Grönland ist die größte Insel der Welt. Mit einer Fläche von 2,2 Millionen Quadratkilometern ist es sechs Mal so groß wie Deutschland bzw. - anders ausgedrückt - größer als Deutschland, Frankreich, Spanien, Schweden und Großbritannien zusammen.Bild 1 von 31 Dicht besiedelt ist es nicht. Nur 60.000 Menschen leben auf der Insel. Die meisten von ihnen sind in Grönland geboren. Neben Grönländisch sprechen die Inuit vorwiegend Dänisch.Bild 2 von 31 Denn Grönland - im Bild die Landesflagge - gehört zu Dänemark. Innenpolitisch ist es aber komplett unabhängig.Bild 3 von 31 Die Hauptstadt Grönlands ist Nuuk. Sie zählt rund 14.500 Einwohner.Bild 4 von 31 Haupterwerbszweig ist der Fischfang.Bild 5 von 31 Daneben ist Nuuk inzwischen auch ein exotisches Reiseziel für Touristen, die per Flugzeug, auf Kreuzfahrten oder ganz individuell anreisen. In Nuuk wird es im Sommer rund 7°C warm, im Winter ist es im Schnitt -7°C kalt.Bild 6 von 31 Das am Polarkreis gelegene Kangerlussuaq, im Bild die Innenstadt (!), ist im Sommer mit mittleren Temperaturen um +11°C der wärmste Ort Grönlands. Im Winter wird es dort bis zu -22°C kalt.Bild 7 von 31 Da fühlen sich auch die Moschusochsen wohl. Sie sind die zweitgrößten Landsäuger Grönlands. 40 Prozent aller auf der Erde lebenden Moschusochsen sind in Grönland beheimatet.Bild 8 von 31 Bekanntester Vertreter der grönländischen Tierwelt ist der Eisbär.Bild 9 von 31 Die Nordküste Grönlands ist nur 710 Kilometer vom Nordpol entfernt.Bild 10 von 31 Grönland ist zum größten Teil mit Eis bedeckt.Bild 11 von 31 Die Schicht ist 3000 Meter dick. Die Temperatur auf dem Inlandeis hat ein absolutes Minimum von -70°C, im Sommer kommt sie bis an 0 °C heran.Bild 12 von 31 Nur 15,7 Prozent der Inselfläche sind eisfrei. Das sind die Küstenstreifen - an der Westküste bis 150 Kilometer breit - und alle vorgelagerten Inseln.Bild 13 von 31 Aus klimatischen Gründen liegen die meisten Städte und Siedlungen im westlichen Küstenstreifen. Dort friert das Meer dank des Golfstroms im Winter nicht zu (im Bild die Kirche von Sisimiut, davor ein Portal aus Walknochen).Bild 14 von 31 Grönland bietet einzigartige Naturschauspiele, ...Bild 15 von 31 ... von faszinierenden Eislandschaften bis hin zu ...Bild 16 von 31 ... romantischen Sonnenuntergängen. Doch das war nicht - oder zumindest nicht nur - der Grund für Merkels Reise. Grönland ist eine der Regionen, in denen die Erwärmung der Erde bereits deutliche Auswirkungen zeigt: ...Bild 17 von 31 Die Eismassen schmelzen, und das schneller als in den Vorjahren.Bild 18 von 31 Seit 2004 verliert Grönlands Eisdecke 240 Kubikkilometer jährlich. Nach Angaben des US-Forschers Eric Rignot hat sich der Eisverlust in Grönland im vergangenen Jahrzehnt verdoppelt.Bild 19 von 31 Die Vegetation auf Grönland ist bisher überwiegend von Moosen, Flechten und Pilzen bestimmt. Im Süden wachsen auch Wollgräser, Birken und Weiden.Bild 20 von 31 Doch mittlerweile hat sich die Temperatur so weit erhöht, dass neben Kartoffeln zum Beispiel auch Erdbeeren angebaut werden können.Bild 21 von 31 Der große Eisschild zeigt im Sommer große schmelzende Bereiche am Rand. Dort bahnt sich das Schmelzwasser in starken Strömen seinen Weg ins Meer.Bild 22 von 31 Außerdem fließen viele Gletscher immer schneller vom Rand des Eisschildes in die Fjorde hinab ...Bild 23 von 31 ... und schicken immer mehr Eisberge ins Meer.Bild 24 von 31 Grund dafür ist die Erderwärmung, die sich insbesondere im hohen Norden zeigt. "Die Arktis erwärmt sich mit einer Rate, die mehr als doppelt so groß ist wie die der anderen Bereiche unseres Planeten", sagt Klimaforscher Peter Lemke.Bild 25 von 31 Er verweist auf den UN-Klimabericht, wonach die Temperatur bei 60 Grad Nord in den vergangenen 10 Jahren um mehr als 1,5° C angestiegen ist. In diesem Bereich liegt auch Grönland.Bild 26 von 31 Die globale Temperatur hat sich demnach im gleichen Zeitraum um 0,74 Grad Celsius erhöht.Bild 27 von 31 Würde diese Entwicklung nicht gestoppt, würde es dennoch Jahrtausende dauern, bis Grönland eisfrei ist.Bild 28 von 31 Aber das Schmelzwasser von Grönland würde dazu beitragen, dass der Meeresspiegel weltweit um bis zu sieben Meter stiege - das vollständige Schmelzen vorausgesetzt.Bild 29 von 31 Das hätte natürlich drastische Konsequenzen für alle Küstenbereiche und damit für nahezu die halbe Weltbevölkerung.Bild 30 von 31 Überschwemmungen drohen, und vor allem: Die Atmosphäre würde bei fortschreitender Erwärmung immer mehr Wasserdampf aufnehmen. Folglich würde es erheblich mehr Gewitter und schweren Regen geben.Bild 31 von 31