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Mandeln, Gallenblase und Blinddarm: Körperteile, die wir nicht brauchen

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Der menschliche Körper ist ein Wunder der Natur. Für alle Aufgaben hat er das passende Werkzeug parat.

Der menschliche Körper ist ein Wunder der Natur. Für alle Aufgaben hat er das passende Werkzeug parat.

Der menschliche Körper ist ein Wunder der Natur. Für alle Aufgaben hat er das passende Werkzeug parat.

Mit den Händen können wir klettern...

...mit den Beinen laufen...

...und mit dem Mund essen. Doch es gibt auch Körperteile, die wir eigentlich gar nicht brauchen. Zum Beispiel...

..den Blinddarm. Die Menschen in der Steinzeit haben damit wahrscheinlich die vielen Pflanzen verdaut, die damals auf dem Speiseplan standen. Bei der Ernährung des modernen Menschen spielt er aber keine Rolle mehr.

Genau wie die Weisheitszähne. Als der Mensch noch rohes Fleisch aß, brauchte er dafür mehr Zähne. Für das gekochte Essen von heute, reichen jedoch die normalen 28 Zähne.

Zwar schön anzuschauen, aber eigentlich überflüssig: Der Waschbrett-Bauch. In der Fachsprache sind das die segmentierten Bauchmuskeln. Sie stammen eventuell noch von den Fischen, denen sie beim Schlängeln durch das Wasser helfen.

Auch im Haaransatz sitzen überflüssige Muskeln. Tiere können damit ihr Fell aufplustern und sich so bei Gefahr größer machen. Der Mensch hat diese Fähigkeit verlernt. Zumindest auf dem Kopf, denn...

....am Körper kennen wir dieses Phänomen noch: Es heißt "Gänsehaut".

Eigentlich sind Haare komplett überflüssig. Während die Urzeit-Menschen noch am ganzen Körper ein Fell hatten, das sie gegen Kälte schützte, finden sich bei uns dichte Haare nur noch auf dem Kopf...

...und im Gesicht. Es gibt zwar immmer noch Menschen, die auch am restlichen Körper stark behaart sind, aber durch die Erfindung der Kleidung haben diese Haare keine Funktion mehr.

Forscher glauben daher, dass die Menschen in ferner Zukunft komplett haarlos sein werden.

Was aber wohl bleiben wird, sind die Brustwarzen beim Mann. Sie bilden sich schon beim Embryo, bevor das Geschlecht fest gelegt wird. Männer hätten sogar Brustgewebe und könnten manchmal auch Milch produzieren, berichtet ein amerikanisches Wissensportal.

Auch nicht zwingend benötigt werden die Mandeln. Wenn sie gesund sind, dienen sie der Abwehr von Krankheitserregern in der Nahrung. Entzündete Mandeln werden oft entfernt. Ob dadurch das Immunsystem geschwächt wird, ist noch strittig.

Die Gallenblase speichert die von der Leber produzierte Galle und hilft so bei der Verdauung. Ohne kann man aber auch gut leben und hat keine Probleme mehr mit Gallensteinen.

Extrem wichtig, aber doppelt vorhanden ist die Niere. Sie reinigt das Blut von Stoffwechsel-Abfallprodukten. Der Mensch hat zwar zwei Nieren, braucht aber, wenn er gesund ist, eigentlich nur eine.

Am Ohr sitzen auch überflüssige Muskeln. Manche Menschen können sie benutzen und mit den Ohren wackeln, aber eigentlich stammen sie von unseren animalischen Vorfahren. Menschen in der Urzeit konnten vermutlich wie Katzen die Ohren aufstellen und drehen.

Die Ohren der ersten Menschen waren nicht nur drehbar, sondern hatten auch ein spitze Form. Die Reste der Spitze findet man noch am Außenrand der Ohrmuschel. Der knorpelige Fortsatz heißt Darwin-Ohrhöcker.

Als die Menschen noch halbe Affen waren, hatten sie auch einen Schwanz. Der diente zur Stabilisierung beim Klettern. Dann kam der Mensch von den Bäumen herunter, lernte aufrecht gehen und der Schwanz verkümmerte bis nur noch das Steißbein (Coccyx) übrig blieb.

Das Meiste in unserem Körper ist aber unersetzlich wichtig. Und mit dem Rest kann man manchmal sogar Leben retten. Bilder: AP, dpa, pixelio, Wikipedia

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