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Blick in ein kolumbianisches Gefängnis - und hinaus. (Themenbild)
Blick in ein kolumbianisches Gefängnis - und hinaus. (Themenbild)(Foto: ASSOCIATED PRESS)

Millionenfund geheimgehalten: 147 Soldaten müssen in Haft

Sie hatten einen Schatz gefunden, der 17 Millionen Euro wert war. Doch das behielten die kolumbianischen Soldaten für sich. Sie beschlossen, das Geld unter sich aufzuteilen. Das kommt sie nun teuer zu stehen.

Weil sie den Fund eines Partisanenschatzes von 40 Milliarden Pesos (rund 17 Millionen Euro) nicht gemeldet haben, müssen 147 kolumbianische Soldaten ins Gefängnis. Ein Militärgericht in Bogotá verurteilte die Angeklagten, unter ihnen 15 Offiziere und drei Unteroffiziere, wegen Unterschlagung zu Haftstrafen zwischen vier und knapp sechs Jahren.

Rebellen der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (Farc) hatten das Geld versteckt. Die Soldaten der Anti-Guerilla-Einheit entdeckten es 2003 bei einem Einsatz in der Provinz Caquetá. Statt den Fund zu melden, beschlossen sie, das Geld unter sich aufzuteilen.

Die Verteidigung hatte auf Freispruch plädiert, da das Geld nicht dem Staat gehöre und der Eigentümer formal nicht zu identifizieren sei. Der Fund der Soldaten war Vorlage für den Film "Soñar no cuesta nada" (Träumen kostet nichts). Der für den spanischen Filmpreis Goya nominierte Film war 2006 in Kolumbien der meistgesehene Streifen.

Quelle: n-tv.de

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