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Perfekt versteckt: Die Tricks der Tarnung

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Nichts als Seetang? Weit gefehlt. Hier schwimmt ein Fetzenfisch durchs Bild. Durch seine blattartigen Hautauswüchse sieht er aus wie ein abgerissenes Stück einer Wasserpflanze. Und wie ein solches lässt er sich auch durchs Meer treiben. Das hat Vorteile: Zum einen haben Fetzenfische kaum natürliche Feinde. Zum anderen können sie sich auf diese Weise unbemerkt ihrer Beute nähern, winzigen Garnelen. Der Fetzenfisch ist ein wunderbares Beispiel für …

Nichts als Seetang? Weit gefehlt. Hier schwimmt ein Fetzenfisch durchs Bild. Durch seine blattartigen Hautauswüchse sieht er aus wie ein abgerissenes Stück einer Wasserpflanze. Und wie ein solches lässt er sich auch durchs Meer treiben. Das hat Vorteile: Zum einen haben Fetzenfische kaum natürliche Feinde. Zum anderen können sie sich auf diese Weise unbemerkt ihrer Beute nähern, winzigen Garnelen. Der Fetzenfisch ist ein wunderbares Beispiel für …

Nichts als Seetang? Weit gefehlt. Hier schwimmt ein Fetzenfisch durchs Bild. Durch seine blattartigen Hautauswüchse sieht er aus wie ein abgerissenes Stück einer Wasserpflanze. Und wie ein solches lässt er sich auch durchs Meer treiben. Das hat Vorteile: Zum einen haben Fetzenfische kaum natürliche Feinde. Zum anderen können sie sich auf diese Weise unbemerkt ihrer Beute nähern, winzigen Garnelen. Der Fetzenfisch ist ein wunderbares Beispiel für …

... Mimese, der Nachahmung anderer Lebewesen oder Objekte. Auch dieser Blattschmetterling tarnt sich durch Mimese. Er ist gut sichtbar, wird aber für etwas anderes gehalten als er ist. Dass es sich bei dem braunen Blatt um einen Schmetterling handelt, ist auch für seine Fressfeinde erst zu erkennen, wenn er losfliegt. Bis dahin bleibt er unentdeckt.

Auch dieser Blattschwanzgecko hat dank seines vegetabilen Äußeren größere Überlebenschancen. Die auf Madagaskar lebenden Echsen sind nachtaktiv. Den Tag verbringen sie auf Ästen liegend - gut getarnt.

Noch mehr Blätter? Oder handelt es sich hier um eine kleine Pflanze? Ihr Name ist Teufelsblume. Manche Insekten nutzen sie, um sich auf ihr auszuruhen; andere sehen in ihr einen Futterplatz. Doch fatalerweise ist die Teufelsblume kein harmloses Gewächs, sondern eine Fangschrecke. Tierchen, die auf die Tarnung hereingefallen sind, bezahlen mit ihrem Leben.

Dieselbe Strategie verfolgt auch diese Fangschrecke. Orchideenblüten sind für sie die optimale Jagdumgebung - schließlich wirkt sie wie ein Teil von ihnen. Insekten ahnen nichts Böses, fliegen heran - und werden gefressen.

Diese Vietnamesische Stabschrecke sieht aus wie ein Ästchen. Doch nicht nur das. Sie imitiert ein solches sogar in ihrer Bewegung. Dann nämlich ähnelt sie stark einem Zweig, der im Wind schaukelt.

Mimese gibt es natürlich auch unter Wasser: Dieser Anglerfisch gibt sich vor der Küste Indonesiens als Steinkoralle aus. Die Tarnung dient seinem eigenen Schutz, erleichtert ihm aber auch den Angriff. Manche Forscher sprechen in diesem Zusammenhang von aggressiver Mimikry. Als solche bezeichnen sie eine Tarnung, die bewirkt, dass andere Arten angelockt werden. Die klassische Form der Mimikry aber ist ...

... eine Warntracht, so wie bei dieser Schwebfliege zu erkennen. Das Insekt ist wehrlos, sieht aber wie eine stechfähige Honigbiene aus. Die Vorteile liegen auf der Hand: Mit Bienen legen sich weniger Tiere an als mit harmlosen Fliegen. Auch bei ...

... diesem Schmetterling hat sich diese Überlebensstrategie bewährt. Er warnt potenzielle Feinde vor einem Angriff, indem er Hornissen nachahmt.

Die faszinierendste Form der Tarnung ist sicherlich, wenn Lebewesen mit ihrer Umgebung komplett verschmelzen und dadurch quasi unsichtbar werden. Viele Tiere erreichen dieses Ziel durch Farbwechsel. So ist hier im Bild eine Krabbe versteckt, die die Farbe der Korallen annimmt, in denen sie auf Beute wartet.

Auch die Weibchen der Veränderlichen Krabbenspinne können sich unsichtbar machen. Ursprünglich weiß, ist es ihnen möglich, zeitweilig einen gelben Farbstoff in ihre Haut einzulagern. Hier ist eine Wespe sofort in die Falle getapst.

Noch flexibler mit der eigenen Farbgebung sind Kraken und Kalmare. Sie können ihre Hauttönung von einer Sekunde auf die andere ändern.

Auch der Butt passt seine Körperoberfläche an den Untergrund an. Auf Kies sieht seine Haut daher fleckiger aus als im Sand.

Ebenfalls in kurzer Zeit zum Farbwechsel fähig: der ägäische Nacktfinger. Noch besser getarnt allerdings ist ...

... ein Verwandter aus Südostasien, der Draco indochinensis. Können Sie ihn entdecken? - Das Verschmelzen eines Lebewesens mit seiner Umgebung nennt man Somatolyse. Bei der bereits angesprochenen Mimese ...

... bleiben die Tiere deutlich sichtbar. So zum Beispiel diese Raupe (es ist kein Zweig!) oder ...

... dieser Drachenkopfartige, ein Fisch, der Korallen imitiert. Mimese zielt auf Verwechslung ab. Somatolyse ist davon manchmal schwer abzugrenzen, doch zu dieser Tarnungsform werden ...

... die Fälle gezählt, in denen der Körper und seine Färbung kaum von der Umgebung zu trennen ist. So ist hier eine Heuschrecke zu sehen (oder eben auch nicht), und ...

... in diesem Suchbild sind vier Frösche verborgen.

Auch diese Kegelkopfschrecke verschmilzt mit ihrer Umgebung.

Die artverwandte Zwitscherschrecke ist für unser Auge auf diesem Bild besser zu erkennen, aber immer noch gut getarnt.

Gleiches gilt für diese Erdkröte, ...

... für Hawaiigänse und ...

... das hier lauernde Löwenweibchen.

Im täglichen Existenzkampf haben sich in der Tierwelt über Millionen von Jahren eindrucksvolle Tarnungstricks durchgesetzt.

Unter bestimmten Umständen hat es sich im Lauf der Stammesgeschichte bewährt, wenn sich Lebewesen kaum von ihrem Umfeld unterscheiden (hier eine farblich angepasste Kaurischnecke auf einer Koralle). Das muss nicht immer über das äußere Erscheinungsbild geschehen.

Auch Laute und Gerüche können Feind und Beute wirksam ablenken. Der Forschung bietet sich hier noch ein weites Feld. Der Haken an der Sache: Wer sich gut tarnt, bleibt eben oftmals unerkannt. Da können auch Wissenschaftler ihre Probleme haben.

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