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Science Fiction wird zur Realität: Filme, die die Zukunft richtig vorhersagten

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Ins Kino gehen Menschen meist, um sich in Traumwelten entführen zu lassen. Ein beliebtes Genre sind Science-Fiction-Filme. Doch die Zukunft, die sie zeigen, hat oft nur wenig mit dem zu tun, was am Ende auch eintritt. Das kann in manchen Fällen ... (Foto: imago/UPI Photo)

Ins Kino gehen Menschen meist, um sich in Traumwelten entführen zu lassen. Ein beliebtes Genre sind Science-Fiction-Filme. Doch die Zukunft, die sie zeigen, hat oft nur wenig mit dem zu tun, was am Ende auch eintritt. Das kann in manchen Fällen ...

Ins Kino gehen Menschen meist, um sich in Traumwelten entführen zu lassen. Ein beliebtes Genre sind Science-Fiction-Filme. Doch die Zukunft, die sie zeigen, hat oft nur wenig mit dem zu tun, was am Ende auch eintritt. Das kann in manchen Fällen ...

... gut sein, wie etwa das Beispiel "Terminator 2 - Tag der Abrechnung" zeigt. In diesem Film aus dem Jahr 1991 wird das Ende der Welt für 1997 vorhergesagt - atomare Apokalypse und eine Terror-Herrschaft der Maschinen inklusive. Aber es kann auch ...

... bedauerlich sein: Wer würde nicht gerne wie Marty McFly in "Zurück in die Zukunft II" (1989) mit einem Hoverboard durch die Gegend düsen!? Schließlich soll es diese Fortbewegungsmittel laut Film im Jahr 2015 geben. Weit gefehlt. Andere Filmemacher lagen mit ihren Vorhersagen für die Zukunft aber verblüffend richtig. Hier eine Auswahl:

"Metropolis" (1927) - richtige Vorhersage: Androiden. Die Filme des deutschen Regisseurs Fritz Lang genossen in den 1920er-Jahren Weltruhm - wohl auch wegen ihrer visionären Inhalte. Dazu gehört der humanoide Roboter "Maschinenmensch", eine der ersten filmischen Darstellungen eines Androiden, ein dem Menschen zum Verwechseln ähnlicher Roboter. Heute ...

... gibt es bereits viele humanoide Roboter verschiedener Hersteller. Auch wenn sie noch lange nicht so perfekt sind wie der "Maschinenmensch" und oft noch recht tapsig wirken. Näher am menschlichen Original sind ...

... zumindest von Aussehen und Mimik her bewusst auf Imitation getrimmte Androiden wie "ChihiraAico" von der japanischen Firma Toshiba. Dieser wird als Service-Roboter für Kunden in einem Kaufhaus in Tokio eingesetzt.

"Frau im Mond" (1929) - richtige Vorhersage: bemannte Raumfahrt mit Raketen. Ein weiteres Mal schuf Regisseur Fritz Lang eine realistische Darstellung von etwas, was erst 40 Jahre später in die Tat umgesetzt wurde. In dem Stummfilm "Frau im Mond" fliegt eine Crew mit einer Rakete zu unserem Trabanten, fast genau so ...

... wie Neil Armstrong und Buzz Aldrin es mit Apollo 11 im Jahr 1969 machten. Zwar gibt es mit dem Film "Die Reise zum Mond" aus dem Jahr 1902 bereits eine frühere Verarbeitung einer Mondreise. Die Version von Fritz Lang aber lag deutlich näher an der später tatsächlich umgesetzten Technik.

"2001: Odyssee im Weltraum" (1968) - richtige Vorhersage: Tabletcomputer. Hier zeigt sich erneut der Erfindergeist von Filmemachern. Ebenso visionär wie Apple-Guru Steve Jobs war Stanley Kubrick, Autor und Regisseur des Weltraum-Klassikers "Odyssee im Weltraum". Bereits 40 Jahr vor Erfindung des iPads kommt in seinem Film eine Art Tabletcomputer (unterer Bildrand) vor. Es dauert danach ...

... mehr als 40 Jahre, bis Steve Jobs der Welt das erste iPad präsentierte. Das war im Jahr 2010. Seitdem haben viele andere Firmen das Produkt nachgeahmt, das heute aus vielen Haushalten und im Geschäftsleben gar nicht mehr wegzudenken ist.

"Raumschiff Enterprise" (1966-1969) - richtige Vorhersage: Mobiltelefon. Gut, es handelt sich hierbei nicht um einen einzigen Kinofilm, sondern eine Fernsehserie. Dennoch sollte sie erwähnt werden: Denn ihre Macher setzten Ende der 1960er-Jahre Maßstäbe, was das Vorhersehen von Erfindungen angeht. Das berühmteste Beispiel ist ...

... dieses Gerät, das ein bisschen aussieht wie eine Mischung aus Rasierapparat und Taschenradio. Es handelt sich um einen "Kommunikator", der bereits Ende der 1960er-Jahre ...

... die heute allgegenwärtige drahtlose Telefonie zwischen Menschen vorwegnahm: das Handy. Die kleinen Geräte sehen nicht nur aus wie die Vorläufer des Mobiltelefons, sondern waren laut ...

... dem Erfinder des Handys - Martin Cooper aus den USA - für ihn eine direkte Inspirationsquelle. Allerdings benötigte Cooper bis 1973 noch etwas Zeit, bis er seinen ersten Mobilfunk-Anruf machen konnte. Aber nicht nur das Mobiltelefon, auch viele andere Technologien hatten die "Star Trek"-Macher vorhergesagt. So etwa auch ...

... den 3D-Drucker, der erstmals in der Nachfolgeserie "Raumschiff Enterprise – Das nächste Jahrhundert" Ende der 1980er-Jahre als "Replikator" auftauchte. Dort stellte das Gerät an Bord des Raumschiffs Enterprise aber vor allem Nahrung und Getränke her. Auch die ...

... Smartwatch war zuvor bereits in den ersten beiden "Star Trek"-Kinofilmen zu sehen. Im Prinzip war es eine Abwandlung des "Kommunikators", die um das Handgelenk getragen wurde.

"Nummer 5 lebt!" (1986) - richtige Vorhersage: militärische Kampfroboter. Wer sich noch grob an den Film erinnert, wird sich verwundert fragen: Was bitte hat der sympathische Roboter-Hauptdarsteller "Nummer 5" mit dem Militär zu tun? Aber tatsächlich handelt es sich um einen ...

... Militärroboter, der sich selbstständig macht und nach einem Blitzschlag sein eigenes Ich entdeckt. Visionär ist der Film deshalb, da er vorhersagte, was ...

... heute traurige Realität ist. Mittlerweile entwickeln bereits einige Firmen und Staaten einsatzfähige Kampfroboter auf Rädern. Hier zu sehen die russische Variante: ein "Platform-M" Kampfroboter, ausgestattet mit Granatwerfern und Maschinenpistole.

"Total Recall" (1990) - richtige Vorhersage: selbstfahrende Autos. Ein Feuerwerk der Erfindungen ist dieser Streifen von Regisseur Paul Verhoeven, die meisten sind jedoch noch nicht umgesetzt. Eine Idee, die bereits Realität geworden ist, ...

... ist ein Automobil, das ohne menschlichen Fahrer auskommt (Mitte). Noch sind diese zwar nicht wie im Film für den Alltagsverkehr zugelassen, aber ...

... das dürfte wohl nur eine Frage der Zeit sein. Hier zu sehen ein selbstfahrendes Auto mit Technik von Google. Bereits vorher tauchen selbstfahrende Autos in Filmen auf, da aber nur als Sonderanfertigungen für den (Super-)Helden: so etwa in Batman (1989) und der Fernsehserie "Knight Rider" (1982 bis 1986). Andere Erfindungen aus ...

... "Total Recall" sind noch nicht realisiert - und sollten es vielleicht besser auch nie werden. Dazu gehört zum Beispiel die Maschine, die den Menschen künstliche Erinnerungen implantieren kann.

"Minority Report" (2002) - richtige Vorhersage: mit Gesten steuerbare Bildschirme. Auch dieser Film wartet mit vielen zukunftsweisenden Ideen auf - auch hier ist eine Weiterentwicklung des selbstfahrenden Autos zu sehen. Aber wirklich stilbildend ist die Einführung ...

... einer Benutzerschnittstelle, die einen Computer mit Gesten steuerbar macht. Denn nur wenige Jahre später wurde genau das auf dem Massenmarkt eingeführt. Und zwar mit dem ...

... allerersten iPhone im Jahr 2007, hier präsentiert von dem inzwischen verstorbenen Visionär Steve Jobs. Vor allem die Wischbewegung wurde seitdem zum alltäglichen Ritual für Milliarden Menschen. Aber auch die Variante mit den Bewegungen in der Luft ...

... wurde schließlich 2010 von Microsoft mit dem System Kinect auf den Markt gebracht. Hierbei können die Benutzer eine Videospiel alleine mit ihren Körperbewegungen steuern. Die dem Film derzeit am nächsten kommenden Umsetzungen ...

... sind die sogenannte Air-Touch-Technologie, welche 2013 vom taiwanesischen Forschungszentrum ITRI entwickelt wurde und ...

... die im Januar 2015 vorgestellte HoloLens von Microsoft, die 3D-Projektionen innerhalb eines Raumes ermöglicht und ebenfalls mit Gesten steuerbar ist. Allerdings steht die Markteinführung noch aus.

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