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Montag, 27. März 2017

Biss mit Folgen: Die giftigsten Spinnen der Welt

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Nein, er führt nicht das weltweite Ranking der Giftspinnen an. Doch immerhin ist der Ammen-Dornfinger die giftigste Spinne Deutschlands. Er lebt vorwiegend im Südwesten und im Nordosten des Landes. Beißt er zu (was nur geschieht, wenn er keine Fluchtmöglichkeit hat), ist das ... (Foto: imago stock&people)

Nein, er führt nicht das weltweite Ranking der Giftspinnen an. Doch immerhin ist der Ammen-Dornfinger die giftigste Spinne Deutschlands. Er lebt vorwiegend im Südwesten und im Nordosten des Landes. Beißt er zu (was nur geschieht, wenn er keine Fluchtmöglichkeit hat), ist das ...

Nein, er führt nicht das weltweite Ranking der Giftspinnen an. Doch immerhin ist der Ammen-Dornfinger die giftigste Spinne Deutschlands. Er lebt vorwiegend im Südwesten und im Nordosten des Landes. Beißt er zu (was nur geschieht, wenn er keine Fluchtmöglichkeit hat), ist das ...

... für den Menschen nicht lebensbedrohlich. Der Biss des Ammen-Dornfingers ist ähnlich schmerzhaft wie ein Wespenstich und mit Rötungen und Schwellungen verbunden. Schwere Verläufe mit ...

... Schüttelfrost, Erbrechen oder gar Kreislaufversagen sind selten. Nach etwa einem Tag sind die Symptome meist vollständig abgeklungen. Neben dem Ammen-Dornfinger gibt es in Deutschland noch die ...

... Wasserspinne, die dem Menschen Schaden zufügen kann. Aber da sie sich gern in Moorgebieten aufhält, kommt sie ...

... mit Menschen kaum in Berührung. Ihr Biss hat keine lang anhaltenden Folgen, ist jedoch so unangenehm wie ein Wespenstich. Von anderem Kaliber ist da die Spinnengattung ...

... Poecilotheria, die zu den Vogelspinnen gehört. Die Arten dieser Gattung sind in Indien verbreitet und werden in Deutschland auch Tigervogelspinne oder ...

... Ornamentvogelspinne genannt. Die Tiere sind nur leicht aggressiv, ein Biss ist ihre letzte Option. Ihr Gift ist stärker als das anderer Vogelspinnenarten, aber nicht tödlich. Schmerzen und Schwellungen können ...

... eine Woche lang anhalten, auch tagelange Krämpfe sind möglich. Ein Arztbesuch ist nach dem Biss einer Tigervogelspinne in jedem Fall angeraten. Ein direktes Gegenmittel gegen ihr Gift gibt es jedoch nicht, seine Zusammensetzung ist noch nicht geklärt. Zu Todesfällen kann es ...

... nach dem Biss dieser Spinne kommen: der Südlichen Schwarzen Witwe. Sie lebt ...

... im Südosten der USA und auf Hawaii, meist aber in steppenähnlichen Gebieten und nur selten in Dörfern und Städten. Beißt sie zu, ist das nicht schmerzhafter als ein Nadelstich. Es können aber ...

... krampfartige Bauchschmerzen und Muskelschmerzen die Folge sein. Die Giftmenge, die die Südliche Schwarze Witwe injiziert, ist relativ gering. Kinder und ältere Menschen aber können daran sterben, wenn sie nicht früh genug ein Antiserum bekommen.

Das ist das Männchen von Missulena occatoria, einer im Süden Australiens beheimateten Spinne. Dort heißt sie "mouse spider". Ihr Biss kann für den Menschen sehr giftig sein, jedoch wurden erst wenige ...

... lebensbedrohliche Fälle gemeldet. Bei diesen kam ein Gegengift zum Einsatz. Missulena occatoria kann ihr Gift auch zurückhalten und "trocken" zubeißen. Ebenfalls grundsätzlich nicht aggressiv ist ...

... die Braune Einsiedlerspinne. Sie beißt zu, wenn sie Gefahr läuft, zerdrückt zu werden. Zunächst ist das kaum spürbar, innerhalb der nächsten Stunden jedoch ...

... setzen Schmerzen ein, die immer stärker werden. Auch Erbrechen, Krämpfe und Muskelschmerzen sind möglich, seltener eine Blutvergiftung. Auch Todesfälle kommen vor. Gefährlicher ist ...

... die zur gleichen Spinnengattung gehörende Art Loxosceles laeta. Sie ist im westlichen Südamerika beheimatet, vorwiegend in Chile. Dort wurde sie in ...

... rund 40 Prozent der städtischen Häuser gefunden. Sie ist jedoch nicht angriffslustig und außerdem nachtaktiv, sodass es nur selten ...

... zu Kontakten mit dem Menschen und zu Bissen kommt. Zwischen 1985 und 1995 gingen einer Studie zufolge 43 Todesfälle in Chile auf das Konto einer Spinne der Gattungen Loxosceles und ...

... Latrodectus. Zu Letzteren gehört sowohl die schon erwähnte Südliche Schwarze Witwe als auch die Rotrückenspinne. Sie ist in Australien, Neuseeland und Japan heimisch. Die männlichen Tiere sind für den Menschen ungefährlich, die Weibchen jedoch haben es in sich. Ihr Biss ist kaum spürbar, die Wirkung des Giftes aber ...

... umso mehr. Opfer beschreiben die einsetzenden Bauchschmerzen als unerträglich. Die Symptome, zu denen auch Lähmungserscheinungen gehören, klingen nach etwa zwölf Stunden ab. Betreffen sie allerdings das Atemzentrum, führt das unweigerlich zum Tod. Daher sind Bisse der Rotrückenspinne die häufigste ...

... Ursache für die Verabreichung eines Gegengiftes in Australien: 300 bis 400 Mal im Jahr kommt das vor. Die Rotrückenspinne und andere sogenannte "Echte Witwen" besetzen die Spitzenplätze im Ranking der giftigsten Spinnen überhaupt - zusammen mit zwei anderen Arten: Das Gift der ...

... Bananenspinne kann einen gesunden, erwachsenen Menschen innerhalb weniger Stunden töten. Jedoch injiziert die Spinne nicht mit jedem Biss Gift. Außerdem gibt es ein Gegenmittel. Die Bananenspinne gelangt gelegentlich in Bananenkisten nach Europa. Beheimatet ist ...

... sie in ganz Südamerika, vor allem in Brasilien. Deshalb wird sie auch Brasilianische Wanderspinne genannt. Die meisten Bissunfälle mit ihr (zwischen 1984 und 1996 wurden in Brasilien 422 gezählt) ereignen sich tagsüber im Haushalt. Ebenfalls in Häusern anzutreffen und ebenfalls hochgiftig ist die ...

... Sydney-Trichternetzspinne. Sie gilt noch dazu als aggressiv. Ihre Kieferklauen sind so stark, dass sie sogar weiche Schuhe durchbohren können. Wer von ihr gebissen wird, entwickelt ...

... Schaum vor dem Mund, leidet unter starken Muskelspasmen und schwebt in Lebensgefahr. Doch seitdem in den 1980er-Jahren ein Gegengift entwickelt wurde, über das jedes Krankenhaus in Australien verfügt, gab es keine tödlichen Angriffe mehr. Australische Forscher extrahierten kürzlich ...

... ein Protein aus dem Gift der Trichternetzspinne, das sie Ratten einspritzten. Sie stellten fest, dass das Protein möglicherweise Hirnschäden nach einem Schlaganfall minimieren kann. Spinnengift kann also - bei aller Gefahr, die davon ausgeht - auch nützlich sein. (asc)

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