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Elefanten sind die größten auf dem Land lebenden Säugetiere der Erde.
Die so genannten Dickhäuter besitzen eine hohe Intelligenz und ein ausgeprägtes Sozialverhalten.
Sie leben in freier Natur in Herden, die aus Kühen und Kälbern bestehen und werden von einer erfahrenen Leitkuh angeführt.
In diesen festen, matriarchalischen Familienverbänden werden heranwachsende Bullen nur bis zu ihrer Geschlechtsreife geduldet.
Danach müssen sie die Herde verlassen und schlagen sich als Einzelgänger oder in kleinen Gemeinschaften mit zwei bis drei anderen Bullen durchs Leben.
Nur zur Paarung dürfen sich ausgewachsene Elefantenbullen den Elefantenkühen nähern.
Die Elefantendamen sind ganzjährig paarungsbereit und bei ihrer Partnersuche sehr wählerisch. Das macht die Nachzucht der Tiere in Zoos und Tierparks so schwierig.
Elefantenkühe sind ungefähr zwei Jahre trächtig. Ein Elefantbaby wiegt bei seiner Geburt mehr als 100 Kilogramm und ist bis zu einem Meter groß.
Elefantenbabys werden in den ersten zwei Lebensjahren ausschließlich mit Muttermilch ernährt.
Bei genügend Nahrungsangebot in der Wildnis kann eine gesunde Elefantenkuh im Zeitraum von rund 30 Jahren höchstens zehn Kälber gebären.
Ab ihrem 40. Lebensjahr wird die Elefantenkuh unfruchtbar. In der ihr verbleibenden Zeit, das können zwanzig Jahre sein, kümmert sie sich um verwandte Elefantenkälber und bekommt eine führende Rolle in der Herde.
Die Bindungen zwischen den weiblichen Elefanten innerhalb einer Herde sind sehr eng. Erwachsene Elefantenkühe helfen sich gegenseitig bei der Aufzucht und Pflege ihrer Jungen.
Ein verwaistes Junges wird von einer verwandten Tante adoptiert und wie alle anderen Jungtiere von der Herde beschützt.
Wird die Leitkuh getötet, kann das schwerwiegende Folgen für die gesamte Herde haben, da die Jungtiere nun nicht mehr alle lebensnotwendigen Verhaltensweisen von ihr lernen können.
Elefanten betrauern Tod oder Verlust eines Familienmitglieds sehr lange. Die Trauer kann sogar zur Trennung von der Herde führen und laut einer im Januar 2009 veröffentlichten Studie, bis zu 20 Jahre dauern.
Elefanten haben ein sagenhaftes Gedächtnis. Sie vergessen nichts und gelten im allgemeinen als sanftmütig.
Allerdings gibt es Ausnahmen. Bullen machen eine so genannte Musth durch. Das bedeutet, sie sind ungefähr einmal im Jahr, meistens im Winter, besonders aggressiv. Sie greifen dann sogar Elefantenkühe und Nashörner an.
Diese Aggression wird durch einen Testosteron-Schub ausgelöst und kann sogar mehrere Monate anhalten. In dieser Zeit sind Pfleger in Zoos besonders gefährdet.
Arbeitselefanten und Tiere in Zoos werden in dieser Zeit separiert, festgebunden und bekommen nur noch wenig Nahrung. Unter diesen Umständen endet die Musth nach zwei bis drei Tagen von selbst.
Elefanten sind seit Jahrtausenden auf der Erde und sind die einzigen noch lebenden Vertreter der Rüsseltiere.
Der Rüssel ist eine stark verlängerte Nase mit Nasenlöchern, die bei Elefanten äußerst feinfühlig ist.
Der Rüssel des Elefants ist knochenlos und besteht aus Muskelgewebe. Das macht ihn sehr beweglich und vielfältig einsetzbar.
Der Elefant atmet, riecht, greift und trinkt mit dem Rüssel.
Hält das Tier seinen Rüssel übers Wasser, so dient er ihm als Schnorchel.
Der Rüssel ist Saug- und Druckpumpe. Mit einem Zug kann ein Elefant acht bis zehn Liter Wasser aufnehmen. Am Tag trinkt ein ausgewachsenes Tier 70 bis 150 Liter Wasser.
In der Familie der Rüsseltiere finden sich drei Elefantenarten:...
... Afrikanische Elefanten, ...
... Asiatische Elefanten ...
... und Waldelefanten.
Die kleinen Waldelefanten, deren Schulterhöhe höchstens 2,40 Meter ist, wurden lange Zeit als Unterart des Afrikanischen Elefanten angesehen. Mit einer DNA-Analyse konnte bewiesen werden, dass es sich hierbei um eine eigenständige Elefantenart handelt.
Die noch kleineren Zwergelefanten dagegen sind bisher nicht als eigenständige Art anerkannt worden.
Es wird vermutet, dass es sich bei den kleinen Rüsseltieren um eine Unter- oder Kümmerart des Waldelefanten handelt.
Eine DNA-Analyse beim Zwergelefanten könnte die Arten-Frage lösen, steht aber immer noch aus.
Klar lassen sich Afrikanische und Asiatische Elefanten unterscheiden. Der Afrikanische Elefant ist insgesamt wesentlich größer und hat viel größere Ohren als der Asiatische Elefant.
Zudem haben beim Afrikanischen Elefanten sowohl die weiblichen als auch die männlichen Tiere große Stoßzähne. Beim Asiatischen Elefanten tragen nur die Bullen das kostbare Elfenbein.
Aus diesem Grund werden die Tiere bis heute gejagt. In Afrika sind die Elefantenpopulationen seit Anfang des 20. Jahrhunderts stark zurückgegangen.
Zwischen 1950 und 1980 wurden in den Savannen Ostafrikas mehr als 500.000 Elefanten geschossen.
Hauptsächlich wegen ihrer Stoßzähne. Aber auch das Fleisch, die Haut und die Haare der Tiere wurde in einigen Fällen von Wilderern weiterverarbeitet oder verkauft.
Elfenbein, das auch als Weißes Gold bezeichnet wird, wurde früher mit Gold aufgewogen. Meistens wurden Schmuckgegenstände daraus geschnitzt.
Um die Elefanten vor dem Aussterben zu retten, wurde der Elfenbeinhandel 1989 im Rahmen des Washingtoner Artenschutzübereinkommens verboten.
Trotzdem gibt es illegale Händler und Auktionen, denn die Nachfrage besonders aus Ostasien ist noch immer groß.
Die Jagd ist dennoch nicht das einzige Problem der Elefanten. Die Tiere, die im ausgewachsenem Zustand keine natürlichen Feinde haben, brauchen am Tag 200 bis 300 Kilogramm pflanzliche Nahrung.
Um diese gewaltige Masse zu sich zu nehmen, müssen Elefanten bis zu 16 Stunden am Tag fressen.
Damit alle Mitglieder einer Elefantenherde satt werden, sind die Dickhäuter quasi ständig unterwegs.
Hinter sich lassen sie eine kahlgefressene und oftmals auch plattgetretene Landschaft.
Elefanten können dementsprechend nur in Regionen leben, die genügend Futter, Wasser und Schatten für die Tiere bereithalten.
Von diesen gibt es nur noch sehr wenig auf der Welt. Ein großer Teil der Elefanten auf der Erde lebt in geschützten Reservaten (Verbreitungsgebiet des Afrikanischen Elefanten).
Der Mensch mit seinem erhöhten Anspruch auf Lebensraum ist der größte Konkurrent des Elefanten.
Dieses Verhalten schränkt den Radius der Tiere enorm ein.
Folgen sind Mangel an Nahrung, Krankheiten und soziale Störungen.
Um die Elefanten zu retten, müssen Menschen die Tiere schützen, damit es auch in Zukunft ein friedliches Miteinander geben kann. (Alle nicht gekennzeichneten Bilder: AP, dpa, wikipedia)
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