Panorama

Fünf Entführungsopfer identifiziert : 13 Leichen in Grab bei Mexiko-Stadt entdeckt

Einen Tag nach der Entdeckung eines Massengrabs nahe Mexiko-Stadt haben die Ermittler die ersten Leichen identifiziert. Bei fünf Toten handele es sich um Entführungsopfer, die Ende Mai aus einer Bar im Zentrum der mexikanischen Hauptstadt verschleppt worden waren.

Entführungen und Morde sind vor allem in Norden Mexikos verbreitet.
Entführungen und Morde sind vor allem in Norden Mexikos verbreitet.(Foto: picture alliance / dpa)

In einem Massengrab nahe Mexiko-Stadt sind 13 Leichen entdeckt worden. Bei mindestens fünf von ihnen handele es sich um die Opfer einer spektakulären Entführung im Mai, teilte die Staatsanwalt mit. Mit weiteren DNA-Tests soll nach Behördenangaben nun die Identität der übrigen Leichen geklärt werden.

Die Entführung von zwölf jungen Leuten mitten im Zentrum von Mexiko-Stadt hatte die Öffentlichkeit schockiert. Die 16- bis 34-jährigen waren an einem Sonntagmorgen aus einer Bar in der Innenstadt gezerrt und in Autos weggebracht worden. Der Fall sorgte für Aufsehen, weil die Hauptstadt im Vergleich zu anderen Gebieten Mexikos als relativ sicher gilt.

Ermittler gehen davon aus, dass hinter der Tat der Konflikt zwischen zwei kleinen Drogenbanden steckt. Bürgermeister Miguel Ángel Mancera erklärte dagegen zunächst, es handele sich um einen einfachen Vermisstenfall ohne Verbindung zum Drogenhandel.

Das Massengrab war am Mittwoch entdeckt worden. Ermittler durchsuchten während einer Razzia eine Ranch im bergigen Naturpark Rancho La Mesa, rund 30 Kilometer südöstlich der Hauptstadt, nach Waffen. Dabei fiel den Beamten ein Stück betonierte Fläche auf. Darunter befand sich das Massengrab. Entführungen und Morde sind sonst vor allem im unruhigen Norden des Landes verbreitet, wo rivalisierende Drogenkartelle um die Kontrolle der lukrativen Schmuggelrouten in die USA kämpfen.

Quelle: n-tv.de

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