Bilderserie

Eine Welt der Superlative: Die Dinosaurier

Bild 1 von 51
Es begann in der Trias-Periode vor gut 250 Millionen Jahren: Als es auf der Erde heiß und trocken war und die Landmassen noch dicht beieinander lagen, ... (Foto: Wikipedia / Dr. Ron Blakey)

Es begann in der Trias-Periode vor gut 250 Millionen Jahren: Als es auf der Erde heiß und trocken war und die Landmassen noch dicht beieinander lagen, ...

Es begann in der Trias-Periode vor gut 250 Millionen Jahren: Als es auf der Erde heiß und trocken war und die Landmassen noch dicht beieinander lagen, ...

... entstanden die ersten Dinosaurier. Der Eoraptor beispielsweise. Er war nur etwa einen Meter lang, bewegte sich auf zwei Beinen fort und ernährte sich von Fleisch.

Oder auch der Herrerasaurus: Er war etwas größer als der Eoraptor, nämlich drei bis sechs Meter, lief ebenfalls auf zwei Beinen und fraß ebenfalls andere Tiere.

2003 stießen Wissenschaftler auf Knochen, die auf einen noch viel älteren Dinosaurier hinweisen. Rund 280 Millionen Jahre sollen diese Fossilien auf dem Buckel haben. Sie gehören zu einem Pelycosaurier, der Vegetarier war.

Diese Ernährungsweise war eher selten unter den ersten Dinosauriern. Die meisten - so auch der hier abgebildete Lesothosaurus - gehörten zu den Fleischfressern. Und sie waren alle verhältnismäßig klein und bewegten sich auf nur zwei Beinen fort.

Nach und nach jedoch entwickelten sich weitere Dinosaurier-Arten.

Die Jura-Zeit, die vor etwa 200 Millionen Jahren begann und vor 145 Millionen Jahren endete, ist die von den Dinosauriern geprägte Epoche.

Es ist die Periode, in der sich die Erdteile allmählich voneinander lösten ...

... und in der bei feucht-warmem Klima Farne und Nadelhölzer das Landschaftsbild bestimmten.

Die Reptilien lebten ausschließlich im Erdmittelalter.

Vor 65 Millionen Jahren, mit dem Ende der Kreide-Zeit, ...

... starben die letzten Dinos aus.

Alles, was wir über sie wissen, ...

... vom Körperbau ...

... über Farbgebung ...

... und Ernährung ...

... bis hin zu einzelnen Details ...

... haben Forscher aus Knochen, ...

... Eiern, ...

... Fuß- und Hautabdrücken rekonstruiert.

So herrscht nicht einmal darüber, wie viele Dinosaurier-Arten bisher bekannt sind, Einigkeit.

Die ersten Dinosaurier-Knochen fand man vor fast 200 Jahren.

Seither sind einige der Reptilien doppelt erfasst worden, was die Zählung erschwert.

Doch mindestens 600 verschiedene Arten wurden inzwischen benannt.

Zu den Dinosauriern gehören übrigens nur die damals auf dem Festland lebenden Echsen.

Weder mit den Flugsauriern ...

... noch mit den Meeressauriern waren die Dinosaurier verwandt. Die drei Gruppen entwickelten sich unabhängig voneinander.

Die Dinosaurier selbst werden in zwei Ordnungen unterteilt, die durch die unterschiedlich geformten Beckenknochen der Reptilien gekennzeichnet sind. So gibt es zum einen die Echsenbecken-Dinos, die so genannten Saurischia, ...

... und zum anderen die Vogelbecken-Dinos, auch Ornithischia genannt.

Innerhalb dieser beiden Ordnungen gibt es verschiedene Familien. Eine davon bilden zum Beispiel die Sauropoden, die pflanzenfressenden Riesen-Dinos.

Dann waren da noch die Theropoden - die auf zwei Beinen laufenden Fleischfresser. Zu ihnen gehörte auch der gefürchtete Tyrannosaurus Rex.

Mit seinen dolchartigen, nach hinten gebogenen Zähnen machte er Jagd auf die großen Pflanzenfresser. Diese schlossen sich in Herden zusammen, um sich vor ihm zu schützen.

Für die Stegosaurier, eine weitere Dino-Familie, waren Platten oder Stacheln auf Rücken und Schwanz charakteristisch.

Und die Ankylosaurier hatten einen Knochenpanzer.

So einen, zum Beispiel.

Unter den Dinosauriern gibt es zahlreiche Rekorde zu verzeichnen. In der Familie der Sauropoden waren die größten Lebewesen, die jemals das Festland bevölkerten.

Der Brachiosaurus zum Beispiel, der 40 Millionen Jahre lang auf der Erde lebte, war fast 20 Meter hoch, 25 Meter lang und wog bis zu 100 Tonnen. Das ist etwa so viel wie 30 Elefanten zusammen. Um diesen gigantischen Körper ausreichend mit Energie zu versorgen, mussten die Brachiosaurier Unmengen an Blättern zu sich nehmen.

Doch die Größe (schon allein ein Oberarmknochen des Brachiosaurus war größer als ein Mensch) hatte auch Vorteile: Die Riesen-Dinos konnten ihre Körperwärme besser speichern. Anders als heute lebende Reptilien waren die Sauropoden wahrscheinlich Warmblüter. Sie konnten ihre Körpertemperatur also selbst regeln und dadurch rund um die Uhr aktiv sein.

Der größte fleischfressende Dinosaurier war der Spinosaurus. Er wurde bis zu 18 Meter lang und rund neun Tonnen schwer.

Auffällig war unter anderem sein krokodilartiger, langer Schädel von rund 1,75 Metern Länge.

Welcher Dino der kleinste war, ist schwer zu sagen, denn wenn kleine Dinosaurier starben, bereicherten sie meist den Speiseplan der größeren. Entsprechende Fossilien sind daher selten. Der fleischfressende Compsognathus gehörte jedoch auf jeden Fall zu den kleinsten Dinosauriern. Er hatte die Größe eines Huhns. Weil er dadurch flink und wendig war, konnte er auch besonders schnell rennen.

Ähnliches gilt für den Velociraptor. Auch er hatte einen leichten, vogelartigen Körper, der ihm ein hohes Tempo ermöglichte. Doch keiner der Dinos war schneller als heutige Landtiere.

Einer der gefährlichsten Dinosaurier war der Utahraptor. Er war nicht besonders groß, etwa sieben Meter lang und zwei Meter hoch. Doch er hatte eine gefährliche Waffe: ...

... Von seinem mittleren Zeh ging eine lange Sichelklaue ab, mit der er seine Beute erlegte.

Furchterregende Sensen-Klauen hatte auch der erst 2008 entdeckte Nothronychus graffami. Er brauchte sie jedoch wahrscheinlich nur zur Verteidigung, denn ...

... die Forscher gehen davon aus, dass er Pflanzenfresser war.

Immer wieder werden auch heute noch neue, bisher unbekannte Dinosaurier-Arten entdeckt. So stießen Wissenschaftler in Australien auf die Fossilien dieser drei Exemplare, die sie im Sommer 2009 als Australovenator wintonensis, Wintonotitan wattsi und Diamantinasaurus matildae vorstellten.

Erst drei Monate zuvor hatten Dino-Forscher in China das Skelett eines Tyrannosaurier-Verwandten gefunden (Bildmitte). Er bekam den Namen Xiongguanlong baimoensis. Mit geschätzten 272 Kilogramm Lebendgewicht nimmt er eine Mittelstellung zwischen den frühen, kleinen und späten, großen Raubsauriern ein.

Anfang 2009 wurden - ebenfalls in China - auch die Überreste dieses gefiederten Mini-Dinosauriers ausgegraben.

Woran die Dinosaurier letztlich zugrunde gegangen sind, ist nicht ganz klar. Man geht von einem Meteoriteneinschlag oder verstärkter Vulkantätigkeit aus.

Tsunamis und saurer Regen können dabei indirekt auch eine Rolle gespielt haben. Wer es genau wissen will, der muss es mit Lonzo Westphal halten, der 1980 das große Sterben der immer trauriger werdenden Dinos besang: "Wer durch's Museum geht und ihre Sprache versteht, der kann den Saurier fragen, der da abgemagert steht."

weitere Bilderserien