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Mittwoch, 12. November 2014

Mission "Rosetta" auf dem Höhepunkt: "Philae" schickt Fotos an die Erde

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Das ist ein Foto von Komet "Tschuri", aufgenommen und gesendet von "Philae" vor der Landung. Oben rechts ist der Fuß des Landegeräts zu sehen. Ein Pixel sind drei Meter. (Foto: ESA/Rosetta/Philae/ROLIS/DLR)

Das ist ein Foto von Komet "Tschuri", aufgenommen und gesendet von "Philae" vor der Landung. Oben rechts ist der Fuß des Landegeräts zu sehen. Ein Pixel sind drei Meter.

Das ist ein Foto von Komet "Tschuri", aufgenommen und gesendet von "Philae" vor der Landung. Oben rechts ist der Fuß des Landegeräts zu sehen. Ein Pixel sind drei Meter.

Aus 30 Kilometer Entfernung sieht die Oberfläche des Ziels so aus - das rote Kreuz markiert die beabsichtigte Landeposition.

Das Mini-Labor hatte sich von seiner Trägersonde "Rosetta" abgekoppelt und in Richtung des Himmelskörpers begeben.

Mit seinen drei Füßen sollte der Roboter Halt finden.

Auf dem Weg zu "Tschuri" machte "Philae" auch ein Bild von seinem Transporter, mit dem es mehr als zehn Jahre lang durchs All geflogen war.

Doch das kleine Labor prallte gleich zweimal von der Oberfläche ab und kam ...

... nicht innerhalb des roten Vierecks zum Stehen, wie es die Wissenschaftler vorgesehen hatten, sondern innerhalb der blauen Raute.

Eine Aufnahme aus 40 Metern Entfernung interessiert die Forscher besonders: Der Staub, der auf dem Felsbrocken oben rechts zu sehen ist, muss sich irgendwie dorthin bewegt haben.

Ein Foto von "Philae" zeigt einen Teil der Umgebung des Landeplatzes, links unten einen in der Höhe stehenden Fuß und vor der Linse eine Felswand.

Es sind die Bilder einer Mission, deren Durchführung am 2. März 2004 begonnen hatte. An diesem Tag startete die Raumsonde "Rosetta" mit "Philae" im Gepäck und an Bord einer Ariane-Rakete ins All.

So sieht "Rosetta" aus. Rechts an der Seite ist das mit Solarpanelen bedeckte Landegerät "Philae" zu erkennen.

Inklusive Solarpanele hat "Rosetta" einen Durchmesser von 32 Metern. Landegerät "Philae" ist etwa kühlschrankgroß.

"Rosetta" hat einen weiten Weg vor sich. Am Anfang ihrer Reise holt die Sonde Schwung und fliegt mehrmals an der Erde vorbei.

So ist uns "Rosetta" 2005 noch recht nah. Dieses Bild entsteht in knapp 2000 Kilometern Entfernung von der Erde.

Auch den Mondaufgang über dem Pazifik hält "Rosetta" im Bild fest.

Im März 2007 passiert die Sonde den Mars.

2009 dann kommt "Rosetta" zum letzten Mal in Erdnähe.

Ein Jahr später schon wirft "Rosetta" einen Blick auf "Lutetia", den bislang größten von einer Weltraummission beäugten Asteroiden. "Lutetia" ist zu diesem Zeitpunkt 455 Millionen Kilometer von der Erde entfernt. Auch "Rosetta" ist also schon weit gekommen. Doch ....

... noch immer hat sie eine lange Strecke zurückzulegen. Komet "Tschuri" ...

... ist 509.500.000 Kilometer von der Erde entfernt.

Kometen werden als Zeugen der Entstehung unseres Sonnensystems betrachtet. Mithilfe von "Rosetta" sollen wichtige Fragen beantwortet werden: Befinden sich Kometen tatsächlich in einer Art "Urzustand"? Besitzen sie präbiotische Moleküle und Wasser? Haben sie eine Rolle bei der Entstehung des Lebens auf der Erde gespielt?

Die letzten 31 Monate auf ihrem Weg zum Zielkometen ist "Rosetta" im Tiefschlaf unterwegs.

Erst im Januar 2014 nimmt die ESA wieder Kontakt zu der Sonde auf. Die Freude ist groß, als das erste Signal von "Rosetta" auf der Erde ankommt.

Im März 2014 ist "Tschuri" aus Sicht "Rosettas" immer noch winzig klein.

Im Juli 2014 zeigt sich dann: "Tschuri" sieht aus wie ein Quietscheentchen.

Im August 2014 schließlich ist "Rosetta" angekommen. Dieses Bild zeigt "Tschuri" aus nur 500 Kilometern Entfernung.

Mit dem Einschwenken der Sonde in die Umlaufbahn des Kometen beginnt das spannende Finale.

Nun gilt es, einen geeigneten Landeplatz für "Philae" zu finden, "Rosettas" Landegerät.

Der Landeplatz muss möglichst eben sein, damit "Philae" beim Aufsetzen nicht umkippt. Außerdem muss "Philae" Sonne abbekommen. Denn die Batterien des Landers werden über Sonnenenergie geladen.

Mitte September 2014 ist ein geeigneter Platz gefunden. Das anvisierte Terrain ...

... hat einen Durchmesser von einem Quadratkilometer. Es ist weitgehend eben, doch ein paar Gesteinsbrocken und Hanglagen gibt es. Das Gebiet bekommt den Namen "Agilkia".

Während "Rosetta" weiter um "Tschuri" kreist, macht die Sonde ein Selfie von sich und dem Kometen.

Am 12. November 2014 dann ist es so weit: Landegerät "Philae" koppelt von "Rosetta" ab. Der Landevorgang hat begonnen. Mehr als 20 Kilometer sinkt das Mini-Labor auf "Tschuri" hinab.

Sieben Stunden später setzt "Philae" auf der Kometenoberfläche auf. Doch der "Touchdown" ist nicht perfekt - "Philae" hüpft und landet im Schatten.

Immerhin 60 Stunden lang werden aber Daten von Tschuri gesendet - die Mission schreibt damit Geschichte. Es ist das erste Mal, das ein Landegerät einen Kometen erreicht. (rpe/asc)

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