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Freitag, 24. April 2015

Das legendäre Teleskop wird 25: "Hubble" zeigt die Farbenpracht des Alls

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Der berühmte Orionnebel: So scharf wie das Weltraumteleskop "Hubble" hat ihn noch kein anderes astronomisches Gerät gezeigt. Bis zu 3000 Sterne verschiedener Größe können die Wissenschaftler auf den einzelnen Bildern entdecken. Viele junge Sterne des Orionnebels sind in Staub- und Gaswolken gehüllt, stellen sie fest. (Foto: picture-alliance/ dpa/dpaweb)

Der berühmte Orionnebel: So scharf wie das Weltraumteleskop "Hubble" hat ihn noch kein anderes astronomisches Gerät gezeigt. Bis zu 3000 Sterne verschiedener Größe können die Wissenschaftler auf den einzelnen Bildern entdecken. Viele junge Sterne des Orionnebels sind in Staub- und Gaswolken gehüllt, stellen sie fest.

Der berühmte Orionnebel: So scharf wie das Weltraumteleskop "Hubble" hat ihn noch kein anderes astronomisches Gerät gezeigt. Bis zu 3000 Sterne verschiedener Größe können die Wissenschaftler auf den einzelnen Bildern entdecken. Viele junge Sterne des Orionnebels sind in Staub- und Gaswolken gehüllt, stellen sie fest.

Faszinierende, farbenprächtige Aufnahmen aus dem Universum - so kennen wir "Hubble".

Das Weltraumteleskop präsentierte den Pferdekopfnebel in neuem Licht. Die Infrarotaufnahme enthüllt den Astronomen feine Strukturen, die für gewöhnlich hinter Staub verborgen sind. In etwa fünf Millionen Jahren, so die Schätzung der Wissenschaftler, wird sich der Pferdekopf aufgelöst haben.

Hier ist die Kollision zweier Galaxien zu sehen. Millionen Sterne werden dabei geboren. Die unvorstellbaren Vorgänge in den Tiefen des Kosmos bringt "Hubble" den Menschen in fantastischen Bildern näher. Die begeistern auch die Astrophysiker. Denn was für Laien einfach wunderbar bunt ist, ...

... verrät der Fachwelt etwas über die Zusammensetzung von Gasen und die Eigenschaften von Sternen. Die Farbbilder enthalten eine Menge Physik. (hier: Sternen-Nebel N44C)

Hoch über der störenden, unruhigen Lufthülle der Erde hat "Hubble" einen freien Blick in die Tiefen des Alls. (hier: Sombrero-Galaxie)

Fernab der Erdatmosphäre kann das Superteleskop die ultravioletten und infraroten Wellenlängen beobachten, die sonst unsichtbar bleiben, weil die Atmosphäre sie verschluckt. (hier: Emissionsnebel NGC 3603)

"'Hubble' hat ganz neue Bereiche der Astronomie eröffnet", schwärmt der europäische Chefkoordinator für das Weltraumteleskop, Robert Fosbury. (hier: Schmetterlingsnebel)

So wurde es zum Beispiel erst mit "Hubble" möglich, einzelne Sterne in anderen Galaxien zu erkennen. (hier: Galaxie M83)

Und erst mit "Hubble" begann die Erforschung extrasolarer Planeten. Die hatte noch niemand entdeckt, als das Weltraumteleskop startete.

Das war vor 25 Jahren, am 24. April 1990. An Bord der Raumfähre "Discovery" wurde "Hubble" ins All geschossen und einen Tag später im Orbit ausgesetzt.

Seither kreist "Hubble" in 575 Kilometern Höhe um die Erde. Für eine Umrundung braucht das Weltraumteleskop 96 Minuten. Es ist mit einer Geschwindigkeit von 28.000 Kilometern in der Stunde unterwegs.

"Hubble" ist in etwa so groß und so schwer wie ein Bus. Monat für Monat funkt das Weltraumteleskop ...

... 80 Gigabyte Beobachtungsdaten zur Erde. Das entspricht 80 großen Enzyklopädien. Mehr als eine Million Beobachtungen gehen inzwischen auf das Konto von "Hubble". (hier: Katzenaugennebel)

"Hubble" hat geholfen, die Geburt von Sternen und Planeten aufzuklären (hier: Sternhaufen NGC 602), ...

... die mysteriöse dunkle Materie zu untersuchen, die das Universum zusammenhält, und ...

... das Alter des Universums auf rund 13,7 Milliarden Jahre zu bestimmen.

Mithilfe von "Hubble" war es möglich, die vermutlich ältesten Galaxien des Universums aufzuspüren. Sie entstanden schon einige hundert Millionen Jahre nach dem Urknall. Damit hat "Hubble" den Kosmos ...

... nicht nur bunter gemacht, sondern auch ...

... größer. "Als 'Hubble' gestartet wurde, lagen die fernsten Objekte, die wir sehen konnten, auf vielleicht halbem Weg zum Ursprung des Universums", erzählt Fosbury.

Dabei konnte "Hubble" nicht von Anfang an so scharf gucken. (Affenkopfnebel im Sternbild Orion)

In den ersten Jahren lieferte das Superteleskop nur verschwommene Bilder. Es hatte einen Sehfehler. Schuld war der 2,40 Meter große Hauptspiegel des Weltraumteleskops. Er war leicht falsch geschliffen.

In einem schwierigen Außeneinsatz bekam "Hubble" 1999 eine Brille. Es wurde eine Korrekturoptik eingebaut.

Vier weitere Verjüngungskuren folgten. Fehlerhafte Systeme wurden ausgetauscht und alte Technik erneuert.

Die letzte Rundumerneuerung fand 2009 statt. Bei der einwöchigen Wartung ...

... wurde "Hubble" auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Damit war das Weltraumteleskop ...

... das Glanzstück im All. (Tarantelnebel)

Von fünf bis zehn weiteren Arbeitsjahren ging man 2009 aus. Nun sind sechs rum und ...

... "Hubble" begeistert noch immer. Dieses "Happy Face" schickte er im Februar 2015 zur Erde. (Die zwei Augen sind zwei sehr helle Galaxien. Darum herum formt sich ein sogenannter Einstein-Ring.)

"Hubbles" Nachfolger, das Weltraumteleskop "James Webb", befindet sich noch im Bau. 2018 könnte es starten.

Bis dahin dürfte "Hubble" noch munter im Einsatz sein. Spätestens 2024 aber ...

... ist es dann vorbei mit den "Hubble"-Highlights, denn das Superteleskop sinkt auf seiner Umlaufbahn. Langsam, aber stetig.

So wird es voraussichtlich 2024 in die Erdatmosphäre eintreten und verglühen. Dann dürfen wir gespannt sein auf die Bilder von ...

... "James Webb". Das Infrarotteleskop tritt ein großes Erbe an. (asc)

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