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Nahrhaft und klimafreundlich: Insekten, die man essen kann

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Was in westlichen Kulturen weitgehend als Nahrungstabu gilt, ... (Foto: REUTERS)

Was in westlichen Kulturen weitgehend als Nahrungstabu gilt, ...

Was in westlichen Kulturen weitgehend als Nahrungstabu gilt, ...

... ist für rund zwei Milliarden Menschen auf der Welt ein durchaus üblicher Bestandteil des Speiseplans. Ob ...

... Käfer, ...

... Heuschrecken, ...

... Raupen, ...

... Termiten, ...

... Wanzen oder ...

... Würmer: Viele Insekten ...

... kann man essen. Die Weltgesundheitsorganisation FAO spricht von rund 1900 Arten, die ...

... auf verschiedene Art und Weise ...

... zubereitet werden können. Neben Mehlwurm-Quiche - hier in den Niederlanden serviert - gibt es zum Beispiel ...

... das auf Ameisenlarven basierende Gericht "Escamoles" in Mexiko, ...

... frittierte Ameisen in Peru, ...

... getrocknete Raupen in Kinshasa und ...

... frittierte Riesenwanzen in Thailand. Die FAO empfiehlt ...

... die Entomophagie - den Verzehr von Insekten durch den Menschen. Denn die Tierchen sind eine hochwertige Nahrungsquelle. Sie liefern insbesondere ...

... hochwertige Proteine. 100 Gramm Mehlwürmer (die hier in Fleischbällchen eingearbeitet werden) enthalten genauso viel Eiweiß wie 100 Gramm Rindfleisch. Auch ungesättigte Fettsäuren haben ...

... Insekten reichlich zu bieten. In 100 Gramm Mehlwurm (hier als Pralinen) sind 9 Gramm Omega-6-Fettsäuren. In 100 Gramm Lachs hingegen - das zum Vergleich - sind davon nur 0,4 Gramm.

Das Risiko, dass Insekten beim Verzehr Krankheiten oder Parasiten übertragen, hält die FAO für gering. Bislang seien ...

... solche Fälle nicht bekannt. Allerdings muss das noch erforscht werden, wenn es irgendwann darum geht, ...

... essbare Insekten im industriellen Maßstab zu züchten und zuzubereiten. Bislang gibt es nur vereinzelte, kleine Fabriken. Üblicherweise kommt ...

... allein das auf den Markt, was sich in der ...

... Natur fangen lässt. Wie eine ...

... hygienische Massenproduktion gewährleistet werden könnte, muss ebenso wissenschaftlich untersucht werden wie ...

... Maßnahmen für eine längere Lagerfähigkeit oder ...

... auch die Ökobilanzen der unterschiedlichen Arten. Man geht davon aus, dass ...

... Insekten klimafreundlichere Eiweißlieferanten sind als Rinder und Schweine. Letztere produzieren 10 bis 100 Mal mehr ...

... Treibhausgase pro Kilogramm Körpermasse als etwa Mehlwürmer. Ein weiterer Vorteil laut FAO: ...

... Insekten könnten auf Bio-Abfällen kultiviert werden. Weil sie Kaltblüter sind, können sie zudem ...

... viel effizienter als Rind und Schwein Futter in Körpermasse umwandeln. Aus zwei Kilogramm Futter wird im Schnitt ein Kilogramm Insektenmasse. Rinder hingegen brauchen für ein Kilo Körpermasse acht Kilo Futter. Auch haben Insekten einen ...

... geringeren Wasserbedarf als die konventionelle Tierhaltung. Allerdings kann die Insektenproduktion preislich bislang nicht mit der Rindfleischzucht konkurrieren. In Deutschland, das ...

... weder mit hohen Temperaturen noch mit hoher Luftfeuchtigkeit aufwarten kann, sind Speise-Insekten so teuer, dass sie als Delikatesse durchgehen. Auch sind sie hierzulande und ...

... überhaupt in der ganzen Europäischen Union noch gar nicht als Lebensmittel zugelassen. Doch das könnte sich irgendwann ändern. Die FAO geht davon aus, ...

... dass Ekelgefühle dann sehr schnell ...

... keine Rolle mehr spielen. An den rohen Fisch im Sushi habe man sich schließlich auch in kurzer Zeit gewöhnt, gibt die Organisation zu bedenken. Wer einmal ...

... Heuschrecken probieren möchte, sollte ...

... aber eines wissen: Ohne Beine und Flügel munden sie besser. Denn an den Beinen sind kleine Widerhaken und die Flügel sind zäh und kleben gern am Gaumen fest. Entfernt man diese Körperteile aber, ...

... sollen Heuschrecken gut genießbar sein. Es kommt immer auf die Zubereitung an. In ...

... Japan zum Beispiel gibt es Insekten auch als süßen Snack: karamellisiert. In Mexiko werden sie mitunter in Schokolade getaucht. So finden Insekten möglicherweise auch in ...

... Europa irgendwann viele Anhänger - als proteinreiche Abwechslung auf dem Speiseplan. (asc)

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