| SA | 9° / 23° |
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Eine tiefgekühlte Schatzkammer...
...für die Kulturpflanzen der Menschheit...
...wurde auf der Polarinsel Spitzbergen unweit des Nordpols eröffnet.
In 130 Meter Höhe hat Norwegens Regierung drei Hallen in einen vom ewigem Frost gekühlten Berg bohren lassen.
Für den Bau hat die Regierung in Oslo 50 Millionen Kronen (6,3 Millionen Euro) bereitgestellt. Die Kosten für den laufenden Unterhalt teilen sich die Skandinavier mit den Vereinten Nationen.
Hier soll eine gigantische Sammlung von Pflanzensamen aus aller Welt eingelagert werden.
Gut bewacht.
Zur feierlichen Eröffnung erschienen die kenianische Friedensnobelpreisträgerin Wangari Maathai, EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso und Norwegens Regierungschef Jens Stoltenberg.
Der Vorrat soll sicherstellen, dass auch nach riesigen oder sogar globalen Naturkatstrophen neue Samen bereitliegen, um wieder mit dem Anbau von Lebensmitteln beginnen zu können.
Die Vorteile des Standorts Spitzbergen liegen klar auf der Hand. Vor allem in tropischen Ländern könnten Samen im Katastrophenfall allzu leicht zerstört werden. Wenn die Kühlschränke ausfallen, keimen oder verderben die Samen schnell.
Nicht so in Spitzbergen. Nur 800 Meter vom Nordpol entfernt, liegt hier die Durchschnittstemperatur bei minus drei bis vier Grad.
Die globale Samenkammer soll aber noch ganz andere Bedingungen erfüllen: Sie ist hoch über dem Meeresspiegel angelegt, damit die Hallen auch trotz Klimaveränderung trocken bleiben.
4, 5 Millionen Samenproben können hier eingelagert werden. "Das wird der wichtigste Kühlschrank der Welt", meinte die norwegische Zeitung "Nationen".
Monatelang haben sich die Forscher darauf vorbereitet, in den Hallen der Samenbank systematisch Saatgut für Weizen, Kartoffeln und Co. einzusortieren.
Allein auf den Phillippinen gebe es mehr als 70.000 verschiedene Reis-Proben, so der norwegische Gen-Forscher Ola Westengen.
Auch aus Deutschland sind inzwischen 200 Samenproben eingegangen. "Wohl eher symbolisch", sagte der Leiter der Sammelstätte. Denn die Auswahl soll ständig wachsen,...
...um irgendwann einmal die Welt zu retten.
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