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Schlamm und Schlangen: Kuriose Kuren

 
Schlamm und Schlangen: Kuriose Kuren

Wer hierzulande krank ist, geht normalerweise ...

... zum Arzt seines Vertrauens.

Aber was tun, wenn der streikt oder wenn die Schulmedizin nicht helfen kann?

Dann setzt so mancher auf alternative Heilmethoden. Allerdings kennt man bei uns meist nur die gängigsten dieser Heilmethoden, wie zum Beispiel Akupunktur ...

... und die Behandlung mit Blutegeln. Aber es geht viel kurioser, fernab jeder Schulmedizin - und oft fernab jeder belegbaren Wirkung.

So wird im peruanischen Lima eine Schwangerschaftstherapie mit Delphinen angeboten.

Die hochfrequenten Delphingeräusche sollen das Gehirnwachstum des Babys stimulieren.

Eine sandige Angelegenheit soll im ägyptischen Siwa gegen Rheuma, Gelenkschmerzen und Impotenz helfen: ...

Man muss sich lediglich zur heißesten Zeit des Tages bis zum Kopf in den Wüstensand einbuddeln lassen. Sieht sehr entspannend aus.

Ohne Sand, dafür feucht und schmutzig: In Ansa (Ost-China) soll eine Mineralschlammtherapie gegen Arthritis, Nervenkrankheiten und sogar gegen Traumafolgen helfen.

Der "Garra rufa obtusa" ist im englischen Sprachraum auch als "Doctor Fish" bekannt.

Er soll gegen Schuppenflechte helfen, indem er die befallenen Hautpartien abknabbert - der Patient entspannt sich dabei in einer Wanne, die mit warmem Wasser und "Doktor-Fischen" gefüllt ist.

In der traditionellen chinesischen Medizin wird toten Skorpionen ...

... und Ingwerwurzeln nachgesagt, ...

... dass sie gegen Lähmungen im Gesichtsbereich helfen.

Für einige der blanke Horror: In Talmey El'Azar in Israel kann man sich von lebenden Schlangen in einem Massagesalon Verspannungen lösen lassen.

Die Salonbesitzerin meint, sobald man über die anfänglichen Bedenken hinweg sei, empfinde man den physischen Kontakt mit den Tieren als sehr beruhigend.

Blutiger ist "Hijama", eine traditionelle Behandlungsmethode in der muslimischen Welt. Sie soll gegen Vergiftungen und Organschäden helfen. Der Patient bekommt einen kleinen Einschnitt in die Haut, ...

... anschließend wird ihm ein Glas verkehrt herum auf die Stelle aufgesetzt ...

... und durch ein Vakuum im Glas Blut entzogen. Das Verfahren ist auch in der traditionellen chinesischen Medizin bekannt, ...

... und es gibt auch unblutige Anwendungen des "Schröpfens", wie es auf Deutsch heißt.

Wir kennen sie als Honiglieferanten, in anderen Kulturen gelten sie als Medizin. Nicht nur in Palästina werden Stiche von Bienen eingesetzt, ...

... um Ohrenprobleme, Nierenschäden, Blinddarmentzündung und sogar ...

... Krebs zu heilen. Auch in Teilen Chinas ...

... gilt Bienengift als Heilmittel gegen Arthritis, Rheuma und Schnupfen.

Traditionelle chinesische Medizin kann sehr lustig aussehen: Eine Walnuss auf dem Auge und getrocknete Moxa-Blätter in den Ohren ...

... sollen unter anderem gegen Gelenkerkrankungen, Darmbeschwerden und Unfruchtbarkeit helfen.

Beim "Rubber Neti" wird in Indien ein Stück Schlauch durch ein Nasenloch in die Mundhöhle gesteckt und dann immer hin und her gezogen. Es hilft, so sagt man, gegen Husten, Asthma und gegen gewöhnliche Erkältung.

Gegen Asthma und Atembeschwerden hilft in Indien angeblich auch das Verschlucken von lebendigen Fischen.

Auch kleinere Fische sollen schon Wirkung zeigen.

In Kambodscha ist es nicht unüblich, an die Heilkräfte von Tieren zu glauben - viele der Menschen dort können sich konventionelle Medizin nicht leisten. Hier sammeln Dorfbewohner den Urin einer Kuh, der gegen Krankheiten helfen soll.

Durch Baden der Augen in dem Urin sollen sogar Blinde geheilt werden.

Ein weiteres tierisches Heilmittel ist in China verbreitet. Jiang Musheng litt vor 20 Jahren an Unterleibsschmerzen und Husten. Ihm wurde empfohlen, lebende Baumfrösche zu essen.

Er sagt, es hilft. (Text: Fabian Maysenhölder)

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