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Galaxie Milchstraße, ziemlich am Rand: Unser Sonnensystem

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Dass es irgendwo ein echtes Gegenstück zur Erde gibt, ist daher für viele Forscher keine Frage. Doch wann man einen solchen Planeten finden wird, das steht noch in den Sternen. (Foto: dpa)

Dass es irgendwo ein echtes Gegenstück zur Erde gibt, ist daher für viele Forscher keine Frage. Doch wann man einen solchen Planeten finden wird, das steht noch in den Sternen.

Die Sonne: Sie ist einer von rund 200 Milliarden Sternen in unserer Galaxie, ...

... der Milchstraße.

Unser Sonnensystem liegt am Rand der Milchstraße, weit weg vom Zentrum.

Es besteht aus acht Planeten, die um die Sonne kreisen, begleitet von diversen Monden. Hinzu kommen Zwergplaneten, wie zum Beispiel Pluto, sowie Kometen, Asteroiden und Meteoriten.

Planet Merkur ist der Sonne am nächsten. Etwa 58 Millionen Kilometer ist er durchschnittlich von ihr entfernt.

Die Temperaturschwankungen auf dem Merkur sind so groß wie auf keinem anderen Planeten in unserem Sonnensystem. Tagsüber kann es dort 430 Grad Celsius heiß werden, nachts sinken die Temperaturen mitunter auf minus 170 Grad Celsius ab.

Merkur ist der kleinste Planet unseres Sonnensystems. Sein Durchmesser beträgt 4880 Kilometer, bei der Erde sind es mehr als 12.700 Kilometer.

Dafür ist Merkur besonders schnell: Er bewegt sich in seinem Orbit mit 47,87 Kilometern pro Sekunde.

Merkur ist ein Gesteinsplanet wie die Erde, die Venus und auch der Mars.

2012 lieferte die Raumsonde Messenger Daten, die darauf schließen lassen, dass Merkur einen gigantischen Eisenkern hat. Außerdem zeigten sich Hinweise auf vulkanische Aktivitäten in der Frühzeit des Planeten.

Auch auf der Venus gibt es Vulkane, einige von ihnen sind wahrscheinlich sogar aktiv.

Die Venus ist der zweitinnerste Planet unseres Sonnensystems. Auf ihrer Umlaufbahn kommt sie der Erdbahn am nächsten. Bis auf 38 Millionen Kilometer kommt sie an uns heran.

Die Venus hat fast die gleiche Größe wie die Erde.

Nach dem Mond ist die Venus (links oben) das hellste natürliche Objekt an unserem Sternenhimmel. Sie ist am besten in der Dämmerung oder nachts zu sehen, nie gegen Mitternacht.

Anders als andere Planeten dreht sich die Venus von ihrem Nordpol aus gesehen im Uhrzeigersinn. Auf der Venus geht die Sonne daher im Westen auf und im Osten unter.

Die Venus dreht sich extrem langsam um sich selbst. Eine Umdrehung dauert so lange wie 243 Tage bei uns. Das Venusjahr aber ist schon nach 225 Erdtagen vorbei.

Der Boden der Venus ist dunkelrot glühend. Durchschnittlich ist es mehr als 460 Grad Celsius heiß auf dem Planeten. Gewässer gibt es auf der Venus daher nicht.

Sonnenlicht kommt auf der Venus nur in geringen Mengen an, denn der Planet ist immer von einer Wolkenhülle umgeben. Die Sichtweite auf der Venus beträgt nur rund drei Kilometer.

Kommen wir zu unserem Heimatplaneten, der Erde. Sie ist in vielerlei Hinsicht besonders.

Ihre Entfernung von der Sonne beträgt rund 150 Millionen Kilometer. Das ist gerade so weit, dass ...

... lebensfreundliche Bedingungen auf der Erde herrschen. Damit Leben existieren kann, darf es nicht zu kalt und nicht zu warm sein, ...

... flüssiges Wasser muss in großen Mengen vorhanden sein und ...

... die Atmosphäre muss die richtige Mischung aus Stickstoff und Sauerstoff enthalten. Auf der Erde sind all diese Voraussetzungen erfüllt.

Die Erde ist der einzige Planet im Sonnensystem, auf dessen Oberfläche flüssiges Wasser existiert.

71 Prozent der Erde sind davon bedeckt.

Sollte es auf dem blauen Planeten mal zu eng werden für uns Menschen, weichen wir - so die Vision einzelner Wissenschaftler - auf den Mars aus. Damit das möglich ist, muss dort allerdings erstmal "Terraforming" betrieben werden, das heißt, der Planet muss bewohnbar gemacht werden. Bislang sind die auf dem Mars vorherrschenden Bedingungen recht lebensfeindlich.

Die mittlere Temperatur zum Beispiel liegt auf dem Mars bei 55 Grad Celsius unter null.

Die Marsatmosphäre besteht zu 95,3 Prozent aus Kohlendioxid. Der Sauerstoffanteil (in der Erdatmosphäre sind es rund 20 Prozent) ist sehr gering.

Die Polkappen des Mars sind vereist. Was dort gefroren ist, ist überwiegend Kohlendioxid. Nur ein geringer Teil ist Wassereis. In flüssiger Form kann Wasser auf der Marsoberfläche wegen der dünnen Atmosphäre nicht existieren.

Im Marsfrühjahr kommt es oft zu heftigen Staubstürmen. Die Windgeschwindigkeiten erreichen auf dem Boden des Planeten dann fast 400 Kilometer je Stunde.

Der Mars ist kleiner als die Erde. Sein Durchmesser ist etwa halb so groß. Damit ist er der zweitkleinste Planet in unserem Sonnensystem.

Bevor Menschen auf dem Mars leben können, muss vor allem erstmal eines klappen: eine bemannte Mars-Mission. Die Raumfahrt arbeitet daran.

Auf den zweitkleinsten folgt der größte Planet unseres Sonnensystems: Jupiter.

Er ist ungefähr elf Mal so groß wie die Erde und besitzt zweieinhalb Mal so viel Masse wie die anderen sieben Planeten zusammen.

Der Jupiter hat diverse Ringe, die aus Staubteilchen bestehen, ...

... er hat Äquatorstreifen aus Wolken und ...

... einen großen roten Fleck.

Allein dieser Fleck, ein festsitzender Wirbelsturm übrigens, ist fast doppelt so groß wie die Erde.

Jupiter ist, wie auch Saturn, Uranus und Neptun, ein Gasplanet. Er besteht überwiegend aus Wasserstoff und Helium. Eine Weltraumsonde würde auf Jupiter daher nicht landen können.

Jupiter hat 67 Monde. Die vier größten sind die Galileischen Monde Io, Europa, Ganymed und Kallisto.

Viel ausgeprägtere Ringe als Jupiter hat Saturn.

Seine Ringe bestehen zu großen Teilen aus Wassereis und Gesteinsbrocken und sind ...

... auch mit kleineren Fernrohren sichtbar.

Saturn ist nach Jupiter der zweitgrößte Planet unseres Sonnensystems.

Am Südpol des Saturns tobt ein ortsfester, hurrikanähnlicher Sturm mit einem Durchmesser von rund 8000 Kilometern.

Auf Saturn (hier mit Titan, seinem größten Mond) ist es bitterkalt: minus 150 Grad Celsius.

Uranus ist der nächste Planet in unserem Sonnensystem. Er ist 2,9 Milliarden Kilometer von der Sonne entfernt, fast 20 Mal so weit wie die Erde.

Mit seinem Durchmesser von 51.000 Kilometern ist er rund viermal so groß wie die Erde.

Uranus rotiert, wie die Venus, im Uhrzeigersinn. Und er wälzt sich durchs Universum: Seine Rotationsachse liegt fast waagerecht, so dass Uranus rollt wie ein Ball.

Uranus empfängt nur ein Vierhundertstel der Sonnenwärme, die bei uns ankommt. Sein Inneres besteht aus Eis, weshalb er auch Eisriese genannt wird. Diesen Namen teilt er sich mit ...

... Neptun, dem Planeten, der am weitesten von der Sonne entfernt ist. Auf Neptun ist es minus 200 Grad Celsius kalt. Damit ist er der kälteste Ort des Sonnensystems.

Der windigste Ort ist er obendrein. Auf Neptun - hier der Blick von Triton, einem seiner Monde - toben Stürme mit Geschwindigkeiten von 1600 Kilometern pro Stunde.

Das nun waren die Planeten unseres Sonnensystems. Doch in der Milchstraße wimmelt es von Planeten.

Die uns nächsten Sterne mit Planeten sind Alpha Centauri B, rund 4,3 Lichtjahre von der Erde entfernt, und ...

... Epsilon Eridani in gut zehn Lichtjahren Entfernung.

Rund 2000 Lichtjahre weit weg ist Kepler-11, ein Sternsystem mit sechs Planeten und einem sonnenähnlichen Zentralstern. Alle Planeten von Kepler-11 sind größer als die Erde. Doch ...

... jeder zweite Stern in der Milchstraße soll Planeten besitzen, die etwa so groß sind wie die Erde, 15 davon in der bewohnbaren Zone ihres Sterns.

Dass es irgendwo ein echtes Gegenstück zur Erde gibt, ist daher für viele Forscher keine Frage. Doch wann man einen solchen Planeten finden wird, das steht noch in den Sternen.

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