Rund, runder - "Jabulani": Die WM-Bälle von 1970 bis 2010
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Die Zeiten, als noch mit der guten alten Schweineblase gekickt wurde, sind Geschichte. Wer heute hochbezahlter Profifußballer ist, trägt pinke Schuhe und will mit dem edlen Fußkleid nicht gegen Schlachtabfälle treten.Bild 1 von 33 | Foto: picture-alliance/ dpaDer moderne Spielball ist natürlich ein absolutes Hightech-Wunder, sagt sein Hersteller.Bild 2 von 33 | Foto: picture alliance / dpaDas Motto lautet: Rund, runder, am rundesten.
Folge: Alle vier Jahre steht die Welt staunend still, wenn der rundeste WM-Spielball aller Zeiten präsentiert wird. Nachdem der Wunderball der wartenden Weltöffentlichkeit schon im Dezember 2009 präsentiert worden war, wurde heute in Herzogenaurach auch noch der Finalball vorgestellt.Bild 3 von 33 | Foto: picture alliance / dpaFür die WM 2010 in Südafrika heißt das Ergebnis intensivster vierjähriger Labor-Forschung bis ins Halbfinale "Jabulani" ...Bild 4 von 33 | Foto: picture alliance / dpa... und im WM-Endspiel dann "Jo-bulani", der ein wenig goldiger daherkommt.Bild 5 von 33 | Foto: REUTERSDen Ball, dessen Name wie immer mit Bedacht gewählt wurde und in der Sprache der Zulu "feiern" oder "zelebrieren" heißt, ...Bild 6 von 33 | Foto: dpa... zieren elf Farben. Sie sollen, soviel Symbolik muss sein, ebenso elf Spieler darstellen wie die elf offiziellen Sprachen Südafrikas und die elf südafrikanischen Gemeinden.Bild 7 von 33 | Foto: picture alliance / dpaDie Oberfläche von "Jabulani", ist weiterhin zu erfahren, besteht aus einer sogenannten "Grip'n'Groove"-Struktur.Bild 8 von 33 | Foto: picture alliance / dpaDas Ziel: Die Außenhaut soll gut in der Hand liegen und außerdem maximale Kontrolle, ein stabiles Flugverhalten und einen perfekten Grip unter allen Bedingungen ermöglichen.Bild 9 von 33 | Foto: picture alliance / dpaGefertigt wurde die edle Hülle aus acht thermisch gebundenen 3D-Platten, die – Achtung, Weltneuheit! - erstmals kugelförmig designed wurden, ...Bild 10 von 33 | Foto: picture alliance / dpa... um – Überraschung, Überraschung! - einen Fußball zu erschaffen mit einer bisher "nie dagewesenen Rundheit".Bild 11 von 33 | Foto: picture alliance / dpaOptisch ist "Jabulani" nach dem Damenbindenball "Teamgeist" von 2006 damit auf jeden Fall eine Wohltat.Bild 12 von 33 | Foto: picture-alliance/ dpaMichael Ballack, Kapitän der wie Ballack selbst von adidas ausgerüsteten deutschen Fußball-Nationalelf, jubilierte pflichtbewusst über den jüngsten Ball-Coup: "Fantastisch, der Ball macht genau das, was ich will."Bild 13 von 33 | Foto: picture alliance / dpaDamit "Jabulani" am 11. Juni beim WM-Eröffnungsspiel zwischen Gastgeber Südafrika und Mexiko keinen Ärger macht, ...Bild 14 von 33 | Foto: picture alliance / dpa... rollt er seit seiner Vorstellung bei der WM-Auslosung Anfang Dezember bereits in den Profiligen der Welt.Bild 15 von 33 | Foto: picture alliance / dpaDie große, große Ehre, das weltweit erste Pflichtspieltor mit dem neuen Spielgerät erzielt zu haben, kommt Mario Gomez vom FC Bayern zu.Bild 16 von 33 | Foto: picture alliance / dpaNach dem Spiel überraschte Gomez mit einer gewohnt tiefgründigen Analyse: "Der Ball ist definitiv anders als sein Vorgänger."Bild 17 von 33 | Foto: picture alliance / dpaEtwas konkreter ging es dann auch noch: Der Ball sei härter, manchmal tue er sogar weh. "Aber dafür geht er richtig ab, wenn man ihn richtig trifft".Bild 18 von 33 | Foto: picture alliance / dpaKritik gab es aber auch schon: "Katastrophe", befand Ex-Nationalkeeper Timo Hildebrand von 1899 Hoffenheim, das von adidas-Konkurrent Puma ausgestattet wird: "Wenn man ihn voll aufs Tor kriegt, kann man nur noch beten." Aber vielleicht haben die Keeper der deutschen WM-Gegner auch Glück – und Gomez schießt.Bild 19 von 33 | Foto: picture alliance / dpaDie offiziellen Bälle für alle großen Turniere der UEFA und FIFA stellt adidas schon seit 1970 her, es ist ein prima Geschäft.Bild 20 von 33 Vom 2006er Ball "Teamgeist" sollten 10 Millionen Stück verkauft werden, der offizielle Preis lag bei schlanken 110 Euro.Bild 21 von 33 Der Flammenball ging mehr als sechs Millionen Mal über den Ladentisch.Bild 22 von 33 In Frankreich 1998 traten Fußballer nach "Tricolore". Der Ball war mit einer neu entwickelten High-Tech Schicht versehen, die klare Verbesserungen brachte. "Tricolore" war weicher und schneller als seine Vorgänger.Bild 23 von 33 Die WM 1994 in den USA ging dank "Questra" über die Bühne. Das Design verkörperte das Thema von adidas für die WM: Innovation und "the quest for the Stars". Der Ball wurde aus fünf verschiedenen Materialen hergestellt.Bild 24 von 33 Vier Jahre zuvor holte die deutsche Elf in Italien mit freundlicher Untersützung von "Etrusco Unico" den Titel. Andreas Brehme semmelte 1990 den Ball im Finale ins Tor. "Etrusco Unico" war ein High-Tech-Produkt, das komplett aus wenigen Synthetikfasern hergestellt wurde.Bild 25 von 33 Bei der WM 1986 in Mexiko hieß das Bällchen "Azteca". Ein handgenähter Ball, für dessen Herstellung erstmals kein Leder, sondern synthetisches Material verwendet wurde.Bild 26 von 33 Beim Turnier 1982 in Spanien flog der Lederball "Tango Espana" übers Spielfeld.Bild 27 von 33 Bei der Fußball-WM 1978 in Argentinien stand der "Tango" erstmals im Mittelpunkt. Er bestand aus 32 Einzelteilen und hatte keinen Anfang und kein Ende. Nicht einmal Experten konnten sehen, an welcher Stelle die letzten Stiche gesetzt wurden.Bild 28 von 33 Die WM-Krone 1974 holte Deutschland im eigenen Land auch mit Hilfe von "Telstar/Chile".Bild 29 von 33 Selbst bei der Wasserschlacht gegen Polen machte die Pille eine gute Figur. Hier zeigt der junge Beckenbauer sein Können am Ball.Bild 30 von 33 | Foto: picture-alliance/ dpaIm Finale gegen die Niederlande beförderte Gerd Müller "Telstar/Chile" hinter die Torlinie.Bild 31 von 33 | Foto: picture-alliance / dpaBei der WM 1970 in Mexiko zappelte "Telstar" im Tor.Bild 32 von 33 2010 in Südafrika heißt der Ball nun also "Jabulani" und ist wie immer runder als kugelrund. Falls Sie sich bislang noch nicht für die WM interessiert haben - ab sofort werden Sie sie kaum noch erwarten können! Sie wird schließlich eine runde Sache.Bild 33 von 33 | Foto: picture alliance / dpa
Rund, runder - "Jabulani"Die WM-Bälle von 1970 bis 2010