Ratlos stehen die Japaner vor den Regalen. Lebensmittel, Wasser, Taschenlampen und Atemschutzmasken sind nahezu ausverkauft. Wann Nachschub kommt, ist nicht sicher. Auch vor den Tankstellen bilden sich lange Schlangen. Die Japaner rüsten sich gegen die Katastrophe, die das Erdbeben auslöst.
Zu den Schutzmaßnahmen vor den Auswirkungen eines Erdbebens gehört auch eine entsprechende Architektur. Eine sich bewegende Erdoberfläche muss nicht unbedingt eine Gefahr für Gebäude darstellen.
In der Hauptstadt Tokio geraten für mehrere Minuten Gebäude ins Wanken. Zwei Kameramänner halten unabhängig voneinander die dramatischen Minuten des Bebens fest.
Am schwer beschädigten japanischen Atomkraftwerk Fukushima haben die wohl letzten Versuche zur Kühlung der überhitzten Reaktoren begonnen. Militärhubschrauber schütteten Wasser auf die beschädigten Reaktoren 3 und 4. Außerdem sollen insgesamt elf Wasserwerfer der Polizei auf dem Weg zu dem havarierten AKW sein. Kann die Kernschmelze bis Freitag nicht aufgehalten werden, droht eine atomare Verseuchung.
Die Schäden und tatsächlichen Opferzahlen in Japan sind noch nicht absehbar. Allerdings ist auch kaum ein Land der Welt so gut auf ein Erdbeben und eine Tsunami-Katastrophe vorbereitet wie Japan. Es gibt ausgefeilte Frühwarnsysteme, Notfallpläne und bereits im Kindergarten und der Schule üben die Kinder regelmäßig den Ernstfall.
Nach weiteren Explosionen im vom Erdbeben schwer getroffenen japanischen Kernkraftwerk Fukushima 1 wächst weltweit die Angst vor einer atomaren Katastrophe. Die japanische Regierung schließt einen Atom-GAU wie vor 25 Jahren in Tschernobyl bislang kategorisch aus. Doch die Angst und Unsicherheit der Menschen bleibt. n-tv gibt einen kurzen Überblick von dem, was im japanischen Atomkraftwerk passiert.
Die japanischen Inseln liegen im erdbebenreichsten und vulkanreichsten Gebiet der Erde. Vier Platten treffen unter Japan aufeinander. Die Platten drücken gegeneinander und verhaken sich. Dabei werden enorme Spannungen aufgebaut.