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Zeugen der Urzeit: Krokodile, Alligatoren und Gaviale

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Krokodile sind faszinierende Meister der Tarnung. Die Raubtiere sind kaum sichtbar, wenn sie auf der Lauer liegen ... (Foto: REUTERS)

Krokodile sind faszinierende Meister der Tarnung. Die Raubtiere sind kaum sichtbar, wenn sie auf der Lauer liegen ...

Krokodile sind faszinierende Meister der Tarnung. Die Raubtiere sind kaum sichtbar, wenn sie auf der Lauer liegen ...

... nur die Augen und ein Paar Nasenlöcher zeugen von ihrer Gegenwart.

Die Panzerechsen bevölkern seit mehr als 200 Millionen Jahren unseren Planeten - lebende Zeugen einer uralten Epoche.

Manche Exemplare sollen bis zu zehn Meter lang werden. In der Regel erreichen ausgewachsene Tiere jedoch nur eine Länge von vier bis sieben Metern und werden bis zu einer Tonne schwer.

Es gibt 23 Krokodilgattungen, von denen für den Laien drei Unterfamilien verhältnismäßig leicht auseinanderzuhalten sind. Diese haben nämlich sehr charakteristische Schädelformen: Alligatoren, "Echte Krokodile" und Gaviale.

Die Alligatoren haben einen breites, rundes Maul.

Die "Echten Krokodile" zeichnen sich durch ein Maul aus, das keilförmig zuläuft. Zudem sind sie daran zu erkennen, dass der vierte Unterkieferzahn auch bei geschlossenem Maul sichtbar ist.

Die Gaviale nutzen ihr sehr langes und schmales Maul ...

... zum Jagen von Fischen, ihrer Hauptnahrung.

Alle Krokodile besitzen einen Panzer aus verknöcherten Hornplatten, der sie den Echsen sehr ähnlich sehen lässt.

Echsen sind allerdings nur entfernte Verwandte.

Die wechselwarmen Reptilientiere fühlen sich überall dort wohl, wo die Durchschnittstemperatur nicht unter 15 Grad Celsius sinkt – lediglich Alligatoren vertragen es auch ein paar Grad kühler.

Krokodile sind wahre Hungerkünstler: Bis zu 12 Monate können manche ohne Nahrung auskommen, ...

... dann allerdings schlagen sie erbarmungslos zu. Die Opfer werden blitzschnell mit den Zähnen gepackt, ...

... und durch schnelle Körperdrehungen unter Wasser gezwungen.

Die Raubtiere verlassen das Wasser nur aus zwei Gründen: zum Sonnen und zur Eiablage.

Krokodilweibchen sind rund 40 Jahre lang fortpflanzungsfähig, bei der Eiablage legen sie zwischen 20 und 80 Eier in Sandgruben oder Nesthügeln aus Laub.

Wenn die kleinen Krokodile nach 60 bis 100 Tagen schlüpfbereit sind, machen sie sich durch Piepslaute bemerkbar und befreien sich aus der Schale – manchmal muss die Mutter nachhelfen.

Während der Brutzeit bewachen die Krokodileltern das Gelege, ausgebrütet werden die Eier aber entweder durch die Sonne oder die Wärme in den Nesthaufen.

Krokodile haben keine Geschlechtschromosomen, deswegen hängt es von der Bruttemperatur ab, ob sich Weibchen oder Männchen entwickeln. Temperaturen von 28-31 Grad Celsius führen eher zu Weibchen, von 31-34 Grad eher zu Männchen.

Nach dem Schlüpfen sind die bis zu 30 Zentimeter großen Mini-Krokodile auf sich alleine gestellt: Für Nahrung in Form von Würmern, Krebsen oder Käfern müssen sie selbst sorgen.

Die Jungtiere haben viele natürliche Feinde: Greifvögel, Säugetiere und Raubfische. Nur wenige von ihnen haben eine Überlebenschance – neun von zehn erleben das Erwachsenenalter nicht.

Auch vor ihren eigenen Artgenossen müssen sich die jungen Krokodile in Acht nehmen. Da ein bestimmter Lebensraum jeweils nur eine begrenzte Anzahl von Krokodilen ernähren kann, ...

... werden schwächere, jüngere Exemplare von den Alten vertrieben oder gar gefressen.

Nur vor den eigenen Eltern sind die Kleinen sicher: Dank eines sehr feinen Geruchssinnes erkennen Krokodile ihre eigenen Nachkommen und verschonen sie.

Wenn Krokodile das Erwachsenenalter erreichen, haben sie keine natürlichen Feinde mehr. Ihre größte Bedrohung ist, wie bei vielen anderen Tieren, der Mensch.

Rücksichtslos wurden die Schuppentiere lange Zeit zur Fleisch- oder Ledergewinnung gejagt, einige Gattungen wie der Mississippi-Alligator und das Nilkrokodil waren sogar vom Aussterben bedroht.

Wildlebende Krokodile stehen heute unter Artenschutz. Sie dürfen weder gejagt noch gefangen werden.

Für die kommerzielle Nutzung werden die Tiere in Krokodilfarmen aufgezogen.

In unseren heimischen Zoos ist es möglich, ...

... die geschickten Jäger gefahrlos zu beobachten.

In der Freien Wildbahn können sie uns allerdings gefährlich werden.

In Australien sterben jedes Jahr durchschnittlich zwei Menschen durch Angriffe von Salzwasserkrokodilen.

In den meisten Fällen jedoch liegt es an der Leichtsinnigkeit oder Achtlosigkeit der Opfer, die die Warnungen ignorieren, ...

... und weniger an der besonderen Aggressivität der Tiere.

Krokodile sollte man - wie alle Raubtiere - lieber aus der Distanz beobachten.

Nur dann kann man sich gefahrlos von den Panzerechsen faszinieren lassen.

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