurer gemeinsam, der neuerdings ebenfalls zum aktiven Astronautenteam der Esa gehört. Wann Maurer ...

... ins All startet, steht noch in den Sternen. "Vor 2019 ...

... wird das eher nichts werden", sagte Esa-Chef Jan Wörner. "Aber er wird fliegen." Dann wäre Maurer der zwölfte Deutsche im Weltraum. Denn vor ihm und Gerst ...

... waren bereits zehn andere deutsche Astronauten am Start. Alles begann ...

... 1978 mit Sigmund Jähn. Sieben Tage verbrachte der Kampfpilot aus Morgenröthe-Rautenkranz, einem kleinen Ort im Erzgebirge, auf der ...

... russischen Raumstation Saljut (hier im Modell zu sehen). Mit von der Partie: ...

... der sowjetische Kosmonaut Waleri Bykowski. 125 Erdumrundungen brachten die beiden hinter sich, bevor sie ...

... in einer Sojus-Kapsel zur Erde zurückkehrten.

Ab 1993 war der ehemalige NVA-Generalmajor dann im Sternenstädtchen bei Moskau als Berater für die Esa tätig. Seit 2002 ist er im Ruhestand.

Ulf Merbold war dabei, als die Esa 1977 Bewerber für ihr erstes europäisches Astronautenkorps suchte.

Gleich dreimal flog Merbold ins All. Das hat ihm bislang kein anderer deutscher Astronaut nachgemacht. An Bord eines Space Shuttles war Merbold 1983 der erste Astronaut, der nicht aus den USA kam.

1992 forschte Merbold eine Woche an Bord der Discovery, zwei Jahre später startete er dann ...

... zur russischen Raumstation Mir. Hier war Merbold der erste Esa-Astronaut an Bord. Einen Monat blieb er dort.

Heute sagt Merbold (hier zusammen mit Jähn), dass eine der wichtigsten Aufgaben der Menschheit im 21. Jahrhundert der bemannte Flug zum Mars sein sollte.

Das ist Reinhard Furrer. Geboren in Österreich, aufgewachsen in Deutschland, startete der Physiker 1985 an Bord der Challenger ins All - für sieben Tage.

Furrer war begeisterter Sportpilot. Bei einer Flugshow ...

... kam er 1995 ums Leben; das Flugzeug stürzte bei einer Kunstflugfigur ab. Furrer war damals ...

... 54 Jahre alt. Auf seinem Weltraumflug hatte ihn ...

... Ernst Messerschmid begleitet. Ihn sehen wir ...

... hier bei der Vorbereitung auf die Mission. Später, in der Zeit von ...

... 2000 bis 2004 war Messerschmid Leiter des Europäischen Astronautenzentrums in Köln. Vorher und nachher lehrte und forschte er am Institut für Raumfahrtsysteme der Universität Stuttgart. 2015 endete Messerschmids Professur.

Klaus-Dietrich Flade (Mitte) kannte sich als Offizier der Luftwaffe schon mit Starfightern und Tornados aus. Später war er dann in einer Sojus unterwegs. Sie brachte ihn ...

... 1992 für sieben Tage zur Mir. Damit war Flade der erste Deutsche auf der russischen Raumstation, denn Merbold folgte erst zwei Jahre später dorthin.

Seit 1995 ist Flade Testpilot für Airbus im französischen Toulouse.

Hans Schlegel flog zweimal ins All: 1993 verbrachte er an Bord der Columbia zehn Tage in der Erdumlaufbahn. Im Jahr ...

... 2008 dann war Schlegel 12 Tage auf der ISS. Dort gehörte für ihn auch ein Außenbordeinsatz zum Programm. Es war einer ...

... der letzten Flüge der Atlantis, mit der der Physiker zur ISS gelangte. Nach ihm ...

...nahm kein Deutscher mehr an einer Space-Shuttle-Mission teil. Bei seinem Flug von 1993 ...

... war auch Ulrich Walter dabei - ebenfalls Physiker (hier im Bild hinten rechts). Die beiden Wissenschaftler betreuten ...

... rund 90 Experimente in der Erdumlaufbahn. Sie arbeiteten im europäischen Spacelab, einem Labor, das im Frachtraum der Columbia mitflog.

Seit 2003 hat Walter den Lehrstuhl für Raumfahrttechnik an der TU München inne. Er schreibt regelmäßig Kolumnen und Artikel über Weltraum und Raumfahrt.

Thomas Reiter war der erste Deutsche auf Langzeitmission im All: 1995 flog er für sechs Monate zur russischen Mir, elf Jahre später, ...

... 2006, verbrachte er dann nochmal ein halbes Jahr auf der ISS. Auch ein ...

... sechsstündiger Außenbordeinsatz für Reparaturen und Wartungsarbeiten gehörte dazu. Reiter, dessen ...

... Handabdrücke die Wittmunder Fußgängerzone zieren, ist von Europas Raumfahrern der mit der meisten Erfahrung im All.

Heute ist Reiter Berater von Esa-Generaldirektor Jan Wörner und außerdem beurlaubter Brigadegeneral der Luftwaffe. Bei seinem ISS-Aufenthalt wurde Reiter ...

... vom Boden aus (über das Columbus Control Center) von Reinhold Ewald betreut. Ewald hatte selbst Weltraum-Erfahrung: Er war 1997 für 19 Tage auf der Mir. In dieser Zeit ...

... brach ein Feuer auf der Raumstation aus, das glücklicherweise schnell gelöscht werden konnte.

Seit 2015 ist Ewald Professor am Institut für Raumfahrtsysteme in Stuttgart. Hier im Bild ein Gespräch unter Physikern: Ewald mit Kanzlerin Merkel.

Solche Aufnahmen kennen wir auch von Alexander Gerst. Hier ist es Gerhard Thiele, der aus der Kuppel der ISS schaut.

Thiele gehörte im Jahr 2000 zur Shuttle-Mission STS-99, deren Ziel eine Höhenkartierung der Erdoberfläche war. Nach dem Flug ...

... blieb Thiele in den USA und arbeitete als "Capcom" - als Verbindungssprecher zwischen Astronauten im All und der Bodenstation - für die Nasa. Damit war er der erste Esa-Raumfahrer, dem diese Aufgabe übertragen wurde.

Danach war Thiele in der Astonautenausbildung in Köln tätig. Seit 2013 arbeitet er im Direktorat bemannte Raumfahrt und Flugbetrieb der Esa.

Ein Foto von 2013 verschafft noch einmal einen Überblick. Von links nach rechts sehen wir Thiele, Ewald, Flade, Walter, Schlegel, Messerschmid, Reiter, Jähn, Merbold und Gerst. Maurer war noch nicht dabei. Und was fällt auf? Alles Männer. Das ...

... muss sich ändern, findet Claudia Kessler. Die Raumfahrtingenieurin hat deshalb die private Initiative "Die Astronautin" ins Leben gerufen. Spätestens im Jahr ...

... 2020 soll die erste deutsche Raumfahrerin zur ISS fliegen. Bewerberinnen gibt es viele. Bloß Sponsoren für Ausbildung und Flug müssen noch gefunden werden. (asc)

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