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Wächter mit geschärftem Blick : Europas neue Satelliten-Generation

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... schauen die Satelliten auf die Erde hinab - hier zum Beispiel auf die Ötztaler Alpen. Die Sentinels registrieren kleinste ... (Foto: Copernicus Sentinel data (2016), processed by ESA)

... schauen die Satelliten auf die Erde hinab - hier zum Beispiel auf die Ötztaler Alpen. Die Sentinels registrieren kleinste ...

Fünf Sentinels (englisch für "Wächter") sind jetzt im All. Aus 700 bis 800 Kilometern Höhe ...

... schauen die Satelliten auf die Erde hinab - hier zum Beispiel auf die Ötztaler Alpen. Die Sentinels registrieren kleinste ...

... Umweltveränderungen. Sie können den Schwund des Eises in der Antarktis und ...

... der Arktis dokumentieren, ...

... sie stellen Vulkanaktivität fest - etwa am Kilauea auf Big Island, Hawaii, ...

... sie sehen, wie sich Metropolen entwickeln, zum Beispiel Schanghai, ...

... sie messen Temperaturen über Land und über Wasser, halten fest, wie sich Dürren ausbreiten, wie Städte zu Hitzeinseln werden, und können auch Brände identifizieren, ...

... sie erkennen die Vegetation - so etwa auf den Feldern rund um Prag - und zeigen, wie gesund diese ist, und sie ...

... liefern wichtige Informationen für Katastrophenschutz und Krisenmanagement (hier Veränderungen durch das Erdbeben im August 2016 in Italien).

Seit dem Frühjahr 2014 werden die Sentinel-Satelliten, die von der ESA entwickelt und im Auftrag der EU betrieben werden, nach und nach auf Erdumlaufbahnen gebracht. Nach Sentinel-1A ...

... und 1B sowie ...

... Sentinel-3A und ...

... 2A startete Anfang März 2017 Sentinel-2B ins All. Die Sentinel-2-Satelliten wurden speziell für ...

... farbige und extrem scharfe Bilder gebaut. Hier hat Sentinel-2A das zentral-östliche Ägypten zwischen Nil und Rotem Meer im Visier. Die Flächen intensiver Landwirtschaft erscheinen in diesem Falschfarbenbild rot. Schattierungen zeigen dabei Unterschiede im Chlorophyll-Gehalt an. Die Kameras der Sentinel-2-Satelliten sind so hochauflösend, dass sich ...

... sogar einzelne Baumarten identifizieren lassen. (Hier ist unten rechts die Stadt Kourou in Französisch-Guayana zu sehen. Sie ist nur etwa 500 Kilometer vom Äquator entfernt.)

Auch Verunreinigungen in Seen und Küstengewässern entgehen ihnen nicht. (Hier ist das Ochotskische Meer zu sehen, ein Randmeer des Pazifiks im russischen Fernen Osten. Hellblaue Strukturen sind auf dem Meer treibendes Eis. Rechts im Bild sind die Berge beziehungsweise Vulkane auf der Halbinsel Kamtschatka.)

Die Sentinel-2-Satelliten sind zudem mit einem Multispektral-Instrument ausgestattet, sodass sie auch im Infrarot-Bereich sehen können (hier Seen in Norditalien). Damit sind ...

... zum Beispiel - wie hier im Central District Botswana - Messungen von Sedimenten und Chlorophyll in Flüssen und Talsperren möglich. Die Talsperre ist hier am unteren Bildrand erkennbar. Sie dient der Trinkwasserversorgung. Was rot ist, sind Gegenden mit starker Vegetation.

Die Datenmengen, die die Satelliten liefern, sind gigantisch. Mit Sentinel-2A und -2B wird die Erde alle fünf Tage einmal kartiert. Die Satelliten gehören zu Copernicus, dem größten europäischen Erdbeobachtungsprogramm. Es stellt alle Daten ...

... öffentlich im Internet zur Verfügung. Die Anwendungsmöglichkeiten sind zahlreich. Profitieren sollen vor allem ...

... Umweltschutz, Landwirtschaft und Stadtplanung. So lässt sich zum Beispiel mithilfe der Satelliten punktgenau herausfinden, wo Düngemittel eingesetzt werden müssen. Hier ist Sevilla mit dem Fluss Guadalquivir zu sehen. Er macht das Tal so fruchtbar, dass es dort eine Fülle an Feldern gibt.

In San Francisco lässt sich mit den Sentinels die Bodenbewegung beobachten. Vieles ist im grünen Bereich, aber gelbe, orangefarbene und rote Stellen markieren absinkenden und sackenden Boden.

Auch der Hauptbahnhof in Oslo sinkt - 10 bis 15 Millimeter jährlich in Blickrichtung des Satelliten. Auf die Vertikale übertragen sind das 12 bis 18 Millimeter im Jahr. Das neue Opernhaus aber, die weiße Struktur am Wasser, hat sich erkennbar nicht bewegt.

Das ist Lake Success in Kalifornien. Das Bild wurde aus zwei Aufnahmen des Sentinel-1-Satelliten, die etwa sechs Wochen auseinanderlagen, zusammengesetzt. Rote Flächen zeigen Reservoire an, deren Wasserstand in dieser Zeit gestiegen ist. Auch Pflanzenwachstum und Ernten sind für Profis erkennbar.

Hier ein Blick auf die Schweiz: Im Süden sind die Alpen zu sehen, zum Teil schneebedeckt. Die Seen zeigen sich in unterschiedlichem Blau. Das liegt zum einen am Algenwachstum, das nicht überall gleich stark ist, zum anderen an fein gemahlenem Gestein, das aus den Bergen hineinfließt.

Das ist die Algenblüte in der Barentssee und ...

... dies der Siljan-Ring in Schweden. Er entstand vor 400 Millionen Jahren nach einem Meteoriteneinschlag. Das Blau am rechten Bildrand ist frischer Schnee.

Das sind Augsburg und München. Der Englische Garten im Münchner Norden ist dunkel zu sehen, ebenso wie Ammersee und Starnberger See im Südwesten. Wiesen und Wälder schimmern in verschiedenen Rot-, Blau- und Grüntönen.

Bis 2021 sollen noch acht weitere Sentinel-Satelliten in den Orbit starten. Sie liefern auch Daten zu Luftqualität, Wetter und Ozon. Sentinel-6, hier im Bild, wird das Höhenprofil der Ozeane beobachten. Mit den Senitnel-Satelliten ist Copernicus das weltweit umfassendste und leistungsfähigste zivile Erdbeobachtungssystem aus dem All. (asc)

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