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Vor oder zurück?: Die Sommerzeit endet

 
Vor oder zurück?: Die Sommerzeit endet

In der Nacht vom 30. auf den 31. Oktober endet die Sommerzeit.

Die Uhren werden um 3.00 Uhr um eine Stunde auf 2.00 Uhr zurückgestellt.

Damit gilt in der gesamten Europäischen Union wieder die Normalzeit.

Morgens ist es dann früher hell, dafür wird es abends eher dunkel.

Die technischen Vorbereitungen für die Umstellung sind schon lange vorher abgeschlossen.

Für Deutschland ist die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig die "Hüterin der amtlichen Zeit".

Die PTB-Wissenschaftler sorgen seit Einführung der Sommerzeit im Jahr 1980 dafür, dass alle öffentlichen und privaten Funkuhren das entscheidende Signal bekommen.

Von Mainflingen, in der Nähe von Frankfurt aus, strahlt der Sender DCF 77 die Zeitsignale aus.

Diese gehen an alle öffentlichen und privaten Funkuhren, an die Leitstände von Kraft-und Umspannwerken, Anlagen der Flugsicherung, an rund 50.000 Verkehrsampeln ebenso wie an TV-Sender und an die Bahn AG.

Die Deutsche Bahn AG lässt rund 50 Fernreisezüge eine Stunde lang in Bahnhöfen warten, damit sie fahrplanmäßig ankommen.

Das Datum und die Uhrzeit wurden in die impulsgebende Atomuhr in Mainflingen bereits einprogrammiert.

Eine Panne hat es in all den Jahren nie gegeben, ...

... die Umstellung ist längst reine Routine und so hätten in den vergangenen Jahren selbst PTB-Wissenschaftler den entscheidenden Moment verschlafen.

Die halbjährliche Umstellung der Uhren wurde mit der Ölkrise 1973 zunächst in Frankreich eingeführt, um Energie zu sparen.

Dadurch sollte eine Stunde Tageslicht für Unternehmen und Haushalte gewonnen werden. Doch die Idee wird inzwischen von Gegnern heftig kritisiert.

Demnach fällt die Energiebilanz sogar negativ aus, da durch das verschobene Aufstehen die Heizperiode verlängert werde und allerlei Aufwände für die Umstellungsprozeduren anfielen.

Viele Menschen werden durch die Zeitumstellung aus ihrem Schlafrhythmus gerissen.

Um diesen Mini-Jetlag auszugleichen, benötigen besonders sensible Menschen acht bis 14 Tage.

Hinzu kommt, dass es früher dunkel wird. Langschläfer, die das frühere Hellwerden verschlafen, bekommen also weniger Tageslicht ab.

Abgeschlagenheit, Gereiztheit und gesteigerte Müdigkeit können die Folgen sein.

Mit der Umstellung auf die Winterzeit müssen sich auch Berufspendler umgewöhnen.

Wer bislang im Hellen von der Arbeit nach Hause gefahren ist, braucht nun abends die Scheinwerfer.

Bei Fahrten über die Landstraße steigt außerdem die Wahrscheinlichkeit, Wildtieren zu begegnen.

Diese sind dämmerungsaktiv und somit zur gleichen Zeit wie die Berufspendler unterwegs.

Der Zeitforscher Karlheinz Geißler plädiert dafür, dass die Umstellung der Uhren auf den Nachmittag verlegt wird, damit er wenigstens diese Stunde nich verschlafen muss.

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