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Donnerstag, 05. Mai 2016

Das tut weh!: Wunden - von aufgeschürft bis reingebissen

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Diese Wunden sind natürlich fingiert. Es war Zombie-Walk in Essen. Aber wer genau hinschaut, kann auch hier erkennen: Es gibt verschiedene Wundarten. Ein Großteil entsteht mechanisch - durch äußere Kräfte. Doch es gibt auch Wunden, die ... (Foto: imago/Jochen Tack)

Diese Wunden sind natürlich fingiert. Es war Zombie-Walk in Essen. Aber wer genau hinschaut, kann auch hier erkennen: Es gibt verschiedene Wundarten. Ein Großteil entsteht mechanisch - durch äußere Kräfte. Doch es gibt auch Wunden, die ...

Diese Wunden sind natürlich fingiert. Es war Zombie-Walk in Essen. Aber wer genau hinschaut, kann auch hier erkennen: Es gibt verschiedene Wundarten. Ein Großteil entsteht mechanisch - durch äußere Kräfte. Doch es gibt auch Wunden, die ...

... durch eisige Kälte oder ...

... zu große Hitze hervorgerufen werden. Wieder andere ...

... entstehen durch chemische Einflüsse. Eine Wundart, ....

... die wir alle seit Kindesbeinen kennen, ist die ...

... Schürfwunde. Sie ist oft sehr schmerzhaft, aber in der Regel harmlos. Denn betroffen ...

... sind bei Schürfwunden nur die obersten Hautschichten. Typischerweise ...

... geben Schürfwunden reichlich Wundsekret ab. Sie nässen. Zur Infektion neigen sie nicht. Meist verheilen Schürfwunden, ohne dass sich eine Narbe bildet. Das kann bei ...

... Schnittwunden anders sein. Sie hinterlassen oft lebenslange Spuren. Schnittwunden bluten häufig stark. Je nach Tiefe ...

... und betroffener Körperstelle können Muskeln, Sehnen und Nerven mitbetroffen sein. Bei tieferen Schnittwunden ...

... ist es unter Umständen nötig, sie zu nähen oder zu klammern. Die Heilung verläuft meist unproblematisch. Neben Schnittwunden eine der ...

... häufigsten Wunden überhaupt: die Platzwunde am Kopf. Sie ist oberflächlich und entsteht durch den Zusammenprall mit einem stumpfen Gegenstand. Grundsätzlich kommt es an solchen Körperstellen zu Platzwunden, an denen ...

... die Haut direkt dem Knochen aufliegt. Der bildet dann ein Widerlager zur Gewalteinwirkung und die darüber liegende Haut platzt auf. Das geschieht also vor allem an Stirn und Schädel, Schienbein, Knöchel, Ellbogen und Knie. Die Hautränder sind zerfetzt. Die Infektionsgefahr ist größer als bei glatten Schnittwunden.

Sieht nicht aus wie eine Wunde, zählt aber trotzdem dazu: eine Quetschung. Auch Quetschwunden entstehen durch die Gewalteinwirkung eines stumpfen Gegenstands - sei es die Autotür oder ein Hammer. Meist sind ...

... Quetschungen blaut-rot verfärbt und geschwollen. Sie können auch offenliegen, dann sind die Wundränder zerfetzt und auch das darunter liegende Gewebe ist verletzt. In diesem Fall besteht eine hohe Infektionsgefahr.

Entstehen oft in Kombination mit Quetschungen: Risswunden. Hier wird das Gewebe zuerst gequetscht und reißt dann ein. Risswunden bluten stark, bei der Erstversorgung steht die Blutstillung im Vordergrund. Zerfetzte Wundränder werden entfernt, dann wird die Haut genäht. Zu den oberflächlichen Risswunden ...

... gehören Kratzwunden. Sie werden für gewöhnlich von Tieren erzeugt. Kratzwunden sind oft verschmutzt. Dann besteht ein hohes Infektionsrisiko.

Ebenfalls überwiegend von Tieren verursacht, manchmal aber auch von Menschen: Bisswunden. Hai-Angriffe sind ...

... jedoch äußerst selten. In den Industrieländern gehen mehr als ...

... 80 Prozent der Bisswunden auf das Konto von Hunden. Die Infektionsgefahr ist hoch, denn ...

... die in der Hundeschnauze befindlichen Bakterien werden beim Biss auf das Opfer übertragen. Die Erreger können sich im gesamten Körper ausbreiten. Bisswunden sind ...

... eine Kombination aus Quetsch- und Risswunden sowie - man denke an die Zähne - ...

... Stichwunden. Bei diesen ist die äußere Verletzung meist klein, dafür können sie weit in die Tiefe gehen. Je nachdem, welche Körperstelle betroffen ist, können Gefäße, Nerven und Organe in Mitleidenschaft gezogen werden. Außerdem besteht eine hohe Infektionsgefahr, denn mit dem Stich gelangen auch Bakterien in die Tiefe.

Ebenfalls gefährlich fürs Körperinnere: Schusswunden. Hier wird unterschieden zwischen Steckschüssen, bei denen das Projektil im Gewebe steckenbleibt und ...

... entfernt werden muss; Streifschüssen, bei denen das Geschoss den Körper berührt; ...

... Prellschüssen, bei denen das Projektil nicht in den Körper eindringt, sondern davon abprallt (was etwa bei Gummigeschossen der Fall ist), und ...

... Durchschüssen, bei denen das Projektil an einer Stelle in den Körper eintritt und an anderer wieder aus (hier im Bild könnten aber auch zwei Steckschüsse zu sehen sein). - Nun zu den ...

... thermischen, also temperaturbedingten Wunden. Erfrierungen zählen dazu. Sie werden in drei Schweregrade unterteilt. Erfrierungen 1. Grades führen zu einer Rötung der betroffenen Körperteile; bei denen 2. Grades bilden sich zusätzlich Blasen und Frostbeulen. Bei Erfrierungen ...

... 3. Grades färbt sich das Gewebe schwarzblau und stirbt ab. In den betroffenen Bereichen ist kein Schmerz mehr spürbar. Die Haut und die darunterliegenden Schichten sind durch die lange Minderdurchblutung irreversibel geschädigt. Ebenfalls ...

... in drei Schweregrade unterteilt: Verbrennungen. Eine Verbrennung 1. Grades haben viele ...

... schon mal kennengelernt: Der Sonnenbrand gehört dazu. Hier ist nur die oberste Hautschicht betroffen, sie ist rot und schmerzt. Nach einigen Tagen pellt sie sich. Eine Verbrennung ...

... 2. Grades geht tiefer. Sie betrifft auch die unter der Oberhaut gelegene Lederhaut. Die Verbrennung 2. Grades ist durch Blasen gekennzeichnet. Sie heilt ohne Narben, aber die Pigmentierung der Haut kann sich dauerhaft verändern. Verbrennungen 3. Grades sind sehr schwere, tief gehende Verbrennungen, bei denen das Gewebe abstirbt. Wo ebenfalls ...

... Gewebe abstirbt: bei Verätzungen - den chemisch hervorgerufenen Wunden. Medizinisch werden Verätzungen durch Säuren (hier war es Flusssäure) von ...

... denen durch Lauge (hier Natronlauge) unterschieden. In beiden Fällen geht die Auflösung der Haut mit starken Schmerzen einher. Für alle Wunden gilt: Sie müssen gesäubert und desinfiziert werden.

Genäht oder ...

... geklammert werden nur solche, die als keimfrei gelten. (Bisswunden etwa werden daher nicht genäht.) Große Wunden sind grundsätzlich gefährlicher als kleine. Zudem heilt Haut, die wenig bewegt wird, besser als die, die unter Spannung steht. Wunden, die nach drei Monaten nicht abgeheilt sind, gelten als chronisch. In Deutschland sind davon ein bis zwei Prozent der Bevölkerung betroffen. Saubere Wunden ...

... heilen meist problemlos. Mit kleinen Blessuren wird der Körper ganz allein fertig. Die Selbstheilungskräfte machen es möglich. (asc)

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