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Die Kunst der Verschlüsselung: Der Reiz des Geheimen

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Von geheimen Dingen geht eine große Faszination aus, nicht nur für Kinder. (Foto: picture alliance / dpa)

Von geheimen Dingen geht eine große Faszination aus, nicht nur für Kinder.

Jedes Kind weiß, wie man mit Geheimtinte schreibt und wie man diese Geheimschrift wieder sichtbar macht.

Von geheimen Dingen geht eine große Faszination aus, nicht nur für Kinder.

Informationen als Geheimwissen an auserwählte Personen weiterzugeben, führt zu einem gewissen Zusammengehörigkeitsgefühl und scheint zudem außerordentlich reizvoll zu sein.

Solche Geheimnisse zu erfahren und weiterzugeben, auch wenn man nicht zum auserwählten Personenkreis gehört, scheint seit Jahrtausenden ebenso attraktiv zu sein, wie Geheimnisse zu hüten.

Vor allem in prekären Situationen, beispielsweise in Kriegs- und Hungerszeiten, haben die Mächtigen besonderen Wert aufs Verschlüsseln und Entschlüsseln gelegt.

So entstanden diverse Verschlüsselungssysteme. Das sogenannte Alphabetum Kaldeorum ist beispielsweise eine der bekanntesten Geheimschriften des Mittelalters.

Der Urheber dieser Schrift soll Herzog Rudolph von Österreich (1339-1365) gewesen sein. Er soll damit diplomatische Korrespondenzen verschlüsselt haben. Sogar die Grabplatte des Herzogs im Wiener Stephansdom trägt eine Inschrift in dieser geheimen Schrift.

Den in der Geschichte entstandenen Verschlüsselungstechniken nahm sich eine Ausstellung des Instituts für Kryptographie und Sicherheit (IKS) in Karlsruhe an.

Zu sehen waren historische Chiffriermaschinen ... (Im Bild: eine Fialka; sie war von 1965 bis 1987 im gesamten Ostblock im Einsatz.)

... Geheimschreibmaschinen ... (hier aus dem Jahr 1900),

... und die berühmt berüchtigte Enigma, eine Rotor-Schlüsselmaschine, ...

... die vor allem im Zweiten Weltkrieg vom deutschen Militär eingesetzt worden war ...

... sowie eine Maschine, die jedes Sudoku lösen kann.

Dem Ausstellungsbesucher in Karlsruhe wurde bewusst gemacht, dass es zu jedem Code auch einen Schlüssel geben muss.

Bei der Entwicklung von solchen Verschlüsselungssystemen waren viel Fantasie und Einfallsreichtum am Werk. Die zahlreichen Besucher der Ausstellung waren ausdrücklich dazu aufgerufen, anzufassen und auszuprobieren. (Enigma K von 1938)

Die Ausstellung, die im Zentrum für Kunst und Medientechnologie zu sehen war, bot täglich mehrere Führungen an.

Besuchern sollten dabei die Ideen und Prinzipien der Kryptographie spielerisch und mit großer Leichtigkeit nahe gebracht werden.

Die Macher der Ausstellung versprachen zu erklären, wie man ...

... am Telefon den Münzwurf zur Entscheidung - Kopf oder Zahl? - überprüfen kann und ...

... ob es möglich ist, mit einem Stethoskop die Zahlenkombination eines Tresors abzuhören.

In Karlsruhe wurden also echte Geheimnisse entschlüsselt - zum Nutzen der Besucher.

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