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Mit einem farbenfrohen Spektakel und dem Höllenlärm von zehntausenden Vuvuzelas hat die erste Fußball-WM auf dem afrikanischen Kontinent begonnen.
Um 14.04 Uhr donnerten Kampfjets der südafrikanischen Luftwaffe im Tiefflug über das Stadion, eine Staffel von fünf Propellerflugzeugen zeichnete mit Rauch ihre Figuren in den wolkenlosen Himmel.
Bunt gewandete Tänzerinnen und Tänzer bewegten sich zu afrikanischen Rhythmen, ...
... die Fans der Bafana Bafana tauchten das Stadion in Grün und Gold.
Allerdings war die Arena zu Beginn der fröhlichen Eröffnungsfeier, die ohne Pomp auskam, nur zur Hälfte besetzt.
Das tat der hervorragenden Stimmung aber keinen Abbruch. Einheimische Fans mit küssten Nachbildungen des Weltpokals, ...
... als ein riesengroßer Käfer den WM-Ball Jabulani über das Feld rollte.
Kurz darauf sang Timothy Moloi den bewegenden Song "Hope", während Statisten mit Tüchern die Umrisse Afrikas bildeten.
Weltweite Prominenz hatte sich in Soccer City versammelt: Unter anderem waren neben FIFA-Präsident Sepp Blatter, links, auch Südafrikas Staatspräsident Jacob Zuma, rechts, dessen Vorgänger Thabo Mbeki und Willem De Klerk, Friedensnobelpreisträger Desmond Tutu und US-Vizepräsident Joe Biden anwesend.
Volksheld Nelson Mandela, der Vater der "Rainbow Nation", hatte seinen geplanten Besuch nach dem tragischen Unfall-Tod seiner Ur-Enkelin auf der Rückfahrt vom Eröffnungskonzert am Donnerstag abgesagt.
Als der ehemalige Staatspräsident auf der Anzeigetafel eingeblendet wurde, ertönte ohrenbetäubender Jubel. Viele Fans zeigten angesichts der Familientragödie ihr Mitgefühl und hatten Tränen in den Augen.
Die rund einstündige Eröffnungszeremonie erreichte ihren Höhepunkt, als Sänger R. Kelly umringt von den Flaggen der 32 Teilnehmerländer auftrat und zusammen mit dem Soweto Ghospel Choir den offiziellen WM-Song "Sign of Victory" intonierte.
Feuerwerksraketen stiegen in den Himmel, eine Tanzgruppe formierte sich zum offiziellen WM-Logo.
Die Euphorie reicht weit über die südafrikanischen Grenzen hinaus. "Lasst uns den Verstand verlieren - die Weltmeisterschaft beginnt!", forderte die "Daily Nation", die größte Zeitung Kenias, ihre Leser auf. In Westafrika, das mit vier Teams am Kap vertreten ist, ist die Vorfreude besonders groß.
Erstmals in der mehr als 100-jährigen Geschichte des Weltfußballverbandes hatte eine rauschende Party auf das Kicker-Großereignis eingestimmt.
Tausende Fans in buntem Outfit schunkelten und tanzten am Donnerstagabend ausgelassen in Sowetos Orlando-Stadion.
Eine Trommel-Performance leitete den Auftritt der heimischen Jazz-Legende Hugh Masekela ein, der sich wenig später mit Pop-Diva Lira die in Landesfarben geschmückte Bühne teilte.
Beide begeisterten die Menge mit einer tempogeladenen Version von "Patta Patta" - dem Welthit, der die Ende 2008 gestorbene Musikerin und Anti-Apartheid-Aktivistin Miriam Makeba weltbekannt gemacht hatte.
Auch die als "Queen of African Music" angekündigte westafrikanische Sängerin Angélique Kidjo würdigte sie, als sie deren Song "Malaika" hingebungsvoll ins Mikrofon hauchte. Mit ihrem stimmgewaltigen Musiker-Kollegen John Legend brachte sie dann die Menge in Schwung.
Die musikalischen Darbietungen wurden immer wieder von Botschaften und Hinweisen auf Bildungskampagnen unterbrochen.
Neben den internationalen Superstars Shakira, ...
... die den winterlichen Temperaturen tapfer trotzte, ...
... Alicia Keys ...
... und den Black Eyed Peas standen vor allem afrikanische Musiker im Mittelpunkt des WM-Auftaktkonzerts.
Das Gesangs-Duo Amadou und Mariam aus Mali etwa. "Africa, Africa - solidarité; Africa, Africa - c'est la joie de vie", lautete ihre Botschaft: "Afrika, Afrika - Solidarität; Afrika, Afrika - das ist Lebensfreude".
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