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Sie werden im Namen der Wissenschaft gequält und geschunden, ...
... aufgeschnitten ...
... geklont, ... (Klonschaf Dolly)
... mit Medikamenten abgefüllt, ...
... genetisch verändert, ...
... drogenabhängig, ...
... krank gemacht ...
... körperlich entstellt, ...
... oder sogar ins All geschossen.
Zwölf Millionen Versuchstiere starben nach Angaben des Internationalen Bundes der Tierversuchsgegner 2005 in Laboren der EU-Länder.
Rund 2,5 Millionen kamen laut PETA 2006 in deutschen Laboren um. Das sind rund 6900 Tiere pro Tag, Tendenz steigend.
85 Prozent der Versuchstiere sind Nager. Vor allem Ratten und Mäuse werden gern für Tierversuche benutzt.
Aber auch Hamster, Kaninchen, ...
Die großangelegte Tiervernichtung soll auf den jeweiligen Bauernhöfen erfolgen.
... Hähne, Hühner, Tauben, ...
... Wirbellose und Primaten werden zu Tierversuchen benutzt.
Die große Mehrheit der Tiere wird extra für Versuche gezüchtet.
Um die Bevölkerung für die Not dieser Tiere zu sensibilisieren, wird seit 1979 am 24. April der Welttag des Versuchstieres begangen.
2007 wurde der Tag in "Internationaler Tag zur Abschaffung der Tierversuche" umbenannt.
Die Tierschützer wollen mit der Umbenennung nicht nur passiv an die Tiere erinnern, sondern eine aktive, zielorientierte Haltung einnehmen.
Das Datum geht auf den Geburtstag von Lord Hugh Dowding (1882-1970) zurück. Das Mitglied des britischen Oberhauses engagierte sich zusammen mit seiner Frau für Tierschutz und gegen Vivisektionen.
Eine Vivisektion ist ein nichttherapeutischer Eingriff am lebenden Körper.
Der Nutzen aus Tierversuchen für den Menschen ist umstritten. Tierversuchsbefürworter gehen von einer unabdingbaren Notwendigkeit der Tierversuche aus.
Ohne Tierversuche ist demnach eine Entwicklung in Medizin, Landwirtschaft oder Kosmetikindustrie nicht möglich.
Tierschützer bezeichnen dieses Argument als einen Mythos, der sich nicht auf Fakten, sondern auf traditionelles Denken und Glaubenssätze stützt.
Zudem, so die Tierschützer, ist das tierexperimentelle System verbunden mit gesellschaftlicher Anerkennung und wirtschaftlichen Aspekten.
Die Firma Charles River Breeding Laboratories aus den USA hat sich auf die Nachzucht von Versuchstieren spezialisiert und stellt 40 bis 50 Prozent aller im Land benötigten Tiere zur Verfügung.
In Deutschland werden die Qualen der Tiere von mit dem Problem konfrontierten Forschenden mit dem im Grundgesetz verankerten Recht auf Freiheit von Forschung und Lehre vom Tisch gewischt.
Das Tierschutzgesetzt tritt hinter diesem Gesetz zurück. Tierversuche beispielsweise vor Medikamenteneinführungen sind in Deutschland sogar gesetzlich vorgeschrieben.
80 Prozent aller Tierversuche müssen deshalb den Behörden auch nur angezeigt werden. Lediglich 20 Prozent unterliegen einer Genehmigungspflicht.
Tierschützer versuchen mit verschiedenen Aktionen, sowohl die Politiker als auch Wissenschaftler und Endverbraucher zu erreichen,...
... um die Menschen über die Grausamkeit der Tierversuche aufzuklären und so die Zahl der Tierversuche zu senken.
Zudem werden große Anstrengungen unternommen, um wissenschaftliche Beweise für die Sinnlosigkeit von Tierversuchen zu publizieren.
Als Argumente werden stets die physiognomischen Unterschiede zwischen Mensch und Tier ...
... und die daraus entstehenden sinnlosen Qualen der Tiere herangeführt.
Zahlreiche Medikamente sind "erfolgreich" in Tierversuchen getestet worden und hatten bei Menschen zu gravierenden Nebenwirkungen, sogar bis zum Tod geführt. Das Schlafmittel Contergan beispielsweise, das Fötusmissbildungen verursachte, gehörte dazu.
Zu Tierversuchen gibt es zahlreiche Alternativmethoden, die vom Ärztekommitee für verantwortungsbewusste Medizin (PCRM) als effizienter, billiger und genauer eingeschätzt werden.
Tierversuchslabore sind meist hoch gesicherte Einrichtungen, die aus gutem Grund die Presse meiden. Der Schutz der Forschungsergebnisse wird fast immer als Grund dafür angegeben.
Tierschützer versuchen "undercover" in Tierversuchslabore zu kommen, um Beweismaterial für die Qualen der Tiere zu sichern.
Mit der Veröffentlichung des Materials beginnt zumeist ein jahrelanger Rechtsstreit zwischen den Parteien, bei denen die finanzstarken Labore oftmals am längeren Hebel sitzen.
Auch die Landwirtschaft setzt auf Tierversuche, um Schweine, Kühe und andere Nutztiere noch "fleischiger" zu machen.
Normalerweise werden Tiere, die nicht schon während eines Versuches sterben, getötet. Dafür werden sogar Tierguillotinen von der Vivisektions-Industrie angeboten.
Um das zu verhindern, gibt es Tierschutzprojekte, deren erklärtes Ziel es ist, "aussortierten" Tieren ein lebenswertes Leben nach dem Labor zu verschaffen.
Aus Schmerz, Verzweiflung und Resignation im Labor...
... kann so ein erfülltes und artgerechtes Leben werden. (Hinweis: Nicht alle abgebildeten Tiere sind Versuchstiere / Text: J. Köhler / Alle nicht bezeichneten Bilder: AP, dpa, pixelio)
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