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Das Wunder des Lebens: Schwangerschaft und Geburt

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Die Entstehung des menschlichen Lebens beginnt mit einem Sprung, ... (Foto: picture alliance / dpa)

Die Entstehung des menschlichen Lebens beginnt mit einem Sprung, ...

Die Entstehung des menschlichen Lebens beginnt mit einem Sprung, ...

... und zwar mit einem Eisprung.

Die größte von 15 bis 20 gereiften Eizellen wird im Körper der Frau vom Eierstock in den Eileiter gespült.

Dieser Vorgang wird auch als Ovulation oder Follikelsprung bezeichnet. In dieser Phase ist die Eizelle befruchtbar.

... oder auch durch moderne medizinische Verfahren innerhalb und außerhalb des weiblichen Körpers.

Für die natürliche Befruchtung steht jedoch nur ein kleines Zeitfenster zur Verfügung: Es sind nur circa 24 Stunden, und das ungefähr alle 28 Tage.

Einige Samenzellen des Mannes dagegen können bis zu fünf Tage in der Frau weiterleben und innerhalb dieser Zeit die reife Eizelle befruchten. Die Spermien stehen in einer Art Befruchtungswettkampf untereinander, ...

... denn nur eine einzige von Millionen von Samenzellen kann es schaffen, ihren Kopf durch die Eihülle zu bohren und diese schließlich zu befruchten. Alle anderen Spermien sterben dann ab.

Nicht das größte Spermium gewinnt den Wettkampf. Es kommt vielmehr auf die Relationen zwischen Kopf und Schwanz an. Im Kopf der Samenzelle ist das Erbgut des Mannes gespeichert. Der Schwanz, der auch als Geißel bezeichnet wird, dient der Fortbewegung und fällt kurz nach der Befruchtung ab.

Der Mensch ist bekanntermaßen die einzige Spezies auf der Erde, die sich bewusst dafür entscheidet, Befruchtungen durch Verhütung zu vermeiden.

Nach der Befruchtung, die beim Menschen auch als Zeugung bezeichnet wird, wird die Eizelle zur Zygote, die das Erbgut von Mann und Frau miteinander verschmolzen in sich trägt. Bereits einen Tag nach der Befruchtung beginnt diese Zygote mit der Zellteilung.

Eine normal verlaufende Schwangerschaft dauert beim Menschen durchschnittlich 267 Tage, das sind etwa 38 Wochen.

Frauenärzte und Geburtshelfer rechnen jedoch mit insgesamt 40 Schwangerschaftswochen, weil sie mit der Berechnung am ersten Tag der letzten Menstruationsblutung beginnen.

In dieser Zeit wächst die befruchtete Eizelle zum Embryo und schließlich zum Fötus heran.

Nervensystem, Organe und Blutkreislauf werden noch im Embryo angelegt und bilden sich schließlich im Fötus vollständig aus.

Die ersten 12 Schwangerschaftswochen gelten als besonders heikel - zum einen, weil in dieser Zeit, in der der Embryo zum Fötus wird, die körperlichen Umstellungen vielen Frauen Beschwerden wie Übelkeit, Schwindel und Erbrechen bescheren. Zum anderen ...

... ist das der Zeitraum, in dem die Frucht aus unterschiedlichen Gründen relativ häufig von der Mutter ausgeschieden wird. In diesem Fall spricht man von einer Fehlgeburt.

Fast ein Drittel aller angelegten Schwangerschaften enden in einer solchen Fehlgeburt. Einige Fehlgeburten werden von den betroffenen Frauen gar nicht als solche wahrgenommen.

Eine Schwangerschaft kann mit verschiedenen Symptomen beginnen. Das Ausbleiben der monatlichen Menstruation ist ein sicheres Zeichen dafür, muss aber nicht bei jeder Frau vorkommen.

Wer sich nicht sicher ist, greift üblicherweise zum in Drogerien und Apotheken vorrätigen Schwangerschaftstest, der frühestens am 19. Tag nach der Zeugung angewendet werden kann.

Die meisten Frauen gehen erst, nachdem sie einen solchen Test gemacht haben, zu ihrer Gynäkologin oder ihrem Gynäkologen.

Die Frauenärzte machen, um eine Schwangerschaft festzustellen, einen Bluttest, bei dem das schwangerschaftserhaltende Hormon Humanes Choriongonadotropin (HCG) nachgewiesen wird. Dieser Test kann bereits neun Tage nach der Empfängnis Auskunft geben.

Diesen ersten Bluttest verbinden viele Gynäkologen mit einer Ultraschalluntersuchung, ...

... denn bereits in der elften Schwangerschaftswoche ist der Fötus und sogar dessen Herzschlag gut im Ultraschall zu erkennen.

Viele werdende Eltern tragen diese Ultraschallbilder mit sich und zeigen sie stolz herum.

Mit einer Schwangerschaft stellt sich für viele Frauen die Welt auf den Kopf, vor allem, wenn es sich um das erste Kind handelt.

Schwangere Frauen verändern sich nicht nur äußerlich. Sie werden zu Müttern, die nun nicht nur die Verantwortung für sich selbst, sondern auch für ihr Kind übernehmen müssen.

Stimmungsschwankungen, Zukunftssorgen und Zweifel sind normale Begleiterscheinungen einer Schwangerschaft. Auf Alkohol und ...

... Nikotin sollte schon beim Verdacht auf eine Schwangerschaft, spätestens jedoch mit der Gewissheit darüber völlig verzichtet werden.

Die meisten Frauen in "anderen Umständen" erleben eine sogenannte Hypersomie. Das bedeutet, ihr Geruchssinn wird wesentlich sensibler als vor der Schwangerschaft.

Viele fangen an, mit ungewöhnlicher Kraft und Beharrlichkeit die gesamte Wohnung oder das Haus auf den Kopf zu stellen und nennen das dann "Nestbau".

Aber irgendwann lassen auch die Marotten von Schwangeren nach.

Dann geht es nur noch darum, sich so gut wie möglich auf die Geburt vorzubereiten.

Das ist auf verschiedenen Wegen möglich. In der Zeit vor der Geburt sollten Frauen hauptsächlich eines tun: entspannen!

Aber auch Geburtsvorbereitungskurse ohne ...

... oder mit Partner sind vor einer Geburt hilfreich, nicht nur für die werdende Mutter.

Denn jede Geburt ist ein einschneidendes emotionales Erlebnis, bei der sich sowohl die Mutter als auch das Kind in einer absoluten Ausnahmesituation befinden.

Wo man sein Kind zur Welt bringen sollte, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Frauen, die medizinisch als Risikoschwangere eingestuft werden, wird die Entbindung im Kreißsaal einer Klinik dringend empfohlen.

Viele Kliniken bemühen sich um eine ansprechende Gestaltung ihrer Kreißsäle, um die sterile Krankenhausatmosphäre abzustreifen.

Für Frauen, deren Schwangerschaft ohne jegliche medizinische Bedenken abläuft, gibt es die Möglichkeit, in einem Geburtshaus zu entbinden.

In einigen Einrichtungen haben Frauen die Möglichkeit, ihr Kind mit einer Wassergeburt zur Welt zu bringen.

In Deutschland bringen rund zwei Prozent aller Schwangeren bei einer Hausgeburt ihr Kind zur Welt. In den Niederlanden sind es rund 30 Prozent.

Für die Geburt in einer Klinik sprechen die Nähe zu den Spezialisten und ...

... die medizin-technischen Voraussetzungen. Denn kommt es während einer Geburt zu Komplikationen, dann können sowohl die Neugeborenen als auch die Mütter schnell und optimal versorgt werden.

Auch ein Not-Kaiserschnitt kann innerhalb von wenigen Minuten ...

... in Kliniken durchgeführt werden. In Deutschland wird mittlerweile jede dritte Schwangerschaft per Kaiserschnitt beendet.

Viele davon sind Wunschkaiserschnitte. Die Angst vor Wehen- und Geburtsschmerzen sowie ungenügendes Vertrauen in den eigenen Körper nennen Experten als Hauptgründe für die steigende Zahl der Kaiserschnitte.

Egal, wie eine Frau entbindet, der erste Schrei des Kindes ist für alle Anwesenden ein großer Glücksmoment, in dem sich die hohe Anspannung etwas löst.

Die Geburt ist das Ende der Schwangerschaft. Der Fötus ist nun ein Neugeborenes und die Schwangere zur Mutter geworden.

Der Geburt sollte sich eine Phase der Entspannung und Ruhe mit der Möglichkeit des ersten Kennenlernens von Eltern und Kind anschließen.

Das Neugeborene sollte in dieser Zeit zum ersten Mal an die Brust der Mutter angelegt werden, um den Saugreflex des Kindes zu stärken, die Milchbildung anzuregen und nicht zuletzt, um die tiefe Bindung zwischen beiden zu entwickeln.

Nicht nur die Eltern, auch viele Angehörige empfinden das Neugeborene als das größte Wunder der Welt, ...

... das auch noch das schönste, wohlriechendste und größte Geschenk auf Erden ist.

Körperlich vollständig, aber am Anfang ganz unbeholfen, sind die Kinder auf die Liebe, Pflege und Versorgung durch ihre Eltern viele Jahre angewiesen.

Diesen großen Aufgabe sehen nicht alle Mütter selig und gelassen entgegen.

In wenigen dramatischen Ausnahmefällen fühlen sich junge Mütter so überlastet, dass sie ihre Neugeborenen aussetzen oder im schlimmsten Fall sogar töten.

Für diese Mütter haben viele Krankenhäuser die Babyklappen eingeführt.

Hier haben Mütter in höchster Not die Möglichkeit, ihre Kinder anonym abzugeben.

So kann für die Kleinen gesorgt werden, und im besten Fall freuen sich Adoptiveltern auf die Neuankömmlinge.

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