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Australien zeigt Ekelbilder: Die abstoßendsten Zigarettenschachteln der Welt

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Im Kampf gegen das Rauchen setzt Australien auf Abschreckung. (Foto: REUTERS)

Im Kampf gegen das Rauchen setzt Australien auf Abschreckung.

Im Kampf gegen das Rauchen setzt Australien auf Abschreckung.

Ab 1. Dezember dürfen nur noch Packungen in einheitlichem Design verkauft werden, auf denen vor den Gefahren des Rauchens gewarnt wird. "Lassen Sie Kinder nicht Ihren Rauch einatmen", heißt es über einem der harmloseren Motive.

Auf anderen Schachteln wird vor Mundkrebs ...

... oder Erblindung gewarnt.

Die Marken dürfen nur noch klein auf das Päckchen gedruckt werden.

Die Marketingvorgaben für Tabakkonzerne entsprechen den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation.

"Warnung: Zigaretten machen abhängig": Auch die US-Regierung verschärft ihre Maßnahmen im Kampf gegen das Rauchen und schreibt die Verwendung abschreckender Bilder auf Zigarettenschachteln vor.

Bereits im Sommer 2009 hatte US-Präsident Barack Obama das strenge Tabakgesetz unterschrieben, ...

... das die Bürger vor irreführender Werbung und Tricks der Tabakindustrie schützen soll.

Das Gesetz sieht vor, dass neben den schriftlichen Warnhinweisen, die auch Rauchern in Deutschland bestens bekannt sein dürften, ...

... ab Herbst 2012 mindestens die Hälfte von Vorder- und Rückseite US-amerikanischer Zigarettenschachteln von zum Teil schockierenden Bildern und Grafiken bedeckt sein muss. ("Rauchen verursacht tödlichen Lungenkrebs")

Die neun verwendeten Bilder zeigen unter anderem eine Leiche ("Warnung: Rauchen kann tödlich sein"), ...

... eine von Tumoren besetzte Lunge ("Warnung: Zigaretten verursachen tödliche Lungenkrankheiten") und vom Tabakrauch zerstörte Zähne.

Auch in der Tabakwerbung müssen - wie hier in Kanada - die Bilder in Zukunft prominent platziert werden. ("Zigaretten verursachen Mundkrankheiten")

Die US-amerikanische Gesundheitsministerin Kathleen Sebelius spricht von den "härtesten und effektivsten Warnhinweisen auf Gesundheitsgefährdung durch Tabak in der Geschichte des Landes."

In den USA sterben jedes Jahr schätzungsweise 443.000 Menschen an den Folgen des Rauchens.

"Diese nationale Tragödie zu bekämpfen, muss eines unserer obersten Ziele im Gesundheitswesen sein", sagt die Chefin der US-Gesundheitsbehörde FDA, Margaret Hamburg.

Zu den Maßnahmen der US-Regierung gehören nicht nur abschreckende Bilder auf den Packungen nach kanadischem Vorbild.

Das neue Gesetz schreibt auch - wie in Thailand - ein Verbot von Zigaretten mit speziellen süßen oder fruchtigen Geschmackszusätzen vor ...

... und verpflichtet die Tabakindustrie, genaue Angaben über die Inhaltsstoffe der Glimmstängel zu machen. ("Rauchen ist äußerst süchtigmachend, fangen Sie gar nicht erst an")

In Kanada sehen die Zigarettenpäckchen inzwischen aus wie Tablettenschachteln. Wer den Text liest, wird aber schnell aufgeklärt: "Warnung: Zigaretten verursachen Lungenkrebs. 85 Prozent aller Lungenkrebserkrankungen werden durch Rauchen verursacht. 80 Prozent der Betroffenen sterben innerhalb von drei Jahren."

Ob die Bebilderungen auf den Schachteln einen langfristigen Effekt auf das Verhalten der Raucher haben, ist noch nicht erforscht. Eine Studie US-amerikanischer Professoren aus dem Jahr 2010 zeigt aber, ...

... dass Raucher eine deutlich höhere Absicht zeigen, mit dem Rauchen aufhören zu wollen, ...

... wenn sie mit besonders drastischen Darstellungen, etwa von Krebsgeweben in Mund und Rachen, konfrontiert werden.

Nur geringe Ausstiegsabsichten äußern Raucher dagegen bei vergleichsweise harmlosen Darstellungen, wie zum Beispiel Zahnverfärbungen.

Auch in Europa gehen manche Länder strikt gegen das Rauchen vor, wie diese Abschreckungsbilder auf spanischen Zigarettenschachteln zeigen.

In Deutschland bleiben die Raucher noch eine Weile verschont von den Gruselbildern.

Nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums werden hierzulande in absehbarer Zeit keine Ekelbilder auf Zigarettenschachteln gedruckt werden müssen.

Und sollte es doch irgendwann einmal soweit kommen, gibt es ja Mittel und Wege, die unerwünschten Stellen auf der Packung zu verdecken.

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