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Sonntag, 06. August 2017

"Ich bin ein Gewinner": Mars-Rover Curiosity landete vor fünf Jahren

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... führen zu Fußspuren in der Zukunft." Denn das ist das erklärte langfristige Ziel, für das Curiosity den Weg bereitet: Menschen auf den Mars zu bringen. (asc) (Foto: NASA)

... führen zu Fußspuren in der Zukunft." Denn das ist das erklärte langfristige Ziel, für das Curiosity den Weg bereitet: Menschen auf den Mars zu bringen. (asc)

Die Nasa feiert und jubelt, die Freude ist groß, als am 6. August 2012 ...

... der Forschungsrover Curiosity wohlbehalten auf dem Roten Planeten aufsetzt. Sieben quälende Minuten lang haben ...

... die Forscher gebangt, ob ...

... das komplizierte Landemanöver nach 570 Millionen Kilometern Flugstrecke gelingen würde. Anders als die vorangegangenen Mars-Rover Spirit und Opportunity kann Curiosity nicht mit Airbags auf den Mars fallen. Dafür ist er mit seinen 900 Kilo zu schwer. Vielmehr sind ...

... ein Fallschirm, ...

... Korrekturdüsen und ...

... ein fliegender Kran nötig, um ...

... den Hightech-Rover weich auf dem Mars aufkommen zu lassen. Und das bei Schwerkraftschwankungen sowie an einem festgelegten Ort. Die Nasa ...

... schreibt Geschichte, als das Manöver glückt. Wie geplant, wird Curiosity in einem bestimmten Bereich des 155 Kilometer breiten Gale-Kraters positioniert - von dem ...

... der Rover gleich einige Bilder zur Erde funkt. Im Gale-Krater erhebt sich ein ...

... 5000 Meter hoher Berg, der Aeolis Mons. Curiositys Landestelle ist tief gelegen. Das scheint den Wissenschaftlern vielversprechend, denn einst könnte sich hier für längere Zeit Wasser gesammelt haben. Der richtige Ort also für die Beantwortung einer ...

... zentralen Frage: War der Mars vor Milliarden Jahren lebensfreundlich? Herrschten dort irgendwann die passenden Bedingungen für mikrobielles Leben? Um dies in der auf zwei Jahre angelegten Mission klären zu können, hat Curiosity ...

... allerlei an Bord. Fotos sind mit 17 verschiedenen Kameras möglich. Sie ...

... erlauben Teleaufnahmen der entfernten Landschaft ebenso wie ...

... Panoramabilder (hier ein Sonnenuntergang vom Februar 2013), ...

... Bilder in 3D und ...

... Detail-Darstellungen. (Hier ist ein 1 Zentimeter kleines Bruchstück zu erkennen, das sich wahrscheinlich bei der Landung von der Raumsonde gelöst hat). Zudem ist der Rover bestens ausgestattet, um ...

... umfangreiche Experimente und Analysen vorzunehmen (hier sein technisch ausgefeilter Kern). Curiosity kann ...

... graben, ...

... Gestein freibürsten, ...

... bohren und ...

... seine Laserkanone nutzen. Die dient dazu, Gestein zu erhitzen. Ein optisches Spektrometer, ebenfalls auf dem Rover untergebracht, untersucht die dabei entstehenden Gase dann direkt auf ihre Zusammensetzung. Planetenforscher sind ...

... von Anfang an begeistert: "Was die US-amerikanischen Ingenieure mit Curiosity zum Mars gebracht haben, ist eine irrsinnig tolle Geschichte", sagt Ulrich Köhler vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) im August 2012 zu n-tv.de. Und tatsächlich wird ...

... der Rover den Erwartungen schnell gerecht. Schon früh zeigen die Fotos, die er zur Erde schickt, dass er in einem ehemaligen Flussbett unterwegs ist. Steine und ...

... Felsen haben dort abgerundete Kanten. Der Boden ist ...

... geschichtet. Wissenschaftler schließen daraus, dass in dieser Gegend auf dem Mars einst ein beständiger Strom knietiefen Wassers floss. Möglicherweise ...

... wäre das Wasser sogar trinkbar gewesen. Denn eine Probe aus dem Inneren eines Felsens enthält Tonminerale (sie bilden sich, wenn Gestein in flüssigem Wasser verwittert) und nicht viel Salz. Das Wasser, von dem das Gestein einst umspült wurde, hatte einen relativ neutralen pH-Wert - so die Analyse. Und Curiosity findet ...

... noch mehr: Er stößt auf die unterschiedlichsten Gesteins- und Erdtypen. Neben Sanddünen macht er ...

... Vulkangestein aus; er untersucht ...

... viele, durch Wasser geformte Felsen. Dabei offenbaren sich in entnommenen Proben die Bausteine, die für mikrobielles Leben von Bedeutung sind: Kohlenstoff und Wasserstoff, Sauerstoff, Phosphor und Schwefel. Eine spektakuläre Entdeckung - ist sie doch ...

... ein starker Hinweis darauf, dass auf dem Mars einst lebensfreundliche Bedingungen herrschten. Offenbar gab es eine Zeit, in der die Existenz von Kleinstlebewesen auf dem Roten Planeten möglich gewesen wäre. Die Frage, mit der der Rover auf den Weg geschickt wurde, ist damit schon in seinem ersten Forschungsjahr beantwortet. Doch natürlich ...

... rollt Curiosity weiter. Hier ist er rot markiert am Ende seiner bis Juli 2013 zurückgelegten Strecke zu sehen. Die deutlich erkennbaren Radspuren führen zurück zu seinem Landeplatz. Der Rover arbeitet unermüdlich und ...

... findet noch mehr heraus: So misst er im Dezember 2014 überraschend starke Methan-Schwankungen in der Marsatmosphäre. Sollte es in der Nähe des Rovers eine Methanquelle geben? Methan ist spannend, denn auf der Erde entsteht das Gas zu 90 Prozent durch Lebewesen. Nur 10 Prozent sind geologischen Ursprungs.

Im Oktober 2015 bestätigen neue Analysen und Auswertungen der Nasa: Curiosity wäre baden gegangen, hätte er den Fuß des Aeolis Mons 3,3 bis 3,8 Milliarden Jahre früher erreicht. Den Daten des Rovers zufolge existierte hier einst ein Wassersystem aus Flüssen und Seen. Im Herbst 2016 dann ...

... geraten die Forscher über neue Bilder des Rovers ins Schwärmen: "Wie aus einem US-Nationalpark", findet Ashwin Vasavada vom Jet Propulsion Laboratory der Nasa. Curiosity hatte eine ...

... rund einmonatige Erkundungstour in der "Murray Buttes"-Region am Aeolis Mons unternommen. Ein Zusammenspiel von ...

... Überresten uralter Sanddünen, ...

... Wasser und ...

... Erosion prägte dort einst die Landschaft, resümieren die Forscher. Über Millionen Jahre hinweg ...

... habe der noch junge Mars die nötigen Voraussetzungen für eine lebensfreundliche Umwelt geboten, bekräftigt die Nasa dann im Juni 2017 nach der Analyse von Schlammsteinen im Gale-Krater. Denn den hat Curiosity seit seiner Ankunft auf dem Mars nicht verlassen. Der Rover ist ...

... in gemächlichem Tempo unterwegs: In den vergangenen fünf Jahren hat er insgesamt gut 17 Kilometer zurückgelegt. Dabei entdecken die Wissenschaftler bereits ...

... 2013 Risse und Löcher an seinen Rädern. Die werden fortan sorgfältig inspiziert und beobachtet. Und wenn auch der Bohrer des Rovers zeitweise klemmt, so hält Curiosity doch deutlich länger aus als ...

... die ursprünglich geplanten zwei Jahre. Er rollt und rollt. Jüngst haben die Wissenschaftler mit einem neuen Algorithmus für weniger Abrieb an seinen Rädern gesorgt. Den Mars-Rover ...

... freut das: "Ich bin ein Fahrer. Ich bin ein Gewinner", lässt er seine Fans bei Twitter wissen. Denn für Curiosity betreibt die Nasa ...

... einen eigenen Twitter-Account. Der erzählt aus Sicht des Rovers, was auf dem Mars gerade los ist. Mehr als 3,7 Millionen Menschen sind dabei. So ist ...

... Curiosity nicht nur unter Wissenschaftlern ein Star. Mindestens bis ...

... 2018 soll der Rover noch aktiv bleiben. Vielleicht hält er auch noch länger durch. Nasa-Chef Charles Bolden jedenfalls verkündet voller Pathos: "Radspuren jetzt ...

... führen zu Fußspuren in der Zukunft." Denn das ist das erklärte langfristige Ziel, für das Curiosity den Weg bereitet: Menschen auf den Mars zu bringen. (asc)

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