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Sensationell, nicht einzigartig: Dolly, Snuppy und andere Klone

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Am 5. Juli 1996 erblickte Dolly das Licht der Welt. Sie war der erste Klon eines ausgewachsenen Säugetieres ... (Foto: REUTERS)

Am 5. Juli 1996 erblickte Dolly das Licht der Welt. Sie war der erste Klon eines ausgewachsenen Säugetieres ...

Am 5. Juli 1996 erblickte Dolly das Licht der Welt. Sie war der erste Klon eines ausgewachsenen Säugetieres ...

... und das Werk des britischen Embryologen Ian Wilmut. Das Schaf wurde weltbekannt, doch ...

... leider nur halb so alt wie seine Artgenossen: 2003 musste Dolly wegen eines Lungenleidens eingeschläfert werden. Heute kann man sich das Tier im Royal Museum in Edinburgh anschauen.

Das Beispiel machte Schule: 2002 wurde an der Texas A&M University die erste Hauskatze geklont. Bezeichnend ihr Name: CopyCat.

2005 kam mit Snuppy in Südkorea der erste geklonte Hund zur Welt.

Was sich wie ein gewöhnlicher Hundename anhört, ist eigentlich nur die Abkürzung für "Seoul National University Puppy". Snuppy wurde aus einer Zelle vom Ohr eines Afghanischen Windhundes geklont.

Der Zellkern wurde entnommen, in eine "entkernte" Eizelle implantiert und durch biochemische Tricks zur Teilung angeregt.

Die so gewonnene neue Eizelle wurde dann in den Uterus einer Leihmutter eingepflanzt. Snuppys Mutter, eine Labradorhündin, ist daher ihrem Spross nicht ähnlich.

Nicht immer funktioniert das umstrittene Verfahren so gut. Die Geburtenrate der implantierten Embryonen beispielsweise ist gering und ...

... rund 90 Prozent der geklonten Tiere haben schwere Missbildungen oder auch Organschädigungen.

Zudem ist umstritten, ob die Lebenserwartung der Klone der von "normalen" Tieren entspricht. Doch während Dolly nur sechs Jahre alt wurde, weist bei ...

... Debbie, Denise, Dianna und Daisy, die aus derselben Zelllinie wie Dolly stammen (und hier nicht im Bild sind), Forschern zufolge nichts auf frühzeitiges Altern oder Krankheit hin.

Mit der Fortpflanzungsfähigkeit scheint es bei Klontieren keine Probleme zu geben. Die geklonte Beagle-Dame Ruppy beispielsweise konnte sich 2009 über Nachwuchs freuen.

Das Klonen von Haustieren ist in den USA längst ein lukratives Geschäft. Littlenicky kostete seine Besitzerin 50.000 Dollar.

Beim Klonen leistungsstarker Rennpferde spielen emotionale Gründe eine bestenfalls untergeordnete Rolle. Hier zu sehen: der Klon eines preisgekrönten Wallachs.

Ähnliches gilt für die Reproduktion von Rindern mit besonders "wirtschaftsdienlichen" Merkmalen - also etwa gutem Fleisch.

In der EU dürfen geklonte Tiere nicht zu Lebensmitteln verarbeitet werden. Anders sieht es jedoch mit den natürlichen Nachfahren der Klontiere aus: Fleisch und Milch dieser Nachfahren sind im Handel erlaubt. Unter den ...

... deutschen Verbrauchern lehnen Umfragen zufolge drei Viertel Klonfleisch ab. In den USA hingegen ist man da offener. Klonfleisch ist dort nicht einmal kennzeichnungspflichtig.

Befürworter der genetischen Vervielfältigung sehen im Klonen von Tieren auch die Chance auf die Rettung bedrohter Arten. Im Bild zwei geklonte Wölfe im Zoo von Seoul in Südkorea.

In China soll das Klonen beispielsweise der Rettung des seltenen Riesenpandas dienen.

Auch der Tasmanische Tiger könnte eine Wiedergeburt erleben.

Das Hauptaugenmerk der Klonforscher liegt jedoch auf dem medizinischen Fortschritt. Stammzellen sollen eine effektivere Behandlung schwerer Krankheiten ermöglichen.

Aufgrund ihrer genetischen Ähnlichkeit zum Menschen werden bevorzugt Schweine "vervielfältigt".

Schon 2005 gingen Forscher in Newcastle zwei Schritte weiter und klonten einen menschlichen Embryo aus einer Stammzelle.

Fast drei Jahre später reichte US-Wissenschaftlern dafür eine Hautzelle. Hier zeigt Andrew French die Ergebnisse seiner Arbeit.

Was die einen als Durchbruch in der modernen Medizin feiern, bereitet den anderen eine Gänsehaut.

Während Großbritannien schon 2001 das Klonen menschlicher Embryonen zu therapeutischen Zwecken legalisierte ...

… ist es in Deutschland strafbar. Vielleicht ist es aber auch bald ein überflüssiges Verfahren, ...

... denn schon vor einigen Jahren fand man eine Methode, aus Hautzellen Blutzellen herzustellen – ohne dafür Stammzellen zu benötigen.

Weltweite Einigkeit besteht in der strikten Ablehnung der Reproduktion von Menschen. Nichtsdestotrotz heizt ...

... das Thema die Fantasie an und ist ein beliebtes Filmthema. Ob in ...

... "The Sixth Day" mit Arnold Schwarzenegger oder ...

... in "Die Insel" von Michael Bay: In beiden Streifen wird das Klonen als Werk skrupelloser Geschäftemacher dargestellt.

Das Thema ist weiterhin brisant.

Dollys Schöpfer Ian Wilmut aber verkündete 2008 seinen Abschied vom Klonen. Er wollte sich lieber dem Zurückprogrammieren von Hautzellen widmen.

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