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Donnerstag, 06. Juli 2017

Mücken, Bremsen, Schnaken: Die Plagegeister der Saison

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Rund 3500 Stechmückenarten gibt es auf der Welt. In Deutschland kommt diese hier, die Gemeine Stechmücke, besonders ... (Foto: imago stock&people)

Rund 3500 Stechmückenarten gibt es auf der Welt. In Deutschland kommt diese hier, die Gemeine Stechmücke, besonders ...

Rund 3500 Stechmückenarten gibt es auf der Welt. In Deutschland kommt diese hier, die Gemeine Stechmücke, besonders ...

... häufig vor. Ihre weiblichen Vertreter rücken dem Menschen vor allem in der Dämmerung und nachts auf die Pelle. Sie nehmen ihn über Körperwärme, Atem und Schweißgeruch wahr. Dort wo die Gemeine Stechmücke lebt, fühlt sich oft auch ...

... die Ringelmücke wohl. Ihre Stiche sind schmerzhafter als die der Gemeinen Stechmücke. Es können sich große Quaddeln oder sogar Blasen bilden. Die Ringelmücke ist ...

... im Vergleich zu anderen Stechmücken-Arten groß und kräftig, sie kann 13 Millimeter lang werden. Wegen ihrer Ringel wird sie oft ...

... mit der Asiatischen Tigermücke verwechselt, denn auch die ist jetzt in einigen Regionen Deutschlands anzutreffen. Man geht davon aus, dass sie im Raum Freiburg und auch in Thüringen überwintern kann. Wie alle Stechmücken, kann auch die ...

... Asiatische Tigermücke Krankheitserreger übertragen. Dengue-, Westnil- und Gelbfieber sowie Zika gehen auf ihr Konto. Die bislang in Deutschland gefundenen Tigermücken waren zwar nicht von Tropenviren befallen, aber wegen des Sicherheitsrisikos ermitteln Wissenschaftler, wie man sie wieder los wird. Auch die ...

... Asiatische Buschmücke wurde bereits in einigen Gegenden Deutschland gefunden. Wo sie lebt, ist die Gemeine Stechmücke seltener. Offenbar kann die Asiatische Buschmücke heimische Arten verdrängen. Auch sie gilt als ...

... Überträger des Westnil-Virus. In Deutschland geht von der Asiatischen Buschmücke bislang aber keine Gefahr aus.

In feuchten Wäldern und Überschwemmungsgebieten ist dieses Tierchen extrem verbreitet: die Wiesenmücke. Besonders am Rhein, aber auch an Elbe, Donau und Bodensee tritt sie bei Hochwasser in Massen auf. Auf einen Quadratmeter können dann 50.000 Eier kommen.

Wer im Freien unterwegs ist, kann auch mal von Kriebelmücken attackiert werden. In Wohnungen kommen sie nicht. Kriebelmücken sehen eher aus wie Fliegen und halten sich eigentlich an Kühe, Pferde und Wildtiere. Manchmal aber erwischt es den Menschen. Diese Mücken stechen nicht, sondern ...

... ritzen die Haut des Opfers auf, sodass sich in der Wunde Blut sammelt, welches sie dann aufsaugen. Der Biss kann starke Schwellungen verursachen, dann sollte man einen Arzt aufsuchen. Kriebelmücken sind vor allem am Vormittag und am späten Nachmittag aktiv.

Mit dem gleichen Biss wie die Kriebelmücke verschafft sich auch die Sandmücke ihre Blutmahlzeit. Sie ist ursprünglich in den Tropen und im Mittelmeerraum beheimatet, fühlt sich aber seit einigen Jahren sporadisch auch in Deutschland ganz wohl, zumindest in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Sandmücken haben ...

... behaarte Flügel. Sie können die gefährliche Leishmaniose übertragen. In Deutschland ist die Gefahr jedoch gering. Auch das Toskana-Virus wird durch Sandmücken von infizierten Tieren zum Menschen transportiert. Das kann zu grippeähnlichen Erkrankungen, aber auch zu Hirnhautentzündung führen.

Dieses Tierchen gehört zu den Gnitzen. Die sind so klein, dass sie durch die Maschen von Mückennetzen schlüpfen können. Saugt eine Gnitze Blut, versenkt sie nicht nur den Rüssel, sondern gleich auch ihren Kopf in der Wunde. Die Stiche sind sehr schmerzhaft und können allergische Reaktionen hervorrufen.

Es sind nicht immer Mücken, die Blut saugen. Auch diese Fliegenart hat es darauf abgesehen, und zwar Männchen und Weibchen gleichermaßen. Sie lebt dort, wo es Pferde oder Kühe gibt, sticht aber gern auch Menschen - und zwar am liebsten ins Bein. Deswegen heißt diese Fliege Wadenstecher. Für eine ...

... Portion Blut nimmt er sich Zeit: Das Saugen dauert etwa acht Minuten, sofern es nicht unterbrochen wird. Der Wadenstecher kann Colibakterien, Salmonellen oder auch Borrelien übertragen.

Ebenfalls Blutsauger: Bremsen. Hier sind es aber, wie bei den Mücken, nur die Weibchen, die dem Menschen auf die Pelle rücken. Ihr Stich jedoch kann schmerzhaft werden und stark jucken. Die Regenbremse (hier zu sehen) ist die häufigste Bremsenart in Europa. Ihre ...

... Facettenaugen sind von einem regenbogenfarbenen Zackenmuster geprägt. Regenbremsen nähern sich dem Menschen ohne Surren und stechen meist in die Arme. Sie können Milzbrand übertragen.

Und dieses Insekt? Das ist eine Kohlschnake. Und nein, die sticht nicht. Sie kann zwar durch ihr geräuschvolles, unkoodiniertes Geflatter an der Zimmerwand etwas nervig werden, ist aber völlig harmlos. Mit ihrem ...

... Rüssel saugt sie in Wasser gelöste Nährstoffe und Pflanzensäfte auf. Übrigens gibt es auch ...

... unter den Mücken Arten, die nicht an Blut interessiert sind - so zum Beispiel die Zuckmücke. Sie ernährt sich von Nektar und Honigtau. Zu erkennen ist sie an ihren behaarten Antennen. Zuckmücken zucken auch in Ruhe immer ...

... mit ihren Vorderbeinen. Warum, weiß man nicht. Sind sie auf Partnersuche, bilden ...

... die männlichen Zuckmücken große Schwärme. Ihr Flügelschlag erzeugt dann einen Summton, der Weibchen anlockt. Die werden direkt im Flug begattet. Zuckmücken gibt es auch im Oktober noch, aber es gibt auch Mücken, die ...

... völlig unempfindlich gegen niedrige Temperaturen sind und daher vor allem in der kalten Jahreszeit vorkommen: die Wintermücken. Auch von ihnen weiß man, dass sie nicht stechen und kein Blut saugen. Wovon sie sich aber überhaupt ernähren, das ist ein noch ungelöstes Rätsel. (asc)

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