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Freitag, 25. August 2017

U-Boot aus Bürgerkriegszeiten: Die Geheimnisse der CSS Hunley

Von Jana Zeh

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Seitdem es U-Boote gibt, faszinieren sie die Menschen. (Foto: dpa)

Seitdem es U-Boote gibt, faszinieren sie die Menschen.

Seitdem es U-Boote gibt, faszinieren sie die Menschen.

Kein Wunder, sind sie doch der Inbegriff technischen Fortschritts und ...

... kämpferischer Überlegenheit.

Für echte U-Boot-Fans gibt es allerdings nichts Spannenderes als gesunkene oder verschollene U-Boote, am besten aus längst vergangenen Zeiten.

Ein solches ist die H. L. Hunley.

Es wurde 1863 mit dem Privatvermögen von Horace Lawson Hunley von der Südstaatenmarine gebaut.

Es diente nur kurze Zeit im Amerikanischen Bürgerkrieg als Geheimwaffe der Konföderation, bevor es verschwand.

Doch vorher gelang der achtköpfigen Besatzung der zwölf Meter langen Hunley, die mit Handkurbeln angetrieben wurde, etwas Außergewöhnliches: ...

... Erstmals in der Kriegsgeschichte versenkte ein Unterwasserfahrzeug ein gegnerisches Schiff.

Die USS Housatonic, ein 62 Meter langes, dampfbetriebenes Segelkriegsschiff der Nordstaaten, das an diesem Tag Teil der Seeblockade von Charleston war, wurde am 17. Februar 1864 zum Ziel des Mini-U-Bootes.

Dieses rammte einen Torpedo an einer fünf Meter langen Stange in voller Fahrt in den Rumpf des Schiffes und löste dann mit einem Richtungswechsel die Explosion der Sprengladung aus.

Obwohl der Angriff mit dem Sinken der Housatonic erfolgreich verlief, wurde das U-Boot danach nie wieder gesehen.

Wie man heute weiß, wurde die Hunley samt Besatzung Opfer ihrer eigenen Waffe.

Das Wrack, das nach langer Suche 1995 entdeckt und im Jahr 2000 mit großem Aufwand aus zehn Metern Tiefe vor Sullivan's Island geborgen werden konnte, ...

... musste zunächst gereinigt werden.

Sediment hatte sich tonnenweise in und am U-Boot angesammelt.

Nach der Reinigung stellten die Forscher einen sehr guten Zustand der Hunley fest.

Doch nicht nur das. Auch gut erhaltene Skelette und Alltagsgegenstände, wie dieses Ölkännchen, kamen zum Vorschein.

Mit Hilfe der Schädel konnten die Gesichter der Besatzungsmitglieder rekonstruiert und ausgestellt werden.

Die Lage der sterblichen Überreste der Crew weist darauf hin, dass die Männer zum Zeitpunkt ihres Todes an den Handkurbeln saßen und das Boot antrieben.

Das wiederum lässt den Schluss zu, dass sie plötzlich starben - und nicht, wie so oft angenommen, erstickten oder ertranken.

Die These vom plötzlichen Tod durch die Druckwelle der Explosion wird mit jüngsten Forschungsergebnissen gestützt.

Auch wenn die Stoßwelle der Explosion wahrscheinlich nicht ausreichte, um ein Loch in die Außenwand des U-Bootes zu reißen, ...

... waren die Besatzungsmitglieder einem plötzlichen Druckunterschied von enormen Ausmaßen im Innern der Hunley ausgesetzt.

Aus diesem Grund ist es wahrscheinlich, dass die Lungen rissen. Außerdem könnten die Druckunterschiede auch Verletzungen im Gehirn ausgelöst haben.

Beide Verletzungen führen schnell zum Tode.

Noch immer wird an dem Wrack geforscht.

Und noch immer lassen Fundstücke und wissenschaftliche Erkenntnisse die Herzen von Forschern und U-Boot-Fans höher schlagen.

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