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Die Gründe dafür sind noch unklar. Experten gehen davon aus, dass ein Pilz im Zusammenhang mit Umweltgiften für den Tod der Tiere verantwortlich ist.
Das so genannte Weiß-Nasen-Syndrom ist glücklicherweise noch nicht in Deutschland angekommen.
Alle hier lebenden 24 Fledermausarten stehen bereits auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Arten. Eine Epidemie wie in den USA könnte einige Arten vollständig und für immer verschwinden lassen.
Fledermäuse gelten als unheimliche Wesen und haben in unserem Kulturkreis kein gutes Image.
Obwohl wir Menschen so gut wie keine Berührungspunkte mit ihnen haben, werden sie oft als ekelig und abstoßend bezeichnet.
Das scheint jedoch nicht nur an ihrem Aussehen, sondern auch an ihren Lebensgewohnheiten zu liegen. Schauergeschichten bestärken die Vorurteile der Menschen.
Den Flattertieren werden unter anderem blutsaugende Gemeinheiten nachgesagt. Tatsächlich gehören nur drei Arten zu den so genannten Vampirfledermäusen. Sie leben hauptsächlich in Südamerika.
Vampirfledermäuse sind die einzigen Säugetiere, die sich vom Blut anderer Säugetiere ernähren.
Der "Gemeine Vampir" bevorzugt Rinder. Die Tiere lecken zuerst die Haut ihres Opfers ab, entfernen so die Haare, betäuben gleichzeitig die Stelle ...
... in die sie mit ihren scharfen Eckzähnen beißen und lecken dann das Blut ab. Ein Blutgerinnungshemmer im Speichel der Tiere sorgt dafür, dass das Blut beim Trinken flüssig bleibt.
Weltweit gibt es rund 1000 verschiedene Fledermausarten. Damit sind die Fledermäuse nach den Nagetieren die artenreichste Säugetiergruppe.
Fledermäuse sind weder mit Mäusen noch mit Vögeln verwandt. Sie gehören zur Ordnung der Fledertiere, die sich wiederum in Flughunde und Fledermäuse unterteilt.
Fledermäuse sind nachtaktive Tiere. Sie jagen im Flug und können dabei Geschwindigkeiten von bis zu 50 Kilometern pro Stunde erreichen.
Bei der Jagd stoßen die Tiere Geräusche im Ultraschallbereich aus und können durch Echoortung ihre Beute oder Hindernisse erkennen.
Am Tag hängen die Tiere schlafend kopfüber an Höhlen- oder Gebäudedecken. In der Höhe sind sie sicher vor Feinden.
Sie können auch in Dachstühlen, hinter Fensterläden, in Baumhöhlen oder ähnlichen Ritzen und Spalten leben. Fledermäuse, die Winterschlaf halten, brauchen besonders ruhige Verstecke.
Das besondere an Fledertieren ist die Flughaut, die sich von den Fingerknochen über die hinteren Gliedmaßen bis zum Schwanz zieht.
Während des Flugs entsteht die typische Fledermaus-Silhouette.
Die Tiere haben Daumen mit Krallen. Diese befähigen sie, lange Zeit ohne jeglichen Kraftaufwand kopfüber zu hängen.
Die Kralle ist so gekrümmt und mit einer Sehne verbunden, dass selbst tote Tiere nicht herunterfallen.
Fledermäuse können je nach Art zwischen 2 und 200 Gramm schwer werden.
Alle Arten haben Fell und bringen lebende Junge zur Welt, die sie mit Muttermilch aufziehen. Sie sind die einzigen fliegenden Säugetiere auf der Welt.
Fledermäuse ernähren sich - im Gegensatz zu Flughunden - hauptsächlich von Insekten, Faltern, Mücken und Käfern. Die Beute wird per Echolot geortet und im Flug gefangen.
Spinnen, Würmer und sogar kleine Frösche sowie Mäuse können ebenfalls auf dem Speiseplan stehen.
Eine Fledermaus kann in einer Nacht bis zu 600 Mücken vertilgen. Sie ist damit ein natürlicher Insektenvernichter mit Höchstleistung.
Der größte Feind der Fledermaus ist der Mensch mit seinen Bedürfnissen. Durch Sanierungen von Altbauten,...
... Brückenbau in Naturschutzgebieten,...
...oder den Bau von Windrädern zerstört er maßgeblich den Lebensraum der bedrohten Tiere.
Auch Eigenheimbesitzer wollen die ungeliebten Untermieter aus Angst vor Krankheiten oder Dreck schnell wieder loswerden.
Die Tiere, die in hochsozialen Gemeinschaften zusammenleben, brauchen menschliche Hilfe, um zu überleben. Aufklärung ist ein erster Schritt. (Alle Bilder: AP, dpa, Reuters, wikipedia)
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