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Krokodile auf einer Sanbbank in einer Farm in Honduras. Auf dem Gelände des "Crocodilia"-Reservats leben mehr als 5000 Krokodile.
Krokodile auf einer Sanbbank in einer Farm in Honduras. Auf dem Gelände des "Crocodilia"-Reservats leben mehr als 5000 Krokodile.(Foto: AP)

Qualvoll erstickt und zerquetscht: 124 Krokodile verenden in Transporter

Der Todeskampf der Tiere dauert Stunden: Insgesamt 350 Beulenkrokodile stapeln sich im Laderaum eines mexikanischen Lastwagens - auf derart engem Raum, dass sich eines der sogar das Genick bricht. Auch eine ausreichende Luftzufuhr gibt es nicht.

In Mexiko sind 124 Krokodile beim Transport in ein Wildtier-Reservat qualvoll verendet. Sie waren in den Laderaum eines Lastwagens gepfercht worden, wo sie während der Fahrt quer durch das Land entweder erstickt seien oder von den anderen Tieren zerdrückt wurden, teilte die nationale Umweltbehörde mit. Insgesamt sollten 350 Krokodile über die Distanz von 2500 Kilometern - von Culiacán an der Pazifikküste nach Chetumal auf der Halbinsel Yucatán - gebracht werden.

Erst am Ziel angekommen, stellten die Aufseher des Reservats fest, dass 124 der 350 Tiere tot waren. Bilder, die von der Staatsanwaltschaft veröffentlicht worden sind, zeigen den Lastwagen und davor eine Handvoll toter Krokodile, von denen sich eines das Genick gebrochen hatte. Dem verantwortlichen Transport-Unternehmen droht nun eine Geldstrafe von bis zu 175.000 Euro. Das "Crocodilia"-Reservat, wo mehr als 5000 Krokodile leben, wirft der Firma vor, gegen das Artenschutzgesetz verstoßen zu haben.

Auf der Farm werden vor allem sogenannte Beulenkrokodile gehalten, die sich Besucher anschauen können. Die Bestände dieser Krokodilart waren Mitte des vergangenen Jahrhunderts stark zurückgegangen - Haut und Fleisch der Tiere wurden unkontrolliert gehandelt. Heute wird das Beulenkrokodil allerdings nicht mehr als gefährdet gelistet. Die Bestände in Mexiko und Belize sind geschützt und auch in Guatemala ist der Handel mit den Tieren eingeschränkt.

Quelle: n-tv.de

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