Suche
hier klicken, um den Ort für die Startseite festzulegen
Berlin
17
SA 9° / 23°
SO 10° / 22°
Wissen

Zu wenige Spender weltweit: Leben retten durch Organtransplantation

 
Zu wenige Spender weltweit: Leben retten durch Organtransplantation

Jedes Jahr fallen bei tausenden Menschen durch Verletzungen, Vergiftungen oder Erkrankungen lebenswichtige Organe teilweise oder vollständig aus. (Begehbares Modell eines menschlichen Herzens)

Für eine bestimmte Zeit kann mit moderner Medizintechnik das Leben vieler dieser Patienten erhalten werden. (Dialysegerät)

Über einen längeren Zeitraum allerdings sind die Patienten auf eine Organspende angewiesen.

Das größte Problem der Organtransplantation ist das weltweit große Gefälle zwischen Bedürftigen und zur Verfügung stehenden Spenderorganen.

Organe sind Mangelware.

Rund 12.000 Menschen warten allein in Deutschland auf ein Spenderorgan.

Die meisten von ihnen kommen auf Wartelisten, die von den Transplantationszentren geführt werden müssen.

An welche Stelle die Patienten dort gesetzt werden, hängt von der Dringlichkeit und der Erfolgswahrscheinlichkeit des Eingriffs ab.

Täglich müssen drei Menschen von dieser Warteliste sterben, weil für sie nicht rechtzeitig ein Spenderorgan zur Verfügung steht.

Dabei könnte fast jeder Organspender werden. Eine Altersgrenze gibt es nicht. Nur Menschen mit HIV und einer fortgeschrittenen Tumorerkrankung werden von vornherein als Spender ausgeschlossen.

In Deutschland werden Organe für Spenderzwecke nur entnommen, wenn vorher der Hirntod des Patienten von zwei Ärzten unabhängig voneinander festgestellt wurde.

Der Organismus des Hirntoten wird in der Zeit bis zur Entnahme von Organen mit Maschinen der Intensivmedizin am Leben gehalten.

Nur ein Prozent aller Sterbefälle in Kliniken (rund 400.000 jährlich) wird als Hirntod diagnostiziert.

Nur die wenigsten von den an Hirntod Verstorbenen haben einen Organspendeausweis oder ...

... ihren nächsten Angehörigen ihre Entscheidung bezüglich Organspende mitgeteilt.

Dieser Zustand birgt sowohl für die behandelnden Ärzte als auch für die Angehörigen des Verstorbenen eine zusätzliche Belastung.

Die nächsten Angehörigen müssen trotz ihrer Trauer nun die Entscheidung treffen, ob und welche Organe für eine Spende entnommen werden dürfen.

Gespendet werden können Herz, Lunge, Leber, Nieren, Bauchspeicheldrüse, Darm, Teile der Haut ...

... sowie die Hornhaut der Augen, Gehörknöchelchen, Herzklappen, Teile der Blutgefäße, der Hirnhaut, des Knochengewebes, des Knorpelgewebes und der Sehnen.

Um Klarheit zu schaffen, sollte jeder entweder formlos oder in einem Organspendeausweis seinen Willen zum Thema Organspende niederschreiben, selbst wenn man gegen eine Organentnahme ist.

Trotz des großen Bedarfs bestehen immer wieder Ängste und Vorbehalte gegenüber einer Organspende nach Hirntod.

Viele Menschen haben Angst davor, dass ihr Hirntod irrtümlicherweise oder zu früh festgestellt werden könnte und sie erst durch die Organspende sterben könnten.

Andere können sich nicht mit der Vorstellung anfreunden, dass ein Teil von ihnen in einem anderen Körper weiterlebt.

Wieder andere haben Angst davor, zum Zwecke der Organspende nach dem Hirntod regelrecht "ausgeschlachtet" zu werden.

Weitreichende Aufklärung tut not.

Nachrichten über illegalen Organhandel im Ausland verunsichern zusätzlich.

In Deutschland wird durch eindeutige Regelungen im Transplantationsgesetz der Missbrauch von Organspenden ausgeschlossen.

Um sich für oder gegen eine Organspende zu entscheiden, muss sich jeder zunächst mit der Vergänglichkeit des Lebens ...

... und dem Tod bewusst auseinandersetzen.

Organspende ist in Deutschland anonym. Auf Wunsch kann den Angehörigen jedoch mitgeteilt werden, ob die Transplantation erfolgreich verlaufen ist.

Nach der neuesten Umfrage der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung haben immer mehr Menschen einen Organspendeausweis.

Immer mehr Prominente gehen in Sachen Organspende mit leuchtendem Vorbild voraus.

Um noch mehr Menschen für die Organspende zu gewinnen, gibt es zahlreiche Kampagnen und Aktionen.

Dazu gehört der Tag der Organspende, jedes Jahr am 6. Juni.

Die Entscheidung für oder gegen eine Organspende muss jeder selbst treffen.

Bereits ab dem 14. Lebensjahr kann man eine Organspende ohne die Zustimmung der Eltern ablehnen.

Ab dem 16. Lebensjahr kann man sich für eine Organspende entscheiden.

Kommt es im Laufe der Zeit zu einer Entscheidungsänderung, sollte man seinen alten Ausweis vernichten und seine neuen Wünsche formlos oder in einem neuen Ausweis niederschreiben.

Bilderserie versenden
Empfänger
Ihre Informationen
Persönliche Mitteilung

Die Daten werden nur zum Versenden der Nachricht benutzt und nicht gespeichert.

Bitte überprüfen Sie Ihre Angaben.