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Die schönsten Naturwunder Deutschlands: Wasserlandschaften zur Wahl

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Erst waren es Naturphänomene aus Urlaubsregionen (dabei gewann das Wattenmeer), ... (Foto: picture-alliance/ dpa)

Erst waren es Naturphänomene aus Urlaubsregionen (dabei gewann das Wattenmeer), ...

Erst waren es Naturphänomene aus Urlaubsregionen (dabei gewann das Wattenmeer), ...

... dann Waldgebiete (Sieger war hier der Nationalpark Harz), ...

... nun sind es Gewässer: Zum dritten Mal bereits startete die Heinz Sielmann Stiftung 2011 per Internet eine Wahl zum beliebtesten Naturwunder der Deutschen. Zur Abstimmung standen diesmal 24 Naturlandschaften.

Gesucht wurde die schönste Wasserlandschaft Deutschlands. Wer hat das Rennen gemacht - romantische Bachläufe, reißende Wasserfälle, verwunschene Teichlandschaften, mystische Moore, stille Seen ...

... oder doch das Meer? Hier die 24 Kandidaten:

Nationalpark Müritz: Quell-, Moor- und Waldseen bilden eine einzigartige Seenlandschaft im Nationalpark Müritz, dem natürlichsten Teil der Mecklenburger Seenplatte. Die Uferbereiche unter und über der Wasserlinie sind die artenreichsten natürlichen Lebensräume unserer Landschaft. (im Bild: Wienpietschseen bei Waren)

Naturpark Altmühltal: Zwischen steil aufragenden, bis zu 70 Meter hohen Felswänden windet sich die Donau im Naturschutzgebiet "Weltenburger Enge" durch ihr schmales Bett. Die Kraft des Wassers formte vor 200.000 Jahren diese eindrucksvolle Landschaft. (Donaudurchbruch "Weltenburger Enge")

Der Naturpark Dahme-Heideseen ist wald- und gewässerreich. Inmitten ausgedehnter Kiefernwälder findet man stille, klare Waldseen mit seltenen Moorpflanzen am Ufer. Hier leuchtet der Sumpfporst, auch Moor-Rhododendron genannt, in weißer Blüte.

Nationalpark Jasmund: Das Nationalparkgebiet umfasst den überwiegend aus Kreidekalk aufgebauten und bewaldeten Höhenrücken der Stubnitz, die Kreidefelsen und einen 500 Meter breiten Bereich der Ostsee. (Foto: am Fuße des Königsstuhls)

Der Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft ist eine einzigartige Küstenlandschaft mit großen Wasserflächen von Bodden und Ostsee. Zu ihm gehört der größte Brackwasser-Lebensraum der Erde. Zudem beherbergt er einer der bedeutendsten Kranichrastplätze Mitteleuropas.

Im Naturpark Bayerischer Wald findet man - unter anderem - eine Besonderheit: Nur im Großen und im Kleinen Arbersee gibt es die als "Schwimmende Inseln" bezeichneten Schwingrasen, die keine Verbindung zum Untergrund haben, sondern allein von der Wasseroberfläche getragen werden. (Foto: Schwimmende Inseln am Großen Arbersee)

Im Naturpark Kyffhäuser brüten viele bedrohte Arten wie Wachtelkönig, Heidelerche, Sperbergrasmücke, Grau- und Mittelspecht. Das Feuchtgebiet "Helmestausee" (im Bild) ist ein international bedeutendes Rastgebiet für viele Zugvogelarten. Jedes Jahr im Herbst wiederholt sich im Naturpark das spektakuläre "Schauspiel Kranichrast".

Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer: Er ist Teil des Weltnaturerbes Wattenmeer. Ständiger Wandel, Ebbe und Flut machen aus dem Wattenmeer ein Naturparadies für Millionen von Vögeln, für Seehunde, Wattschnecken und viele andere Tiere und Pflanzen. (Foto: Sanderlinge am Strand)

Nationalpark Berchtesgaden: Der Schrainbach in Deutschlands einzigem Alpen-Nationalpark stürzt über mehrere Fallstufen senkrecht in den Königssee. Auf nur 1600 Metern Länge entwickelt er sich von einer sanften Quelle zum reißenden Wildbach.

Das Biosphärenreservat Mittelelbe ist das älteste deutsche Biosphärenresevat (seit 1979) und die Heimat des Elbebibers. An den Ufern der Elbe erstreckt sich eine der letzten naturnahen Flusslandschaften Europas. Die Elbe formte diese einmalige Auenlandschaft, die eine beeindruckende Fülle von Tier- und Pflanzenarten aufweist. (Foto: Elbe bei Dessau)

Naturpark Lauenburgische Seen: Saubere Quellen in den Wäldern werden zu sprudelnden, kristallklaren Bächen. Kraniche, Eisvögel und Seeadler leben hier, Inseln und Werder prägen das romantische Erscheinungsbild. Die vielfältige Seenregion ist wichtiges Brut-, Rast- und Nahrungsgebiet für viele Vögel. (Foto: an der Pinnau)

Naturpark Nördlicher Oberpfälzer Wald: Beeindruckende Felspartien mit sich über 30 Meter hoch auftürmenden Granitmassen umsäumen das erlenbestandene Flussbett im wildromantischen Waldnaabtal bei Windischeschenbach. Der Granitaushöhlung "Strudelloch Gletschermühle" in diesem steinernen Wundergarten wird nachgesagt, den Eintritt in die geheimnisvolle Unterwelt zu ermöglichen.

Naturpark und Biosphärenreservat Bayerische Rhön: Im nördlichsten Teil Bayerns liegt die Rhön, "das Land der offenen Fernen", eine Mittelgebirgslandschaft mit Bergwiesen, Blockschuttwäldern, Fließgewässern und Heilquellen. Auf dem Lehrpfad "Schwarzes Moor" kann man eins der bedeutendsten Hochmoore Mitteleuropas entdecken. (Foto: "Schwarzes Moor")

Nationalpark Harz: Fließgewässer, Moore und Wälder bilden die einzigartige und artenreiche Mittelgebirgslandschaft in einem der größten Waldnationalparke Deutschlands. Eine besondere Attraktion des Ilsetals im Nationalpark sind die kaskadenartigen Ilsefälle. (Foto: Ilsetal)

Nationalpark Kellerwald-Edersee: Der einzige hessische Nationalpark, Ende Juni 2011 mit vier weiteren Buchenwaldregionen Deutschlands zum Unesco-Weltnaturerbe erklärt, schützt einen der letzten großen und naturnahen Rotbuchenwälder Mitteleuropas. Über 500 reine Quellen und naturnahe Bäche gehören zu den Schätzen des Nationalparks. In den klaren Waldbächen entwickeln sich die Larven des Feuersalamanders.

Das Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft ist eine von Deutschlands größten Teichlandschaften und Lebensraum für über 5000 Tier- und Pflanzenarten. Hier kann man zum Beispiel Seeadler beobachten und dem Röhren von Hirschen oder dem Trompeten von Kranichen lauschen. (Foto: Rotbauchunke in der Oberlausitz)

Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft: Der "Loben" ist eines der letzten weitgehend intakten Moore im Süden Brandenburgs. Landwirtschaft und Bergbau haben dem 1981 unter Naturschutz gestellten Gebiet lange Zeit Wasser entzogen. Bis 2007 wurde Torf als Heilmittel für den Kurbetrieb abgebaut. Die danach vorgenommenen Wiedervernässungsmaßnahmen wirken bereits, der Erfolg ist sichtbar. (Foto: im Naturschutzgebiet Loben)

Nationalpark Eifel: Majestätische Buchen, knorrige Eichen, wilde Bäche und glitzernde Seenlandschaften - der von Wald, Wasser und Wildnis geprägte Nationalpark Eifel bietet über 1200 bedrohten Tier- und Pflanzenarten Schutz. Man findet Bachtäler mit Auenwäldern und wilden Narzissen, Moore und Heiden sowie ausgedehnte Laubwälder.

Der Naturpark Eichsfeld-Hainich-Werratal wird von einem dichten Netz kleiner Bäche durchzogen. Sie haben ihren Ursprung in mächtigen Kalksteinschichten. Eine Besonderheit ist der Kalksinterbach. Seine Quellen sind so kalkreich, dass es beim Austritt des Wassers zur Kalkausfällung kommt. Solche Sinterablagerungen sind auch im Naturpark zu bewundern, z.B. am Lutterwasserfall bei Großbartloff (im Bild), der Lebensraum für Wasseramsel, Zaunkönig und Gebirgsbachstelze bietet.

Biosphärenreservat Spreewald: Die Landschaft des Spreewalds ist einmalig in Deutschland. Eben noch ein "ordentlicher" Fluss, verzweigt sich die Spree hier plötzlich in Hunderte von Wasserläufen, die ein einzigartiges, geheimnisvolles Wasserlabyrinth ergeben. Die Lebensräume sind sehr vielfältig: Bruch-, Sumpf- und Auwälder, Moore, Sümpfe und Röhrichte sowie naturnahe Feucht- und Nasswiesen findet man hier.

Nationalpark Unteres Odertal: Das untere Odertal im Norden Brandenburgs an der Grenze zu Polen zählt zu den wenigen naturnahen Flussauen Mitteleuropas und zu den letzten großflächigen unverbauten und unzerschnittenen Naturlandschaften Deutschlands. Der Nationalpark, einziger deutscher Auennationalpark, ist vor allem als bedeutendes Brut-, Rast- und Überwinterungsgebiet für Vögel bekannt. (Foto: im Frühjahr überflutete Auenlandschaft)

Der Nationalpark Bayerischer Wald ist eine einzigartige bewaldete Mittelgebirgslandschaft mit Wäldern, Mooren, Eiszeitseen, Blockhalden und Fließgewässern. Eingerahmt von unberührter Waldnatur durchziehen klare Bergbäche in sprudelnden Kaskaden den Nationalpark. Sie sind Lebensraum seltener Tiere wie Fischotter, Eisvogel und Wasseramsel. (Foto: Bergbach Kleine Ohe)

UNESCO-Biosphärenreservat Schwäbische Alb: Im Albvorland prägte der Mensch bereits früh die Landschaft durch die Nutzung von Wasserkraft. Die Baumannsche Getreidemühle in Pfullingen (im Bild) war um 1900 eine der 22 gleichzeitig aktiven Mühlen in diesem Ort. In Neidlingen steht die einzige in Betrieb befindliche Kugelmühle Deutschlands, welche mit Hilfe des Wassers Kugeln herstellt.

Das Biosphärenreservat Schaalsee ist ein buntes Mosaik aus Wäldern, Mooren, Wiesen, Feldern und vielen Seen. Durch den Schaalsee verlief früher die innerdeutsche Grenze. Die Zwangsruhe ist diesem tiefsten See Deutschlands gut bekommen. Adler, Kraniche und Fischotter fühlen sich hier wohl.

Welche Wasserlandschaft ist Ihr Favorit? Bis zum 12. September 2011 konnte abgestimmt werden unter: sielmann-stiftung.de/naturwunder. Dort stehen auch die Gewinner, die Top 5 der Naturwunder 2011: ...

Auf Platz 1 liegt mit 21,5 Prozent der Stimmen Vorjahressieger Nationalpark Harz (Bild: Fluss Ilse im Ilsetal bei Ilsenburg). Es folgen: 2. Nationalpark Bayerischer Wald, 3. Nationalpark Kellerwald Edersee, 4. Naturpark Altmühltal, 5. Nationalpark Berchtesgaden (Text: Andrea Beu, mit HSS)

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