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Für einige ist es lächerlich, für andere ein wahrer Trennungsgrund: Schnarchen ist nicht nur lästig, sondern gefährdet auch die Gesundheit.
Das Thema Schnarchen ist so alt und so brisant, dass es in Unna sogar schon ein Schnarchmuseum gibt. Aber wie entsteht das Schlafgeräusch und welche Auswirkungen kann Schnarchen haben?
Schnarchen ist das knatternde Geräusch, das entsteht, wenn im Schlaf...
die Muskeln erschlaffen.
So sind Zunge, Zäpfchen und Muskulatur des Mundbodens ohne Spannung. Eine Verlagerung in Mund und Rachen entsteht. Die Atemluft kann dadurch nur schwer passieren.
Die Weichteile im Mund beginnen zu flattern,...
Starke Schnarcher erreichen eine Lautstärke von über 80 Dezibel. Das ist lauter als ein Presslufthammer.
Rund 60 Prozent aller Männer und 40 Prozent aller Frauen schnarchen.
Aber auch bei Kleinkindern kommt es schon häufig zum lauten Schlaf und zu Atemstörungen.
Gelegentliches Schnarchen kann entstehen, wenn ein Schnupfen verhindert, dass man während des Schlafes durch die Nase atmet.
Bei "Gewohnheitsschnarchern" dagegen ist oft auch eine Schlafapnoe, ein gelegentliches Aussetzen der Atmung bis zu einer Minute, zu beobachten.
Dieses führt zu Sauerstoffschwankungen im Blutkreislauf und sogar zu Sauerstoffmangel im Gehirn...
und damit zu zentral gesteuerten Weckreaktionen im Körper. Der zur Regeneration notwendige Tiefschlaf wird nicht oder zumindest nicht lange genug erreicht.
Schnarchen und Schlafapnoe wirken sich nachweislich negativ auf Herz- und Kreislaufsystem des Menschen aus.
Dazu kommen Tagesmüdigkeit und Einschlafneigung, Potenzstörungen und depressive Verstimmungen.
Das Schnarchen wird u.a. durch Alkohol, aber auch Fettsucht und eingeschränkte Nasenatmung stark begünstigt.
Um festzustellen, warum jemand schnarcht und ob das Schnarchen die Gesundheit beeinträchtigt, sollte man sich in einem Schlaflabor testen lassen.
Den größten Erfolg bei zu engen Atemwegen versprechen chirurgische Eingriffe, die aber irreversibel sind.
Genauso wie Allergien und die Einnahme von Schlaf- und Beruhigungsmitteln.
zu enge Atemwege können zum Schnarchen führen.
Schnarcher selbst bemerken ihren "lauten" Schlaf meist nicht, obwohl er weitreichende Auswirkungen haben kann.
Ein Schnarcher kann sogar Probleme mit den Nachbarn bekommen. Am meisten betroffen ist jedoch der Partner, der im Doppelbett auf der anderen Seite oder im selben Raum liegt.
Da kann es schnell zu getrennten Betten und Schlafzimmern kommen, denn Schlafmangel ist ungesund, erzeugt Stress...
und selbst die Liebe...
kann dadurch auf Eis liegen.
Schnarchen macht aber nicht nur einsam, sondern kann auch zu Konzentrationsstörungen, Vergesslichkeit und Depression führen.
Zahlreiche Theorien, Hilfs- und Hausmittel, Tricks und Ratschläge sind zum Thema Schnarchen zu finden.
Wie man sich bettet, so schläft, oder in diesem Fall, so schnarcht man.
Manchmal kann schon eine Veränderung der Schlafposition ausreichen, um das störende Geräusch abzustellen.
Dabei soll der Kopf höher gelagert werden als der Rest des Körpers.
Man kann es auch mit einem eingenähten Tennisball im Rücken der Schlafanzugjacke versuchen. Der verhindert, dass sich der Schnarcher auf den Rücken drehen kann.
Auch mit Hilfe dieses Schnarch-Schnullers soll der nächtliche Lärm aufhören.
Bei dem Gerät handelt es sich um eine einfache Membrantrichter-Platte, mit deren Hilfe die Zunge beim Schlafen in einer "Parkposition" hinter den Zähnen gehalten wird und so das Schnarchen verhindern soll.
Alternativ-Mediziner behaupten, dass einige Menschen am Tag nur zu wenig reden, so dass sie in der Nacht versuchen, dieses Defizit durch Schnarchgeräusche auszugleichen.
Ein Geheimtipp für Schnarcher ist auch, eine Meditation der Stille und des geräuschlosen Schlafes kurz vor dem Schlafengehen zu machen.
Aber auch medizinische Gründe, wie eine Verkrümmung der Nasenscheidewand oder...
Hier können Experten genau feststellen, wie geschlafen und geschnarcht wird und welches die richtige Therapie dagegen ist. (Bilder: ap, dpa, pixelio und wikipedia)
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