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Stinkende Schönheit: Die größte Blume der Welt

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Sie schafft etwas, was sonst nicht vielen anderen Pflanzen gelingt: Jedes Jahr wird über sie berichtet. (Foto: REUTERS)

Sie schafft etwas, was sonst nicht vielen anderen Pflanzen gelingt: Jedes Jahr wird über sie berichtet.

Sie schafft etwas, was sonst nicht vielen anderen Pflanzen gelingt: Jedes Jahr wird über sie berichtet.

Die Rede ist von der Titanenwurz, die die größte Blume der Welt hervorbringt.

Mit Blume ist der Blütenstand gemeint, an dem viele kleine Einzelblüten anhaften,...

... die sich im Inneren des Trichters befinden.

Die spektakuläre Pflanze wurde 1878 vom florentinischen Botaniker Odoardo Beccari (1843-1920) auf Sumatra entdeckt.

Der Italiener Giovanni Arcangeli benannte den außergewöhnlichen Fund bereits 1879 mit Amorphophallus titanum.

Diese bis heute gültige wissenschaftliche Bezeichnung wurde aus den griechischen Wortstämmen amorphos - unförmig - und ...

... phallos - Penis abgeleitet. Titanum steht für die riesigen Ausmaße der Pflanze.

Eine der größten Titanenwurze der Welt erblühte im Oktober 2005 in der Wilhelma in Stuttgart.

Sie hatte eine Höhe von 2,91 Metern und einen Umfang von 1,50 Metern.

Wenn die Titanenwurz ihren Blütenstand ausbildet, wächst sie knapp 20 Zentimeter pro Tag.

Auf indonesisch wird die Pflanze bunga suweg raksasa oder bunga bangkai genannt, was so viel bedeutet wie Aas- oder Leichenblume.

Diese wenig schmeichelnde Bezeichnung hat die Titanenwurz wegen ihres Aasgeruches, den sie zur Blütezeit verströmt.

Der Geruch von Verwesung und ...

... die tiefrote Farbe des sogenannten Hochblattes sollen Insekten wie Aasbienen, Aasfliegen und Aaskäfer anlocken, ...

... die dann in den Blütenkelch hineinkriechen, um dort ihre Eier abzulegen.

Nur wenn die Insekten vorher den Pollen einer anderen Pflanze mitbringen, werden die Blüten auch bestäubt. So schützt sich die Pflanze vor Inzucht.

In den Gewächshäusern werden die Blüten nur künstlich bestäubt, erklärt Dr. Wolfram Lobin von den Botanischen Gärten in Bonn.

Sie bildet dann einen Fruchtstand mit vielen roten Früchten aus.

Die Titanenwurz öffnet sich für zwei bis drei Tage und verströmt in dieser Zeit ihren unangenehmen Aasgeruch.

Dieses Naturschauspiel lockt alljährlich tausende Besucher in die Gewächshäuser der Botanischen Gärten.

Auch in Berlin und in Bonn (im Bild) gibt es die riesigen Pflanzen zu bewundern.

Basel kann sich ebenso mit der Stinkepflanze schmücken.

2010 blühte die Titanenwurz erstmals ...

... im Max-Planck-Institut für chemische Ökologie in Jena.

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