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Blick ins Herz der Dunkelheit: Schwarze Löcher - die unheimlichen Massemonster

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Ein Schwarzes Loch ist gar kein Loch. Mit Lücken oder Hohlräumen, wie sie uns aus dem irdischen Leben als Löcher bekannt sind, haben Schwarze Löcher nichts zu tun. (Foto: picture-alliance / dpa/dpaweb)

Ein Schwarzes Loch ist gar kein Loch. Mit Lücken oder Hohlräumen, wie sie uns aus dem irdischen Leben als Löcher bekannt sind, haben Schwarze Löcher nichts zu tun.

Ein Schwarzes Loch ist gar kein Loch. Mit Lücken oder Hohlräumen, wie sie uns aus dem irdischen Leben als Löcher bekannt sind, haben Schwarze Löcher nichts zu tun.

Ganz im Gegenteil. Ein Schwarzes Loch ist unendlich viel Materie, die auf winzigem Raum zusammengepresst wird.

Schwarze Löcher können dann entstehen, wenn ein besonders massereicher Stern zugrunde geht.

Die Gravitation eines Schwarzen Lochs ist stark; so stark, dass kein Licht entweichen kann. So sind die Schwarzen Löcher zu ihrem Namen gekommen, denn sie sind unsichtbar. Dass Astronomen sie dennoch ausfindig machen können, liegt daran, ...

... dass sich das Material und die Sterne in der Umgebung eines Schwarzen Lochs auffällig "verhalten".

Schwarze Löcher (rechts) können nämlich ganze Sterne verschlingen. Zerren sie an der Gashülle eines Sterns (links), rasen Gas und Staub von dort in einer drehenden Scheibe um das Schwarze Loch herum und ...

... werden dabei allmählich Richtung Zentrum transportiert. Die um das Loch herumwirbelnde Materie gibt Strahlung ab. Und die ist mit bestimmten Teleskopen sichtbar.

Auch konnte bereits beobachtet werden, dass Schwarze Löcher einen Teil der verschlungenen Materie in Energie umwandeln und als Gammastrahlung oder Teilchenstrom ...

... in sogenannten Jets wieder von sich schleudern.

Schwarze Löcher gibt es in drei Größen: Die kleinsten sind die sogenannten primordialen Schwarzen Löcher. Sie entstanden beim Urknall. Sie sind, so die Einschätzung von Wissenschaftlern, klein wie ein Atom, dabei aber so massereich wie ein ganzer Berg.

Die stellaren Schwarzen Löcher sind unter den mittelgroßen die häufigsten. Sie können 20 Mal so schwer sein wie unsere Sonne, obwohl sie im Durchmesser kaum mehr als 10 Kilometer groß sind.

Dutzende solcher stellaren Schwarzen Löcher werden in der Milchstraße vermutet.

2009 entdeckten Astronomen in der 290 Millionen Lichtjahre entfernte Galaxie ESO 243-49 ein Schwarzes Loch, das etwa 500 Mal so viel Masse hat wie unsere Sonne. Damit war eine neue Klasse mittelgroßer Schwarzer Löcher begründet.

Die supermassereichen Schwarzen Löcher sind die größten. Wie sie entstanden sind, wird noch erforscht.

In der Masse entsprechen sie mehr als einer Million unserer Sonnen, manchmal sind es gar Milliarden. In der Größe gehen sie jedoch nicht über den Durchmesser unseres Sonnensystems hinaus.

Forscher gehen davon aus, dass jede große Galaxie in ihrem Zentrum ein supermassereiches Schwarzes Loch hat.

So befindet sich inmitten der Milchstraße das supermassereiche Schwarze Loch Sagittarius A. Es hat die Masse von vier Millionen unserer Sonnen, ist dabei aber nicht größer als eine einzige.

Supermassereiche Schwarze Löcher sind – so eine verbreitete These – zur selben Zeit entstanden wie die Galaxie, in der sie sich befinden. Ihre Größe hängt mit der Größe der umgebenden Galaxie zusammen.

Die Gefahr, dass irgendwann ein Schwarzes Loch die Erde verschlucken könnte, besteht nicht. Denn so beunruhigend Schwarze Löcher auch wirken mögen: ...

Sie wandern nicht aufs Geratewohl durchs All, sondern folgen bestimmten Gesetzmäßigkeiten.

Vieles hat man über die "gefräßigen Monster" im Weltall bereits herausgefunden, doch große Fragen sind noch offen: ...

Wie viele Schwarze Löcher gibt es? Wie entstanden die supermassereichen unter ihnen? Wie groß können sie werden? Und können Schwarze Löcher auch "sterben"?

Unsere Sonne jedenfalls wird, so viel steht fest, wie andere Sterne auch irgendwann ihr Leben aushauchen. Doch sie hat nicht genug Masse, als dass sich aus ihr ein Schwarzes Loch bilden könnte.

Die Sonne wird sich in mehreren Milliarden Jahren zu einem Roten Riesen aufblähen, bevor ...

... sie später als Weißer Zwerg endet.

Für die Erde sieht es dann schlecht aus.

Wahrscheinlich verglüht sie – ebenso wie Merkur und Venus.

Die Existenz der Erde hängt stark von der Sonne ab. Schwarze Löcher braucht es für ihren Untergang nicht.

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