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Mehr als Kauwerkzeuge: Zähne

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Sich irgendwo durchbeißen,...

Sich irgendwo durchbeißen,...

Sich irgendwo durchbeißen,...

...jemandem die Zähne zeigen,...

...jemandem einen Zahn ziehen oder...

...einem geschenkten Gaul nicht ins Maul sehen...

...sind nur einige Beispiele für Redewendungen, die bereits Hinweise auf die Bedeutung unserer Zähne geben.

Zähne sind nämlich mehr als nur Beiß- und Kauwerkzeuge. Sie helfen dem Menschen bei der Lautbildung, besonders des S-Lautes, und haben außerdem verschiedene soziale Funktionen.

Tiere benutzen ihre Zähne als Waffen und Reißwerkzeuge. Sie zeigen ihre Zähne besonders in Revier- und Rangkämpfen.

Zähne stehen symbolisch für unsere Willens- und Entscheidungskraft.

Sie gelten als persönliches Aushängeschild oder auch als Markenzeichen eines Menschen.

Schöne Zähne sind ein Zeichen für gepflegtes Äußeres und Gesundheit. Ein makelloses Gebiss gehört längst zum gängigen Schönheitsideal.

Ein Zahn besteht aus einer Zahnkrone, einem Zahnhals und einer Zahnwurzel.

Der Zahn selbst ist aus mehreren Schichten aufgebaut. Im Mund sieht man nur den Zahnschmelz, der wie eine Glasur das innen liegende Zahnbein (Dentin) bedeckt. Das Dentin wiederum umschließt das Zahnbein (Pulpa). Ein Zahn ist scheinbar einfach strukturiert.

Bei näherem Hinsehen entpuppt sich jedoch ein raffinierter Aufbau, der perfekt mit der Aufgabe jedes einzelnen Zahnes abgestimmt ist.

Jeder Zahn ist Teil eines Systems, das aus Zähnen, Zahnfleisch, Kieferknochen, Zunge, Gaumen, Lippen, Wangen, Kaumuskeln und Schleimhäuten besteht.

Tritt eine Störung in diesem System auf, kommt es oft zu heftigen Reaktionen. Zahn- oder Kieferschmerzen sind sehr unangenehm, da im Kopfbereich besonders viele Nervenbahnen zusammenlaufen.

Bei Zahnschmerzen sollte möglichst schnell ein Zahnarzt konsultiert werden, denn der Verlust eines Zahnes kann das gesamte System im Mund aus dem Gleichgewicht bringen und Beschwerden wie Rückenschmerzen und Migräne auslösen.

Aus diesem Grund müssen alle Zähne und das Zahnfleisch schon im frühen Kindesalter gründlich und mindestens zwei, besser drei Mal am Tag gereinigt und gepflegt werden.

Bei der täglichen Zahnpflege sollte jeder einzelne Zahn "unter die Lupe"...

...oder bessser "unter die Bürste" genommen und geputzt werden,...

...denn Zähne mit Karies (Zahnfäule) oder entzündetes Zahnfleisch (Parodontitis) können die Ursache für viele andere Krankheiten und Beschwerden sein.

Auch angeborene oder durch Nuckeln erworbene Zahnfehlstellungen können zu gesundheitlichen Einschränkungen wie Kopfschmerzen, Tinnitus oder Magen-Darm-Beschwerden führen.

In diesem Fall sollte ein Kieferorthopäde aufgesucht werden,...

...denn in jedem Alter können solche Fehlstellungen mittels einer festen...

...oder einer herausnehmbaren Zahnspange korrigiert werden. Mit mechanischem Druck und Zug verändert eine Zahnspangen die Lage der Zähne so, dass die Bisskraft im Mund wieder optimal verteilt ist.

Alle Zähne zusammen bilden das Gebiss. Das so genannte bleibende Gebiss eines Menschen umfasst 32 Zähne, 16 im Ober- und 16 im Unterkiefer.

Viele Säugetiere bilden, wie auch der Mensch, zunächst ein Milchgebiss aus, das beim Heranwachsen durch das bleibende Gebiss ersetzt wird.

Die Milchzähne dringen in einer bestimmten Reihenfolge durch das Zahnfleisch. Die ersten Zähnchen kommen im sechsten bis achten Lebensmonat. Es sind mittleren Schneidezähne im Unterkiefer.

Ein vollständiges Milchgebiss besteht aus 20 Zähnen. Der erste bleibende Zahn ist meistens ein Backenzahn.

Erst wenn er durch das Zahnfleisch durchgebrochen ist, (meist im fünften Lebensjahr) werden Milchzähne zu Wackelzähnen.

Die Schneidezähne im Oberkiefer sind meistens bis zur Einschulung "rausgefallen".

Der Wechsel zum bleibenden Gebiss ist meist im dreizehnten Lebensjahr abgeschlossen. Ausnahmen bilden nur die Weisheitszähne. Das sind die hinteren Backenzähne, die erst im Erwachsenenalter durchbrechen.

Da das Durchbrechen der Weisheitszähne wegen Platzmangels meist zu einem gesundheitlichen Problem wird, werden sie oft gezogen oder sogar vor ihrem Durchbrechen operativ entfernt.

Ob ein Zahn gesund oder krank ist, kann nur der Zahnarzt entscheiden, der mindestens einmal im Jahr zu einer Kontrolluntersuchung konsultiert werden sollte.

Diese Zahnarztbesuche sollten in einem so genannten Bonusheft dokumentiert werden, ...

... denn jährliche Zahnarztbesuche können im Falle eines Zahnersatzes Kosten sparen. (Bilder: dpa, ap, wikipedia, pixelio)

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