Bilderserie

Stinkende Schönheit: Die größte Blume der Welt

Bild 1 von 27
Ihr gelingt etwas, was sonst nicht vielen anderen Pflanzen gelingt.

Ihr gelingt etwas, was sonst nicht vielen anderen Pflanzen gelingt.

Ihr gelingt etwas, was sonst nicht vielen anderen Pflanzen gelingt.

Jedes Jahr schafft sie es, dass die Medien über sie berichten.

Die Rede ist von der Titanenwurz, ...

... die die größte Blume der Welt hervorbringt.

Mit Blume ist der Blütenstand gemeint, an dem viele kleine Einzelblüten anhaften, die sich im Inneren des Trichters befinden.

Die spektakuläre Pflanze wurde 1878 vom florentinischen Botaniker Odoardo Beccari (1843-1920) ...

... auf Sumatra entdeckt.

Der Italiener Giovanni Arcangeli benannte den außergewöhnlichen Fund bereits 1879 mit Amorphophallus titanum.

Diese bis heute gültige wissenschaftliche Bezeichnung wurde aus den griechischen Wortstämmen amorphos - unförmig - und ...

... phallos - Penis abgeleitet.

Titanum steht für die riesigen Ausmaße der Pflanze.

Die bisher größte Blume der Welt erblühte im Oktober 2005 in der Wilhelma in Stuttgart.

Diese größte jemals gemessene Titanenwurz hatte eine Höhe von 2,91 Metern und einen Umfang von 1,50 Metern.

Wenn die Titanenwurz ihren Blütenstand ausbildet, wächst sie knapp 20 Zentimeter pro Tag.

Auf indonesisch wird die Pflanze als bunga suweg raksasa oder bunga bangkai bezeichnet, was soviel bedeutet wie Aas- oder Leichenblume.

Diese wenig schmeichelnde Bezeichnung hat die Titanenwurz wegen ihres Aasgeruches, den sie zur Blütezeit verströmt.

Der Geruch von Verwesung und ...

... die tiefrote Farbe des so genannten Hochblattes sollen Insekten wie Aasbienen, Aasfliegen und Aaskäfer anlocken, ...

... die dann in den Blütenkelch hineinkriechen, um dort ihre Eier abzulegen.

Nur wenn die Insekten vorher den Pollen einer anderen Pflanze mitbringen, werden die Blüten auch bestäubt.

So schützt sich die Pflanze vor Inzucht.

In den Gewächshäusern werden die Blüten nur künstlich bestäubt, erklärt Dr. Wolfram Lobin von den Botanischen Gärten in Bonn.

Sie bildet dann einen Fruchtstand mit vielen roten Früchten aus.

Die Titanenwurz öffnet sich für zwei bis drei Tage und verströmt in dieser Zeit ihren unangenehmen Aasgeruch.

Dieses Naturschauspiel lockt alljährlich tausende Besucher in die Gewächshäuser der Botanischen Gärten.

In Berlin und in Bonn gibt es die riesigen Pflanzen zu bewundern.

2010 blühte der Titanenwurz erstmals im Max-Planck-Institut für chemische Ökologie in Jena.

weitere Bilderserien