Panorama
"Seufzend in geheimer Klage/Streift der Wind das letzte Grün;/ Und die süßen Sommertage,/Ach, sie sind dahin, dahin!" (Theodor Storm)
"Seufzend in geheimer Klage/Streift der Wind das letzte Grün;/ Und die süßen Sommertage,/Ach, sie sind dahin, dahin!" (Theodor Storm)(Foto: picture alliance / Karl-Josef Hi)
Freitag, 15. September 2017

Hitze - vor einem Jahr: 18 Grad sind drin - wenn es gut läuft

Laut Kalender dauert der Sommer noch ein paar Tage. Tatsächlich aber herbstet es bereits gewaltig. Und daran wird sich in den kommenden Tagen wenig ändern. Die Zeit der warmen Jacken beginnt.

Erst Sturm, jetzt Heizung an. Und das, obwohl die Heizperiode ja eigentlich erst am 1. Oktober beginnt. Kamen Sturmtief "Sebastian" und die Kälte ungewöhnlich früh?

Das ist definitiv so. Beim Sturm sieht man es eindeutig an den Ästen und Bäumen, die ja noch voll belaubt sind und so dem Wind eine relativ große Angriffsfläche geboten und zum Teil eben auch abgeknickt oder entwurzelt worden sind. Bei den Temperaturen reicht schon der Blick ein Jahr zurück. Heute vor einem Jahr zeigten die Thermometer nämlich ganz andere Werte an. Issum (Niederrhein) oder Duisburg erlebten bis zu 33 Grad. Ansonsten waren es verbreitet 20 bis 32 Grad.

Genau ein Jahr später sind es maximal 12 bis 18 Grad. Außerdem bringen die kommenden Nächte meistens Tiefstwerte im einstelligen Bereich. Gelegentlich ist auch Bodenfrost nicht auszuschließen. Ich denke, dass da wohl ein früherer Beginn der Heizperiode durchaus sinnvoll bis notwendig sein kann. Zumal es auch in der nächsten Woche herbstlich kühl weitergeht. 

Wie lange bleibt es kalt?

Im Osten wird es am Wochenende schön, meint n-tv Meteorologe Björn Alexander.
Im Osten wird es am Wochenende schön, meint n-tv Meteorologe Björn Alexander.

Nach jetzigem Stand ist davon auszugehen, dass wir auch in der kommenden Woche nur selten die 20-Grad-Marke auf unseren Wetterkarten überschreiten werden. Zumindest aber besteht Hoffnung in Sachen Beständigkeit. Denn ab der Wochenmitte könnten die Schauer, die uns zuvor immer mal wieder beschäftigen, seltener werden. 

Was passiert zuvor beim Wetter?

Der Samstag verläuft vor allem in Bayern Richtung Alpen grau und es fällt immer mal wieder Regen. Ansonsten ist der Start ins Wochenende kühl, und gebietsweise wabern Dunst- oder Nebelfelder. Herbstlich eben. Bis zum Mittag werden sich Dunst oder Nebel lichten und dann sieht es besonders im Osten häufiger schön aus. In den westlichen Landesteilen ist hingegen kalte Luft in den höheren Luftschichten eingeflossen. Die sorgt dafür, dass sich im Tagesverlauf mächtigere Quellwolken bilden, die Schauer und einzelne Gewitter mitbringen können. Am Abend klingen die Regengüsse tendenziell aber schon wieder ab. 

Wie dick müssen die Jacken sein? Welche Temperaturen erwarten uns?

Wenn es gut läuft, dann werden es mit Sonnenunterstützung schon mal 16 bis 18 Grad. Wobei die 18 Grad am ehesten in Richtung Berlin und Brandenburg drin sind. In den Schauern, ganz im Norden sowie im Bereich der Mittelgebirge und Alpen ist es derweil schon ziemlich frisch bis kühl mit gerade einmal 11 bis 15 Grad. Kleidungstechnisch können wir also ruhig mal die dickere Garnitur rauskramen. Gerade in den Frühstunden könnte beim Laufen und beim Radfahren vielleicht auch Handschuhe und Mütze hilfreich sein. 

Und am Sonntag?

Zeigt sich der Himmel von den Alpen über das Erzgebirge bis in die Lausitz häufiger grau und südlich der Donau bis nach Niederbayerns kann es teilweise kräftig regnen. Auf den Bergen oberhalb von etwa 1500 Metern fällt Schnee. Im großen Rest erwartet Sie nach Nebelauflösung der altbekannte Mix aus Sonne, Wolken und Schauern sowie gelegentlichen Gewittern. Die Temperaturen bleiben unterkühlt. Unter den Wolken im Süden und Südosten bei 10 bis 13 Grad. An den Alpen im Dauerregen vielleicht sogar noch darunter. Sonst werden es Höchstwerte von 16 bis 19 Grad.  

Wie sieht es am Montag aus?

Die kalte Luft in der höheren Atmosphäre hält sich sehr zäh. Und damit bilden sich im Tagesverlauf wieder Regengüsse und örtliche Gewitter. Nach wie vor meistens trüb zeigt sich der Süden und dort könnte es weiterhin länger anhaltend regnen.  

Und die Temperaturen? 

Gehen sogar noch etwas zurück und bringen es maximal auf 9 bis 17 Grad. Das dürfte sich auch am weiter wechselhaften Dienstag und Mittwoch kaum ändern. Ab Mittwoch steigen die Chancen auf einen Ableger des Azorenhochs. Damit dürfte es trockener, freundlicher und etwas weniger kühl durch den Rest der nächsten Wetterwoche gehen.

Quelle: n-tv.de

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