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Verwesende Wale auf Wangerooge: Ozeanriesen treten ihre letzte Reise an

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Wangerooge, Helgoland, Texel und das Wattenmeer vor Büsum: Die Zahl der an der Nordseeküste entdeckten Pottwal-Kadaver steigt. (Foto: dpa)

Wangerooge, Helgoland, Texel und das Wattenmeer vor Büsum: Die Zahl der an der Nordseeküste entdeckten Pottwal-Kadaver steigt.

Wangerooge, Helgoland, Texel und das Wattenmeer vor Büsum: Die Zahl der an der Nordseeküste entdeckten Pottwal-Kadaver steigt.

Wahrscheinlich haben sich die zwei Pottwale in Wangerooge einfach verschwommen und kamen nicht mehr aus der "Nordsee-Falle".

Mit ihrem akustischen Orientierungssinn können sich die Tiere in der Nordsee schlecht orientieren.

Große Pottwalbullen erreichen bis zu 20 Meter und Gewichte von 50 Tonnen. Sie sind damit die größten bezahnten Tiere der Erde. Experten müssen deshalb für die Bergung schwere Geschütze auffahren.

Der schaurige, aber ehrfurchtgebietende Anblick der riesigen Tiere lockt Schaulustige und Medien an. Viele Experten werden befragt, und sie sind sich alle einig, dass derartige Vorfälle nicht ganz so ungewöhnlich sind.

"Zufällig und zum Glück haben wir die zwei Kettenbagger auf der Insel", sagt Inselbürgermeister Lindner.

Die Bagger ziehen die tonnenschweren Kadaver so gut es geht über das Watt.

Die Bergungsarbeiten sind komplex und nicht ganz ungefährlich. Wale sind Warmblüter, nach dem Tod zerfallen die inneren Organe sehr schnell.

Es entstehen Verwesungsgase, die Kadaver blähen sich auf. "Irgendwann platzen diese Wale.

Und das ist auf der einen Seite ein Riesengestank, auf der andere Seite eine Riesensauerei, ...

... und es kann auch für Menschen, die drum herum stehen, gefährlich werden", beschreibt Meeresbiologe Maack das Risiko.

Für einen der Wale soll es nach der Überfahrt ans Festland ein Rückfahrticket geben.

Bürgermeister Lindner setzt alles daran, um einen der "Jungs", wie er sagt, als Skelett und Touristenattraktion wieder nach Wangerooge zu holen.

Die Entsorgung ist aus Sicht von Meeresbiologen aus Umweltgründen nicht unproblematisch: Walkadaver sind eigentlich Sondermüll.

Der Grund: Sie sind sehr stark mit Schwermetallen belastet.

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