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Höher, schneller, weiter: Tierische Rekorde

 
Höher, schneller, weiter: Tierische Rekorde

Die Natur ...

... bringt wundersame Dinge hervor. (Tannenzapfentier)

Der Mensch liebt es, diese Dinge zu erforschen, einzuordnen und zu kategorisieren. (Asiatische Goldkatze)

Dafür werden Tiere und ihr Verhalten beobachtet, untersucht und vermessen. (Seehund beim Hörtest)

Dinge oder Tiere mit besonderen Fähigkeiten oder Maßen werden dann zu Rekordhaltern erklärt. Hier einige Beispiele: ...

Die meisten Lebewesen existieren in der Gartenerde.

In nur 100 Gramm leben ungefähr 333 Millionen Bakterien, 3,5 Millionen Algen, 333 Millionen Pilze und 100 Millionen einzellige Tiere.

Die Kleine Stubenfliege hat die meisten Nachkommen. In der Zeit von April bis September könnte eine Fliege dafür sorgen, dass 5,6 Billionen Nachkommen entstehen.

Der Nachwuchs dieser Fliege und deren Nachkommen wiederum würden in einem Jahr das Gesamtgewicht von 8000 Tonnen erreichen.

Bei klimatischen Bedingungen wie in Mitteleuropa können pro Jahr sieben Generationen entstehen. Überwintern können die Tiere nur im Larven- oder Puppenstadium.

Der Goliathkäfer ist das größte und schwerste lebende Insekt der Welt.

Die männlichen Tiere sind größer als die weiblichen. Mit einer Länge von elf Zentimetern und einem Körpergewicht von mehr als 100 Gramm sind sie wahre Riesen unter den Insekten.

Das höchste Tier auf der Erde ist die Giraffe.

Eine ausgewachsene Steppengiraffe erreicht eine Gesamthöhe zwischen 4,7 und 5,3 Metern.

Das höchste registrierte Tier lebte in einem Zoo in England. Der Massai-Giraffen-Bulle namens George war sechs Meter hoch.

Durch ihre Körperhöhe und den langen beweglichen Hals hat die Giraffe die Möglichkeit, Zweige und Blätter an Bäumen zu fressen, die andere Tiere nicht erreichen.

Der Gepard ist das am schnellsten laufende Tier der Welt, aber nur auf der kurzen Strecke. Die Raubkatze ereicht Spitzengeschwindigkeiten von 120 km/h. Die schnellsten Tiere können in drei Sekunden auf über 100 km/h beschleunigen.

Solche Sprints kann das Tier höchstens 500 Meter durchhalten. Die Schnelligkeit braucht der Gepard, um erfolgreich zu jagen.

Die Rennerei kostet das Tier viel Kraft. Außerdem steigt die Körpertemperatur der Raubkatze gefährlich auf über 40 Grad Celsius an. Nach der Jagd benötigen Geparden deshalb lange Ruhepausen, um sich zu regenerieren.

Schnellster Langstreckenläufer ist der Gabelbock. Er kann sechs Kilometer in einem Tempo von 55 bis 60 km/h zurücklegen.

Die Tiere leben in großen Herden in Nord- und Südamerika. Auch die weiblichen Tiere werden Gabelbock genannt. Ihr gesamter Körper ist auf das schnelle Laufen auf langen Strecken ausgerichtet.

Der Herz-Lungen-Bereich der Tiere beispielsweise ist stark vergrößert, so dass sie drei Mal soviel Sauerstoff aufnehmen können wie andere gleichgroße Tiere.

Am längsten von allen Tieren lebt die Riesenschildkröte. Sie kann weit über 100 Jahre alt werden.

Wie alt ein solches Exemplar tatsächlich werden kann, lässt sich nur schätzen. Urkundlich belegt ist eine Seychellen-Schildkröte, ...

... die als erwachsenes Tier in die Obhut von Menschen gelangte und dort noch 152 Jahre lang lebte.

Ihr gegenüber steht ein Aldabra-Riesenschildkrötenmännchen mit dem Namen Adwaitya. Es lebte zuletzt im Zoo von Kalkutta in Indien ...

... und soll laut Zoo-Unterlagen bereits 1750 geschlüpft sein. Adwaitya soll demnach über 250 Jahre alt geworden sein. Die Schildkröte starb im März 2006.

Mit einer Bauchpanzerlänge von 1,20 Metern und einem Gewicht von bis zu 250 Kilogramm gehört die Riesenschildkröte zu den größten und schwersten Kriechtieren unserer Zeit.

Die größten Ohren aller Tiere hat der Afrikanische Elefant. Beide Ohren zusammen haben eine Fläche von bis zu acht Quadratmetern.

Zudem frisst kein Landtier mehr als er. Ein ausgewachsenes Tier braucht am Tag bis zu 400 Kilogramm pflanzliche Nahrung.

Bis vor kurzer Zeit galt der Floh als das Tier, das in Bezug auf seine Körpergröße am höchsten springen kann.

Wissenschaftler fanden jetzt heraus, dass die Wiesenschaumzikade noch höher springen kann. (Zikade, andere Art)

Die Zikade springt bis zu siebzig Zentimeter hoch. Das ist mehr als das Hundertfache ihrer Körpergröße. Die Beschleunigung beim Sprung beträgt 4000 Meter pro Sekunde. (Larve der Wiesenschaumzikade)

Das Insekt schafft diese Meisterleistung durch einen speziellen Katapultmechanismus an seinen Hinterbeinen. (Larvenstadium)

Der Strauß hält gleich drei Rekorde.

Er ist der größte ...

... und der am schnellsten laufende Vogel der Erde.

Außerdem legt der Strauß die größten Eier.

Ein Ei kann bis zu zwei Kilogramm wiegen. Der Inhalt entspricht ungefähr 40 mittelgroßen Hühnereiern.

Der Wanderfalke erreicht die höchste Geschwindigkeit beim Jagen. Er stürzt sich aus großer Höhe direkt auf seine Beute ...

... und erreicht dabei eine Geschwindigkeit von mehr als 200 km/h. Der Wanderfalke beherrscht mehrere Jagdtechniken und jagt ausschließlich Vögel im freien Luftraum.

Der Stirnlappenbasilisk, der rund 200 Gramm wiegt, besitzt die Fähigkeit, kurze Strecken über das Wasser zu laufen und wird deshalb auch Jesus-Lizard genannt.

Die besonderen Fähigkeiten von Tieren sind die Antwort der Natur auf spezifische Lebensbedingungen oder spezielle Lebensräume, die die Tiere meistern müssen, um zu überleben. (Alle nicht gekennzeichneten Bilder: dpa und Wikipedia)

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