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Es sind die ersten Bilder der US-Raumsonde "Phoenix" vom Mars.
Aufnahmen, gestochen scharf, von der nördlichen Polarregion des roten Planeten.
Im August 2007 war die Raumsonde mit einer Rakete von Cape Canaveral in Florida auf den Weg geschickt worden.
711 Millionen Kilometer legte sie zurück, ...
... bis sie schließlich in der Nacht zum 26. Mai erfolgreich die schwierige Landung auf dem Mars meisterte.
Zur überschwänglichen Freude der Wissenschaftler der Weltraumbehörde NASA.
"Ich hätte mir nicht erträumt, dass es so perfekt läuft", sagte Projektmanager Barry Goldstein nach der Landung. "Der schwierigste Teil ist vorbei, aber es immer noch genug Dramatisches übrig."
Die Sonde soll einer Frage nachgehen, die die Menschheit seit langem beschäftigt:
Gibt oder gab es auf unserem Nachbarplaneten Formen von Leben?
Eine Antwort erhofft sich die Weltraumbehörde NASA in den Eiskernen am Nordpol des Mars.
Dort wird "Phoenix" bei Temperaturen von minus 73 bis minus 33 Grad erstmals gefrorenes Mars-Wasser untersuchen.
Vor fünf Jahren hatte die US-Sonde "Odyssey" bei ihrem Flug um den Mars in der Polarregion Anzeichen für gefrorenes Wasser unter der Bodenoberfläche entdeckt.
Wo Wasser ist, könnten zumindest einfache Organismen leben oder gelebt haben, glauben die Wissenschaftler.
Die kleine "Phoenix"-Sonde ist deshalb vollgepackt mit Instrumenten, die untersuchen sollen, ...
... ob die Polarregion des Mars primitiven Mikroben das Leben ermöglichen könnte.
"Die Sonde unternimmt den nächsten Schritt in der Mars-Forschung, indem sie untersucht, ob in dieser Region, die etwa ein Viertel der Marsoberfläche ausmacht, Leben möglich ist", sagt Peter Smith von der Universität Arizona, der an der Planung beteiligt war.
Die Erkenntnisse dürften etwa für bemannte Mars-Missionen in der Zukunft Belang haben.
Smith formuliert die Leitfrage der Wissenschaftler so: "Gibt es Leben auf dem Mars, oder gab es Leben auf dem Mars, und wenn ja, wie unterscheidet es sich vom Leben auf der Erde?"
Früher war der Mars wohl von einem großen Ozean bedeckt. Heute zeigt sich der Planet lebensfeindlich. Er ist staubtrocken und eiskalt, weil die dünne Atmosphäre die Sonnenwärme kaum speichert.
"Phoenix" hat einen 2,30 Meter langen Roboterarm aus Titan und Aluminium, der einen Bohrer etwa einen Meter tief in den Boden treiben kann, bis er die verborgene Eisschicht erreicht.
Vor Ort sollen die Proben untersucht werden - etwa auf Spuren von Kohlenstoff, der zu den Bausteinen von Leben zählt.
Rund 420 Millionen Dollar kostet die Sonde, in die die NASA nun ihre Hoffnungen setzt.
Ein Gelingen der Mission wäre für die gebeutelte Raumfahrtbehörde eine gute Nachricht, nachdem zuletzt ihr Space-Shuttle-Programm immer wieder durch technische Schwierigkeiten von sich reden machte.
Nicht zuletzt könnte ein Erfolg von "Phoenix" auch den Weg für mögliche bemannte Mars-Missionen ebnen.
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