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Effizient, kaltblütig - und unerbittlich.
Nur mit einem Hauch Samba-Fußball ist Rekordweltmeister Brasilien dem sechsten Titel wieder einen Schritt näher gekommen.
Fast schon standesgemäß zog die Selecao durch ein ungefährdetes 3:0 (2:0) gegen das als Geheimfavorit gehandelte Chile auch bei der WM in Südafrika in das Viertelfinale ein.
Auf dem Papier hatte Chile schon vor dem Achtelfinale ...
... gegen Brasilien keine Chance.
Beide bisherigen WM-Duelle mit dem Rekordweltmeister gingen verloren, das Viertelfinale hatte "La Roja" auch erst einmal erreicht - vor Urzeiten, bei der Heim-WM 1962.
Und dann fehlten Chiles argentinischem Coach Marcelo Bielsa auch noch drei Stammspieler gesperrt.
Dafür mit vollem Einsatz dabei für Chile: Leverkusens Arturo Vidal.
Dass die Selecao dann auch tatsächlich bald das Kommando übernahm, war nicht überraschend, sondern folgerichtig.
Folgerichtig war nach den bisherigen Auftritten der Brasilianer allerdings auch, wie sie den Weg zum Tor der Chilenen suchten: mit Weitschüssen. Doch ob Luis Fabiano (5.), ...
... Gilberto Silva (9.), …
… der nach einer Gelb-Rot-Sperre zurückgekehrte Kaka (10.) …
…oder Ramires (15.) - kein Brasilianer zielte genau genug.
Ramires und Dani Alves hatte Trainer Dunga für die verletzten Felipe Melo und Elano gebracht, doch besonders der Esprit des zweimaligen WM-Torschützen Elano wurde vermisst - was vielleicht daran lag, dass Alves kein Spielmacher, sondern Rechtsverteidiger ist.
Chile verteidigte zäh, hatte in der Vorwärtsbewegung aber kaum etwas zu bieten.
Humberto Suazo, bester Schütze in der WM-Qualifikation von Südamerika und bisher verletzungsbedingt nur mit 45 WM-Minuten, war zunächst am nächsten dran am Torerfolg.
Sein Schüsschen war jedoch ...
... sichere Beute von Torwart Julio Cesar (13.).
In der 27. Minute hatten die Brasilianer Pech, dass Schiedsrichter Howard Webb (England) ihnen einen möglichen Foulelfmeter verweigerte
Pablo Contreras hatte im Strafraum das linke Bein von Lucio getroffen, ...
... der anschließend den sterbenden Schwan aufführte.
Der Kapitän der Selecao fiel spektakulär und schrie auch laut - doch Webb, im richtigen Leben Polizist und kein Theaterkritiker, war nicht zu überzeugen.
Beim 1:0, Lucio ging es schon wieder wesentlich besser, benötigte Brasilien keine Hilfe von Webb, wenngleich aber gütige Unterstützung der Chilenen.
Bei einer Ecke von Alves standen gleich drei Brasilianer richtig bzw. alle Chilenen falsch.
Juan sprang am höchsten.
Und der frühere Leverkusener erzielte aus neun Metern per Kopf sein erstes Tor bei dieser Endrunde (34.).
Mit der ersten tollen Kombination des Spiels ließ Brasilien vier Minuten später das 2:0 folgen.
Kaka leitete einen Pass von Robinho direkt auf Luis Fabiano weiter.
Der Stürmer umkurvte Keeper Claudio Bravo und schob den Ball lässig ins leer Tor.
Es war schon sein dritter Treffer in Südafrika und der Halbzeitstand.
Ein Aufbäumen der Chilenen ...
... erstickten die Brasilianer in der zweiten Halbzeit im Keim.
Wie nach einer guten Stunde, als Ramires den Ball eroberte, ...
... über den halben Platz lief und dann Robinho ...
... vollenden ließ.
Auch danach fanden die Chilenen nicht den Weg nach vorn. Dieser Ball auf die Latte nach einem verunglückten Schuss von Suazo blieb die gefährlichste Aktion.
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