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Sonntag, 21. Dezember 2014

Zum Teil gefährlich, oft gesund: Weihnachtsgewürze mit Wirkung

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Ein Weihnachtsmann ohne rote Mütze und weißen Bart? Undenkbar! Ebenso wie die Weihnachtszeit ohne ... (Foto: picture alliance / dpa)

Ein Weihnachtsmann ohne rote Mütze und weißen Bart? Undenkbar! Ebenso wie die Weihnachtszeit ohne ...

Ein Weihnachtsmann ohne rote Mütze und weißen Bart? Undenkbar! Ebenso wie die Weihnachtszeit ohne ...

... Spekulatius, Zimtsterne und Lebkuchen. Die Leckereien gehören hierzulande einfach zum Fest dazu. Himmlisch weihnachtlich schmecken sie - dank bestimmter ...

... Zutaten, die bei uns eben hauptsächlich in Weihnachtsgebäck Verwendung finden. Alle Jahre wieder sind Zimt, Nelken & Co. in aller Munde. Zum Teil sind die Gewürze mit Vorsicht zu genießen. Doch viele haben eine Wirkung, die man gerade nach dem ...

... doch recht mächtigen Gänsebraten nicht missen möchte. Das gilt zum Beispiel für ...

... Anis. Das Gewürz ist nicht nur gut gegen Husten (besonders, wenn man es als Tee genießt), sondern ...

... hilft eben auch bei der Verdauung fetter Speisen. Anis regt die Drüsen des Magen-Darm-Traktes an. So wirkt das Gewürz Völlegefühl, Blähungen und Krämpfen entgegen.

Auch Zimt leistet gute Dienste bei der Verdauung fettreicher Speisen. Außerdem regt er die Durchblutung und den Kreislauf an. Doch Achtung! Bei ...

... Zimtgebäck ist Vorsicht geboten. Hier sollte man Maß halten. Ein natürlicher Aromastoff des Zimts nämlich ist Cumarin. Und das schädigt in größeren Mengen die Leber. Außerdem gilt es als krebserregend.

Kleinkinder sollten deshalb - so das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) - nicht mehr als 6 kleine Zimtsterne oder 100 Gramm Lebkuchen am Tag essen. Dann ist der Cumarin-Höchstwert erreicht.

Erwachsene dürfen sich 15 Zimtsterne am Tag genehmigen.

Wer viel Zimt isst, so das BfR, sollte Ceylon-Zimt verwenden. Der enthält nur wenig Cumarin. In gekauftem Gebäck hingegen steckt meist der cumarinreiche Cassia-Zimt.

Ebenfalls mit Vorsicht zu genießen: Muskatnuss. Sie würzt oft Lebkuchen, darf aber wirklich nur in kleinen Mengen verwendet werden.

Ab vier Gramm Muskatnuss treten beim Erwachsenen Vergiftungserscheinungen auf. Eine ganze Nuss wäre hochgiftig.

In geringer Dosis aber beruhigt Muskatnuss die Nerven, hilft bei rheumatischen Beschwerden und Muskelschmerzen und fördert die Durchblutung.

Ebenfalls gut für die Nerven: Koriander. Er wirkt außerdem belebend und soll auch gegen Migräne helfen.

Die Gewürznelke dagegen ist eine gute Erste-Hilfe-Maßnahme bei Zahnschmerzen. Das in der Nelke enthaltene Eugenol blockiert die Schmerznerven im Mund, wenn man sie bei akuten Problemen zerbeißt. So wird der Schmerz erträglicher. Gleichzeitig ...

... wirken Gewürznelken entzündungshemmend, desinfizierend und ...

... appetitanregend. Gibt man sie Rotkohl bei, beugt das dem Völlegefühl vor. Gewürznelken regen die Darmbewegung an.

Ingwer, der dem Lebkuchen im Englischen seinen Namen gab (dort heißt er "Gingerbread"), bringt die Verdauung auf andere Weise auf Trab: Er fördert ...

... die Magensaftproduktion und die Gallebildung. So hilft er auch bei Übelkeit und Erbrechen.

Auch Kardamom gehört zur Ingwer-Familie. Er bereichert Spekulatius, Lebkuchen und ...

... Stollen und wirkt - wie Ingwer - gegen Verdauungsprobleme und Übelkeit.

Echte Vanille schließlich (nicht Vanille-Aroma!) hat das Zeug, das Fest zu retten, wenn es nicht ganz so fröhlich verläuft wie erhofft: Sie wirkt stimmungsaufhellend und kurbelt die Produktion von Glückshormonen an.

Weihnachtsgewürze können was! Aber grundsätzlich gilt: Gewürze sind keine Arzneimittel. Und "Viel hilft viel" ist die falsche Devise - nicht nur geschmacklich. Besonders sensibel reagieren ...

... mitunter Schwangere auf das gewisse weihnachtliche Etwas: Weihnachtsgewürzen wird nachgesagt, dass sie Wehen auslösen können. Unter Umständen sollte frau also einen Bogen um das Advents- und Feiertagsgebäck machen. Im nächsten Jahr schmeckt es dann doppelt so gut. (asc)

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