Panorama

Liveticker zum Flugzeugabsturz: +++ 23:47 UN fordert regelmäßige Spezialtests +++

+++ 23:47 UN fordert regelmäßige Spezialtests +++
Die Internationale Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) hat sich für die Einführung regelmäßiger medizinischer Spezialtests für Piloten ausgesprochen. Diese Untersuchungen müssten sowohl die psychische als auch die körperliche Fitness der Piloten prüfen, erklärte die UN-Organisation. Sollten die Testergebnisse Anlass zur Sorge geben, müssten auch neuropsychologische Untersuchungen in Erwägung gezogen werden, erklärte die ICAO.

+++ 22:33 Angehörige verlassen Unglücksort +++
Die Angehörigen der Opfer haben die Gegend um die Unglücksstelle in den französischen Alpen mehrheitlich wieder verlassen. "Die überwiegende Mehrheit der Familien der Opfer ist wieder abgereist", sagte ein Sprecher des französischen Innenministeriums. Nach Angaben eines Lufthansa-Sprechers hatten sich insgesamt 201 Angehörige nahe der Unglücksstelle in den südfranzösischen Alpen eingefunden. Unter ihnen waren demnach 33 Angehörige der Flugzeugbesatzung. Die Angehörigen der Besatzungsmitglieder wurden getrennt von den Angehörigen der Passagiere in den beiden Orten Seyne-les-Alpes und Le Vernet empfangen.

+++ 21:56 Gerüchte um Abschiedsbrief nicht bestätigt +++
Die Durchsuchung beider Wohnungen des Germanwings-Copiloten Andreas Lubitz sind abgeschlossen, wie die Staatsanwaltschaft mitteilt. Vor allem persönliche Dokumente sollen Auskunft über ein mögliches Tatmotiv geben. Die Auswertung möglicher Beweismittel werde "einige Zeit in Anspruch nehmen". Zu Gerüchten, dass ein Abschiedsbrief gefunden wurde, sagte der Staatsanwalt nichts: "Das kann ich nicht bestätigen. Darüber hinaus gibt es heute nichts."

+++ 21:42 Flugbegleiter stoppen Tarifgespräche +++
Die Flugbegleitergewerkschaft Ufo setzt wegen des Absturzes alle Tarifverhandlungen mit der Lufthansa vorerst aus. "Wir sind entsetzt und fassungslos - aber vor allem fühlen wir mit den Angehörigen der ums Leben gekommenen Passagiere und unserer Kollegen", sagt Ufo-Chef Nicoley Baublies.

+++ 21:16 Polizei schließt Wohnungsdurchsuchung ab +++
Die Polizei hat die Durchsuchung der Düsseldorfer Wohnung des Germanwings-Copiloten beendet. Die Aktion dauerte etwa vier Stunden. Dann verließen Beamte mit Umzugkartons das Haus am Düsseldorfer Stadtrand, in dem der 27-Jährige wohnte. Grundlage der Durchsuchung war ein Ersuchen der französischen Justiz.

Beamte tragen Kartons aus der Düsseldorfer Wohnung von Andreas Lubitz.
Beamte tragen Kartons aus der Düsseldorfer Wohnung von Andreas Lubitz.(Foto: AP)

+++ 20:44 Größte deutsche Airlines ändern Cockpit-Regeln +++
Nach dem Absturz der Germanwings-Maschine in Frankreich ziehen die größten deutschen Fluggesellschaften Konsequenzen und wollen die Zwei-Personen-Regel im Cockpit einführen. Künftig soll sich kein Pilot mehr allein im Cockpit aufhalten dürfen, sagt Matthias von Randow, der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL). Das betreffe etwa den Lufthansa-Konzern, Air Berlin, Condor und TuiFly.

+++ 20:28 Dunkelheit zwingt Helfer zur Pause +++
Mit Einbruch der Dunkelheit ist die Bergung der Opfer des Germanwings-Absturzes in den französischen Alpen unterbrochen worden. Bis in die Dämmerung hinein waren noch Hubschrauber gestartet und gelandet. Rund 50 bis 70 Experten waren den ganzen Tag an der Absturzstelle im Einsatz, auch um den zweiten Flugschreiber zu suchen. Fünf Spezialeinsatzkräfte werden - wie auch in den beiden vergangenen Nächten - die Absturzstelle sichern.

+++ 20:09 Autopilot manuell auf 100 Fuß eingestellt +++
Der Autopilot des A320 wurde offenbar manuell so eingestellt, dass er einen Sinkflug bis auf eine Höhe von 100 Fuß einleitete. Das sei die niedrigste Höhe, die bei dem Autopiloten eingestellt werden könne, sagt Frederik Lindahl, CEO von flightradar24.com. Der Webdienst habe entsprechende Daten an die französischen Ermittlungsbehörden auf Anfrage weitergeleitet. "Der Autopilot wurde manuell von 38.000 Fuß auf 100 Fuß geändert, neun Sekunden später begann das Flugzeug den Sinkflug", so Lindahl. Der Airbus sei mit einer Geschwindigkeit von 3000 Fuß pro Minute gesunken.

+++ 19:41 Vereinigung Cockpit: Bericht lässt Fragen offen +++
Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit warnt, vorschnell Maßnahmen als Folge aus dem Absturz zu ergreifen. Warum der Sinkflug eingeleitet worden sei, bleibe ebenso unbeantwortet wie die Frage, warum der Copilot später nicht mehr reagiert habe. "Ebenso geben die Ausführungen der Behörden noch keine abschließende Erklärung, warum der Kapitän später keinen Zutritt mehr in das Cockpit erlangen konnte."

+++ 19:17 Airlines verschärfen Sicherheitsvorschriften +++
Einige Airlines reagieren mit neuen Sicherheitsvorkehrungen auf den vorsätzlich herbeigeführten Absturz des Germanwings-Airbus. Nach Norwegian Air erlassen nun auch Easyjet, Air Canada und Icelandair neue Regeln für die Besetzung des Cockpits. Zu jeder Zeit eines Fluges müssten zwei Personen anwesend sein, teilen die Gesellschaften unabhängig voneinander mit.

+++ 18:54 "heute-show" fällt wegen Unglück aus +++
Als Reaktion auf den Flugzeugabsturz der Germanwings-Maschine in Südfrankreich entfällt am Freitag die ZDF-Satiresendung "heute-show". Das erklärte der Sender. "Darauf haben sich Oliver Welke und das ZDF verständigt". heißt es in einer Mitteilung. Welke, der Moderator der Sendung, erklärte: "Die 'heute-show 'ist ein Wochenrückblick. Und auf diese Woche satirisch zurückzublicken, ist unserer Meinung nach nicht angebracht." Aus den gleichen Gründen werde auch die Satiresendung "Neo Magazin Royale" von Jan Böhmermann nicht ausgestrahlt.

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+++ 18:32 Copilot soll psychische Probleme gehabt haben +++
Der Copilot des Germanwings-Airbus soll einem Medienbericht zufolge in seiner Ausbildungszeit psychische Probleme gehabt haben. Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" zitierte die Mutter einer Klassenkameradin, der sich der 27-Jährige vor ein paar Jahren anvertraut haben soll. "Offenbar hatte er ein Burnout, eine Depression", sagt die namentlich nicht genannte Frau. Lufthansa-Chef Spohr hatte zuvor mitgeteilt, dass Andreas Lubitz seine Ausbildung zum Piloten eine Zeit lang unterbrochen hat. Gründe dafür nannte er nicht.

+++ 18:03 Bezirksregierung korrigiert Altersangabe des Copiloten +++
Der Copilot des verunglückten Germanwings-Flugzeugs war erst 27 Jahre alt. Die Düsseldorfer Bezirksregierung hat frühere Angaben korrigiert.

+++ 17:42 Copilot bei Routine-Überprüfungen unauffällig +++
Bei routinemäßigen Sicherheitsüberprüfungen des Germanwings-Copiloten Andreas Lubitz hat die Luftaufsicht keine Auffälligkeiten festgestellt. Das teilte die Düsseldorfer Bezirksregierung mit. Zuletzt sei dem 28-Jährigen Ende Januar bescheinigt worden, dass keine strafrechtlichen oder extremistischen Sachverhalte gegen ihn vorliegen. Die Luftaufsicht habe ihn im Jahr 2008 zum ersten Mal sicherheitsüberprüft und zum zweiten Mal 2010, auch die beiden vorigen Male ohne jede belastende Erkenntnis. Die Sicherheitsüberprüfungen finden jetzt alle fünf Jahre statt, früher alle zwei Jahre.

+++ 17:19 Gewerkschaft: Psychologische Tests ausreichend +++
Die psychologischen Tests für Piloten der Lufthansa sind nach Ansicht der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) völlig ausreichend. Bei der Einstellung gebe es anerkanntermaßen einen der härtesten Aufnahmetests der Welt, sagt VC-Sprecher Jörg Handwerg. Er bestätigt Informationen der Lufthansa, dass es im späteren Berufsleben keine regelmäßigen psychologischen Tests für die Flugzeugführer gibt. "Man kann ja nicht jeden Piloten vor jedem Umlauf zu einem psychologischen Gespräch oder Test schicken. Es ist in der Verantwortung des Piloten selbst, dass er sich medizinische Hilfe holt", sagt der Airbus-Kapitän. Zudem achteten die Kollegen gegenseitig aufeinander. Wenn sich jemand ungewöhnlich benehme, werde er angesprochen und aufgefordert, sich Hilfe zu besorgen.

(Foto: dpa)

+++ 17:02 Angehörige gedenken in Le Vernet +++
Angehörige der Opfer gedenken in der kleinen Ortschaft Le Vernet in unmittelbarer Nähe der Absturzstelle ihrer toten Kinder, Eltern und Geschwister. Sie wurden von örtlichen Helfern und Vertretern der Behörden begrüßt und auf einen Platz geleitet, wo sie einen direkten Blick auf den Tête de l'Estrop haben. Hinter diesem Berg zerschellte die Maschine. Polizisten halten die Fahnen der Länder, aus denen die Passagiere kamen.

+++ 16:54 Psychologe: Es gibt keine 100 Prozent sicheren Tests +++
Täter, die andere mit in den Tod reißen, hätten häufig ein "Kränkungserlebnis erfahren" oder wollen "Aufmerksamkeit bekommen", sagt Psychologe Rainer Hellweg von der Berliner Charité bei n-tv. Es gebe keine 100 Prozent sicheren Tests, um herauszufinden, "wie jemand tickt".

+++ 16:50 Auswärtiges Amt: 75 Deutsche unter den Opfern +++
Bei dem Absturz in den französischen Alpen sind nach neuesten Informationen 75 Deutsche ums Leben gekommen. Dies teilt das Auswärtige Amt mit. Bislang war man von mindestens 72 getöteten Bundesbürgern ausgegangen.

+++ 16:42 Polizei durchsucht Wohnungen des Copiloten +++

(Foto: REUTERS)

Ermittler haben die Durchsuchung der beiden Wohnsitze des Copiloten im Fall der abgestürzten Germanwings-Maschine eingeleitet. Sowohl vor seinem Elternhaus in Montabaur im Westerwald als auch vor seiner Wohnung am Stadtrand von Düsseldorf ist die Polizei aufgezogen. In das Haus im rheinland-pfälzischen Montabaur gingen mehrere Ermittler hinein. Einer hatte einen Karton dabei.

+++ 16:36 Merkel: Über jedes Vorstellungsvermögen hinaus +++
"Wir stehen alle unter dem Schock des Flugzeugabsturzes", sagt Bundeskanzlerin Angela Merkel. Die Vorkommnisse gingen über jedes Vorstellungsvermögen hinaus. Die heutige Nachricht sei eine weitere furchtbare Belastung für die Angehörigen der Opfer. "Wir werden alles Erdenkliche tun, um die Ermittlungen zu unterstützen", sagt Merkel.

+++ 16:29 Bericht: Copilot war psychisch labil +++
Der Copilot der Todesmaschine 4U9525 war Angaben eines guten Bekannten des 28-Jährigen zufolge psychisch labil, wie die Passauer Neue Presse meldet. "Er ist ein Freak, er wollte unbedingt Pilot werden, aber er ist psychisch labil, hatte deshalb auch seine Ausbildung für einige Monate unterbrochen", wird der Bekannte zitiert.

+++ 16:16 Fluglinie verbietet, dass Piloten im Cockpit allein bleiben +++
Die Fluggesellschaft Norwegian will nach dem vermutlich vorsätzlich herbeigeführten Absturz des Germanwings-Airbus keine Piloten mehr allein im Cockpit erlauben. "Ab sofort müssen immer zwei Leute im Cockpit sein", sagt eine Sprecherin der norwegischen Fluglinie. "Das bedeutet, dass wenn einer der Piloten das Cockpit verlässt, etwa um auf Toilette zu gehen, eines der Crewmitglieder ins Cockpit gehen muss." Auch in den USA ist dies üblich, in Europa jedoch nicht. Lufthansa-Chef Spohr sagte zuvor, sein Konzern sehe keine Veranlassung, eine solche Verhaltensregel einzuführen.

+++ 16:08 "Maschine mit 700 Stundenkilometern gegen den Berg" +++
"Der Tod trat sofort ein, denn diese Maschine, die mit 700 Stundenkilometern gegen den Berg prallte, ist im wahrsten Sinne des Wortes explodiert", sagen die französischen Ermittler.

+++ 16:02 Bergung könnte länger als zwei Wochen dauern +++
Die weitere Bergung der Leichen am Unglücksort in den französischen Alpen könnte Angaben der Gendarmerie zufolge noch 10 oder 15 Tage dauern. Das sagt ein Sprecher in Seyne-les-Alpes. Die bisher geborgenen Leichen würden in einem in der Nähe provisorisch eingerichteten Labor auf ihre Identität untersucht. Mehr als 30 DNA-Spezialisten und Rechtsmediziner arbeiten an der Identifizierung.

+++ 15:55 "Das macht uns wütend" +++
"Das macht uns wütend, dass ein Freitod dazu führt, dass 149 weitere sterben müssen", sagt Ulrich Wessel, der Schulleiter des Joseph-König-Gymnasiums in Haltern.

+++ 15:51 "Frage mich, wann der Albtraum aufhört" +++
Bei einer Pressekonferenz der nordrhein-westfälischen Stadt Haltern am See zeigt sich der Bürgermeister "fassungslos, wütend, sprachlos und zutiefst geschockt". "Ich frage mich, wann der Albtraum endlich aufhört", sagt Bodo Klimpel.

+++ 15:43 Bundeskanzlerin Merkel spricht um 16:30 Uhr +++
Bundeskanzlerin Angela Merkel wird sich um 16:30 Uhr zu Erkenntnissen um den Unglücksflug 4U9525 äußern.

+++ 15:26 Angehörige dürfen nicht zur Absturzstelle +++
Für die Angehörigen von Opfern des Flugzeugabsturzes in den französischen Alpen gibt es nach Angaben der Behörden keine Möglichkeit, an den Ort der Katastrophe zu gelangen. "Das ist nicht möglich, das ist viel zu gefährlich", sagt der Unterpräfekt von Aix-en-Provence, Serge Gouteyron.

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+++ 15:11 "Kein System kann ein solches Ereignis ausschließen" +++
Der Lufthansa-Chef spricht von einem "tragischen Einzelfall". Kein System könne ein solches Einzelereignis ausschließen. "In unseren schlimmsten Albträumen hätten wir uns nicht vorstellen können, dass eine solche Tragödie geschehen könnte", sagt Spohr. Die Pressekonferenz ist nun beendet.

+++ 15:04 "Ein anderes Wort als Selbstmord" +++
Eine Journalistin sagt auf der Pressekonferenz, es gebe Berichte, dass der Copilot sich schon beim Hinflug "auffällig" verhalten habe. Der Lufthansa-Chef sagt, davon habe der Konzern keine Kenntnis, das Unternehmen werde dem aber nachgehen. "Wenn jemand 149 andere Menschen mit in den Tod nimmt, ist das für mich ein anderes Wort als Selbstmord", sagt der Lufthansa-Chef. Eventuellen psychischen Problemen solle die Staatsanwaltschaft nachgehen.

+++ 14:58 "Furchtbarstes Ereignis in der Geschichte des Konzerns" +++
"Es ist das furchtbarste Ereignis in der Geschichte des Konzerns. Wir haben volles Vertrauen in unsere Piloten. Sie sind die besten der Welt", zeigt sich Spohr überzeugt.

+++ 14:51 Copilot unterbrach Ausbildung bei Lufthansa +++
"Wir lassen viel Raum für die Prüfung der psychologischen Eignung der Piloten, die angewandten DLR-Tests sind vielleicht weltweit das führende Verfahren dafür", sagt Lufthansa-Chef Spohr. Was er auch sagt: Andreas L. habe seine Ausbildung vor sechs Jahren unterbrochen, dann aber wieder aufgenommen und bestanden. Es habe eine achtmonatige Wartezeit gegeben, die L. als Flugbegleiter überbrückt habe. Seit 2013 war er dann als Copilot tätig.

Germanwings-Chef Thomas Winkelmann und Lufthansa-Chef Carsten Spohr, sichtlich angegriffen.
Germanwings-Chef Thomas Winkelmann und Lufthansa-Chef Carsten Spohr, sichtlich angegriffen.(Foto: AP)

+++ 14:35 Lufthansa-Chef: Das macht uns fassungslos +++
Die Pressekonferenz von Germanwings und Lufthansa beginnt. Lufthansa-Chef Carsten Spohr berichtet über den Werdegang des Copiloten. "Wir sind fassungslos", sagt er.

+++ 14:30 Zugang zum Cockpit wurde "explizit blockiert" +++
Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt erklärt, deutsche Experten hätten bestätigt, dass der Copilot dem Kapitän den Zugang zum Cockpit "aktiv verweigert" habe: "Von innen kann der Zugang per Code explizit blockiert werden." Die Ermittler erhoffen sich weitere Erkenntnisse von dem zweiten Flugschreiber, der noch vermisst wird.

+++ 14:18 Copilot folgte Technikseite des Airbus A320 +++
Der Copilot aus der Westerwald-Region war auch auf Facebook unterwegs - und folgte dort einer Seite, auf der technische und operative Details des Flugzeugtyps A320 diskutiert werden. Erfahrene Airbus-Piloten reden dort über das Modell.

+++ 14:01 Copilot Andreas L. "nicht wie manche Verrückte" +++
Ein n-tv Reporter spricht mit Bekannten des Copiloten, der 150 Menschen in den Tod stürzte. Im rheinland-pfälzischen Montabaur kannte man den 28-jährigen Andreas L. als "jungen, zurückhaltenden Mensch, nicht wie manche Verrückte, die es manchmal in der Fliegerei gibt".  Der Pilot war langjähriges Mitglied des Fliegervereins in der Region.

+++ 13:51 Acht Minuten lang nur Atmung im Cockpit +++
Der Tower in Marseille versuchte mehrfach, Kontakt mit der Germanwings-Maschine aufzunehmen. Doch während der letzten acht Minuten vor dem Aufprall habe es keinen Kontakt zwischen dem Flugzeug und dem Flughafen gegeben, sagen die Ermittler. Nur die Atmung sei im Cockpit zu hören gewesen. Der Alarm in der Maschine sei offenbar automatisch ausgelöst worden, weil die Maschine sich gefährlich in Bodennähe befand.

+++ 13:44 Deutsche Anwaltschaft eröffnet "Todesermittlungsverfahren" +++
Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf führt ein "Todesermittlungsverfahren" durch, sagt Bundesinnenminister Thomas de Maizière. Die Ermittlungen werden demnach von den französischen Behörden geleitet. Es gebe keinen terroristischen Hintergrund des Copiloten.

+++ 13:35 Copilot "hatte keinen Grund dazu, den Sinkflug auszulösen" +++
"Er hatte keinen Grund dazu, den Sinkflug auszulösen. Er hatte keinen Grund dazu, die Rückkehr des Kapitäns ins Cockpit zu verhindern. Er hatte keinen Grund dazu, nicht auf Funkanfragen zu reagieren. Er hatte auch keinen Grund dazu, keinen Notruf auszulösen", sagt die französische Staatsanwaltschaft. Es gebe jedoch keinen einzigen Hinweis auf eine Tat mit terroristischem oder religiösem Hintergrund. Der Copilot Andreas L. war 28 Jahre alt und deutscher Staatsbürger.

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+++ 13:29 Copilot wurde bei Landungsplanung "einsilbig" +++
Auf dem Sprachrekorder sind die letzten 30 Minuten vor dem Aufprall zu hören. Zunächst unterhielten sich die beiden Piloten noch normal, doch als der Kapitän die Planung für die Landung in Düsseldorf mit seinem Nebenmann durchgehen wollte, wurde dieser sehr "lakonisch" und "einsilbig".

+++ 13:22 Passagiere schrien kurz vor dem Aufprall +++
Der Sinkflug von 10.000 bis 12.000 Meter auf 2000 Meter fand einer regulären Sinkgeschwindigkeit von rund 1000 Metern pro Minute statt. Offenbar war den Insassen des Flugzeuges bis kurz vor dem Aufprall nicht klar, was geschah. "Schreie der Passagiere hört man im allerletzten Moment", sagt der Chefermittler.

+++ 13:09 Atmung des Copiloten bis zum Schluss zu hören +++
Der Rekorder nahm aus dem Inneren des Cockpits schweres Atmen des Copiloten auf, nachdem der Kapitän den Raum verlassen hatte, aber kein einziges Wort. Der Copilot war offensichtlich bis zum Aufschlag am Leben, sagt der französische Staatsanwalt.

+++ 13:03 Copilot weigerte sich, Kapitän ins Cockpit zu lassen +++
Den Angaben der Emittler zufolge ging der Kapitän wohl auf die Toilette und bat den Copiloten, das Steuer zu übernehmen. Als der Kapitän das Cockpit verlassen hatte, leitete der Copilot den automatischen Sinkflug ein. Er weigerte sich danach bewusst, die Tür für den Kapitän zu öffnen. Der forderte demzufolge, wieder ins Cockpit gelassen zu werden. Alle diese Angaben stammen aus der Auswertung des ausgewerteten Stimmrekorders.

+++ 12:59 Copilot leitete bewusst Sinkflug ein +++
Der Copilot hat den automatischen Sinkflug eingeleitet, nachdem der Kapitän das Cockpit verlassen hatte. "Das kann nur eine bewusste Handlung sein", sagt der Staatsanwalt.

+++ 12:55 "Copilot hat bewusst das Flugzeug zerstört" +++
Die Staatsanwaltschaft Marseille ist sicher: "Der Co-Pilot hat bewusst das Flugzeug zerstört."

+++ 12:37 Pressekonferenz in Seyne-les-Alpes beginnt +++
In Frankreich geben die Ermittler in Seyne-les-Alpes nun Auskunft über den Stand ihrer Arbeit. Die Pressekonferenz der Staatsanwaltschaft Marseille beginnt.

+++ 12:34 Staatsanwalt: Ein Pilot war ausgesperrt +++
Einer der beiden Piloten der abgestürzten Germanwings-Maschine war zum Zeitpunkt der Katastrophe aus dem Cockpit ausgesperrt. Das bestätigt ein Düsseldorfer Staatsanwalt.

+++ 12:17 Ermittler am Berg: "Arbeit ist extrem schwierig" +++
Die Ermittler des Germanwings-Absturzes in den französischen Alpen haben mit dem schwer zugänglichen Gelände zu kämpfen. "Die Arbeit ist extrem schwierig, das Gelände ist gefährlich. Es ist steil und rutschig", sagt der Chef der Bergrettungskräfte. Insgesamt sind rund 70 Menschen an der Unglücksstelle. Rund zwölf Ermittler sind unterwegs, um die Spuren zu sichern und die zweite Blackbox zu finden. Etwa sechs weitere suchen die Leichen. Die Ermittler werden von erfahrenen Bergrettern an einem Seil gesichert. Sie sind mit Steigeisen und Eispickel unterwegs - obwohl es kein Eis gibt.

+++ 11:55 Copilot kam aus Rheinland-Pfalz +++
Der Copilot der in Frankreich verunglückten Germanwings-Maschine stammte aus Montabaur in Rheinland-Pfalz. Das sagte Stadtbürgermeisterin Gabriele. Er habe bei seinen Eltern in Montabaur gewohnt und auch einen Wohnsitz in Düsseldorf gehabt. "Insofern ist auch Betroffenheit da", sagte Wieland.

+++ 11:41 CDU strich pietätlosen Abgeordneten von Rednerliste +++
Die Unionsfraktionsspitze ist verärgert über eine Warnung des CDU-Abgeordneten Karl-Georg Wellmann vor Flügen mit Germanwings nach dem Absturz über Frankreich. Deshalb sei Wellmann von der Rednerliste für eine Debatte im Bundestag direkt nach der Gedenkminute gestrichen worden, hieß es in Fraktionskreisen. Die Abgeordneten diskutierten über das Assoziierungsabkommen der EU mit der Ukraine, Georgien und Moldau.

+++ 11:33 Airbus A320 von Barcelona nach München kehrt um +++
Eine Airbus-Maschine der spanischen Billigfluggesellschaft Vueling ist nach dem Start von Barcelona nach München in die katalanische Metropole zurückgekehrt. Wie das Unternehmen mitteilt, hatte der Pilot sich wegen eines technischen Problems zur Rückkehr entschlossen. Der Flugkapitän der Maschine vom Typ Airbus A320 habe Brandgeruch wahrgenommen und aus Sicherheitsgründen kehrtgemacht. Nach der Landung in Barcelona seien die Passagiere mit einer Ersatzmaschine nach München gestartet. Zwölf von ihnen hätten es vorgezogen, nicht mitzufliegen. Auch die Unglücksmaschine war vom Typ Airbus A320.

+++ 11:26 Germanwings kündigt Pressekonferenz an +++
Lufthansa und die Tochter Germanwings wollen am Nachmittag auf einer Pressekonferenz über die Ursachensuche nach dem Airbus-Absturz in Südfrankreich informieren. Um 14:30 Uhr werden am Flughafen Köln/Bonn Lufthansa-Chef Carsten Spohr und Thomas Winkelmann, Sprecher der Germanwings-Geschäftsführung, weitere Informationen mitteilen, wie Germanwings bekanntgibt.

+++ 11:10 Hinterbliebene der Todesopfer landen +++
Auf dem südfranzösischen Flughafen Marseille-Provence landet eine Maschine mit Hinterbliebenen der Todesopfer. Die rund 50 Angehörigen starteten am Morgen vom Flughafen Düsseldorf, um in die Nähe des Absturzortes zu gelangen. Mit an Bord des Airbus A321 reist auch ein Betreuer-Team, bestehend aus Seelsorgern, Ärzten und Psychologen.

+++ 10:55 Gymnasium in Haltern schaltet Traueranzeige +++
Mit einer ganzseitigen Zeitungsanzeige erinnert das Joseph-König-Gymnasium im westfälischen Haltern an die 18 Schüler und Lehrer, die beim Germanwings-Absturz in Frankreich ums Leben gekommen sind. Schulleitung, Schüler, Lehrer und Elternvertreter drücken ihre Fassungslosigkeit über das Unglück aus. "Unser tiefes Mitgefühl gilt den Eltern sowie allen Angehörigen und Freunden. Wir sind fassungslos und unsagbar traurig."

+++ 10:42 Nordrhein-Westfalen schweigt um 10:53 Uhr +++
Mehr als 50 der Todesopfer des Germanwings-Fluges kommen aus Nordrhein-Westfalen. Die Landesregierung ruft für 10:53 Uhr zu einer Schweigeminute auf. Zu dieser Uhrzeit brach am Dienstag die Funkverbindung zur Maschine ab. Behörden, Schulen, verschiedene öffentliche Verkehrsbetriebe, Kirchen und andere Einrichtungen wollen sich beteiligen.

+++ 10:25 "Nur eine Überbrückung des Grauens" +++
Der Seelsorge-Koordinator in Haltern glaubt, dass es noch lange dauern wird, bis das Gymnasium wieder zum Alltag zurückfinden kann. "Es muss sich zeigen, ob die Osterferien wie eine Erholung wirken und die Menschen zu Kräften kommen können, oder ob die zwei Wochen nur eine Überbrückung des Grauens sind. Das wird ganz unterschiedlich sein", sagt Ingo Janzen, Koordinator der ökumenischen Notfallseelsorge in Haltern. In Nordrhein-Westfalen beginnen am Freitag die Osterferien. Inzwischen sind 35 Notfallseelsorger der Kirchen an der Schule und in der Stadt im Einsatz.

+++ 10:04 Lufthansa übermittelt Wartungsdaten von 4U9525  +++
Der Verkehrsausschuss des Bundestages sammelt alle Informationen, die er bekommen kann. Die Lufthansa habe schon die ersten Wartungsergebnisse übermittelt, sagt der Vorsitzende Martin Burkert. "Wir werden alles hinterfragen. Es geht um die Wartungspläne, es geht um die Frage der Arbeitszeiten bei Piloten, die Besatzung, aber es geht auch um technische Details." Wenn Konsequenzen gezogen werden müssten, müsse das ohne Rücksicht auf Finanzen geschehen.

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+++ 09:49 Stadt Haltern stellt Kondolenzbuch online +++
Aus Haltern am See in Nordrhein-Westfalen kam die Schulklasse, die in der verunglückten Maschine saß. Die Stadt hat nun ein Kondolenzbuch ins Netz gestellt. Menschen aus aller Welt drücken dort ihr Mitgefühl aus.

+++ 9:33 Verkehrsausschuss will lückenlose Aufklärung +++
Verkehrsminister Alexander Dobrindt will den Verkehrsausschuss des Bundestages am Mittag über erste Erkenntnisse vom Absturzort des Airbus A320 in Südfrankreich informieren. Der Ausschuss werde auf eine vollständige und lückenlose Aufklärung dringen, sagt der Vorsitzende Martin Burkert. Dobrindt hatte sich am Dienstag gemeinsam mit Außenminister Frank-Walter Steinmeier ein Bild von der Lage und der Arbeit der Einsatzkräfte in der Unglücksregion gemacht.

+++ 9:10 Bundestagspräsident Lammert bricht die Stimme +++
"Es ist eine menschliche Tragödie, die (uns) im Schock eint", sagt Norbert Lammert. Dem Parlamentspräsidenten des Bundestages bricht bei seiner kurzen Ansprache im Plenum mehrmals die Stimme: "Sehr junge Menschen" seien an Bord gewesen. "Wir trauern mit den Angehörigen der Opfer und ihren Freunden und wir sprechen ihnen unser Mitgefühl aus. Wir wünschen den Angehörigen die Kraft und die Zuversicht, diese Herausforderung zu bewältigen."

+++ 9:05 Bundestag gedenkt der Opfer +++
In Berlin legen die Bundestagsabgeordneten eine Gedenkminute für die Toten des Germanwings-Unglücks ein. "Heute sind wir alle Deutsche und Spanier", hat die portugiesische Parlamentspräsidentin an den Deutschen Bundestag geschrieben.

+++ 8:28 Copilot war seit September 2013 im Einsatz +++
Der Copilot der abgestürzten Germanwings-Maschine war seit September 2013 für die Fluggesellschaft tätig. Das sagte eine Lufthansa-Sprecherin. Er habe 630 Flugstunden absolviert. Vor der Anstellung sei der Mann an der Verkehrsfliegerschule der Lufthansa, der Muttergesellschaft von Germanwings, in Bremen zum Piloten ausgebildet worden. Der Flugkapitän der Unglücksmaschine war nach früheren Angaben von Germanwings ein sehr erfahrener Pilot. Er war demnach seit über zehn Jahren für Lufthansa und Germanwings geflogen und hatte auf dem A320 mehr als 6000 Flugstunden absolviert.

+++ 7:56 Staatsanwaltschaft Marseille kündigt Pressekonferenz an +++
Die Staatsanwaltschaft von Marseille kündigt für 12.30 Uhr eine Pressekonferenz an. Voraussichtlich wird der neueste Stand der Ermittlungen bekannt gegeben.

+++ 7:41 Dobrindt: "Auch preiswertes Fliegen ist sicher" +++
Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt sieht trotz des Germanwings-Unglücks in Südfrankreich keine Sicherheitsprobleme im Luftverkehr. "Flugzeuge sind und bleiben ein sicheres Verkehrsmittel, auch nach diesem schrecklichen Ereignis", sagte Dobrindt der "Bild". "Auch preiswertes Fliegen ist sicher." Bei einem Flugzeug komme es weniger auf das Alter als auf Wartung und Inspektion an.

+++ 7:18 400 Angehörige an Absturzstelle erwartet +++
Rund 400 Angehörige der Flugzeuginsassen werden heute laut "La Provence" an der Absturzstelle erwartet. Demnach sollen sie im Kongresszentrum von Digne-les-Bains empfangen und betreut werden, um im Laufe des Tages in die Nähe der Unfallstelle gebracht zu werden.

+++ 6:37 Passagiere kamen aus 18 Nationen +++
Die 144 Passagiere, die an Bord der Germanwings-Maschine waren, kamen aus insgesamt 18 Nationen, berichtet die französische Tageszeitung "La Provence". Demnach kommen die Passagiere aus

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+++ 5:22 Echo-Gala plant Schweigeminute +++
Die 24. Verleihung der "Echo"-Preise der deutschen Musikindustrie wird am Abend im Zeichen des Flugzeugunglücks in den französischen Alpen stehen. Als Reaktion auf das Unglück sagte Germanwings seine Teilnahme ab. Die Airline ist Sponsor der Veranstaltung. Die Organisatoren der Gala, der Bundesverband Musikindustrie und seine Partner, entschieden, "der Opfer des Fluges 4U9525 in der Sendung mit einer Schweigeminute zu gedenken".

+++ 4:41 Germanwings verweist auf die Behörden +++
Die Lufthansa-Tochter Germanwings lehnt es ab, die neuen Spekulationen zum Unfallhergang zu kommentieren. "Die Ermittlung der Unfallursache obliegt den zuständigen Behörden", hieß es zudem in einer schriftlichen Erklärung. Ähnlich hatte sich zuvor bereits ein Sprecher der Lufthansa geäußert. Von der französischen Untersuchungsbehörde BEA war in der Nacht zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. Aus den Aufnahmen des bereits gefundenen Sprachrekorders soll übereinstimmenden Berichten der "New York Times" und der Nachrichtenagentur AFP zufolge hervorgehen, dass einer der Piloten der Unglücksmaschine vor dem Sinkflug das Cockpit verlassen und anschließend vergeblich versucht habe, die Tür zu öffnen, um wieder ins Cockpit zu kommen.

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+++ 4:29 Copilot rückt ins Visier der Ermittler +++
Unbestätigten Informationen aus Ermittlerkreisen zufolge war der Copilot von Flug 4U9525 in den Minuten vor dem Absturz allein im Cockpit der Unglücksmaschine. Unter Berufung auf mindestens zwei Informanten aus Ermittlerkreisen berichtet die Nachrichtenagentur AFP, dass der Copilot "vor kurzem" in das Unternehmen eingetreten sei. Er sei erst Ende 2013 zu Germanwings "mit einigen hundert Flugstunden" gekommen, hieß es.

+++ 4:02 Geräusche der Cockpit-Tür aufgezeichnet +++
Die Audioaufzeichnungen aus dem Cockpit der Unglücksmaschine enthalten offenbar deutliche Hinweise zum Unfallhergang. Nach Informationen aus französischen Ermittlerkreisen sei auf der Aufnahme eine normale Unterhaltung zu Beginn des Fluges zu hören. "Dann hört man das Geräusch, wie ein Sitz zurückgeschoben wird, eine Tür, die sich öffnet und wieder schließt, Geräusche, die darauf hindeuten, dass jemand gegen die Tür klopft. Und von diesem Moment an bis zum Crash gibt es keine Unterhaltung mehr", zitiert die französische Nachrichtenagentur AFP einen Ermittler. Zuvor hätten sich die beiden Piloten auf Deutsch unterhalten.

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+++ 3:44 AFP stützt Cockpit-These +++
Die jüngsten Annahmen rund um die letzten Minuten von Flug 4U9525 scheinen sich zu erhärten. Unter Berufung auf Angaben aus Kreisen der Pariser Ermittlungsbehörde bestätigte die französische Nachrichtenagentur AFP Informationen der "New York Times". Demnach war zum Zeitpunkt des Absturzes nur einer der beiden Flugzeugführer im Cockpit anwesend. Wie in der Nacht aus französischen Ermittlerkreisen verlautet sei, so heißt es bei AFP, habe der Pilot nach dem Start der Maschine das Cockpit verlassen und sei später nicht wieder hineingelangt. Die Ermittler hätten sich auf die ausgewerteten Daten des gefundenen Stimmrekorders berufen, berichtet die AFP.

+++ 2:32 Lufthansa lehnt "Spekulationen" ab +++
Die Deutsche Lufthansa will einen Zeitungsbericht zu den Umständen des Absturzes der Germanwings-Maschine zunächst nicht bestätigen. "Wir haben derzeit keine Informationen vorliegen, die den Bericht der 'New York Times' bestätigen", sagte ein Lufthansa-Sprecher. Man werde sich bemühen, weitere Informationen zu bekommen und "sich nicht an Spekulationen beteiligen". "Die Ermittlungen zu den Unfallursachen obliegen den Behörden", sagte der Lufthansa-Sprecher. Von der französischen Untersuchungsbehörde BEA war zunächst keine aktuelle Stellungnahme zu erhalten.

+++ 1:34 "New York Times": Nur ein Pilot im Cockpit +++
Beim Absturz der Germanwings-Maschine in den französischen Alpen ist nach Informationen der "New York Times" nur ein Pilot im Cockpit gewesen. Das berichtet die Zeitung unter Berufung auf einen namentlich nicht genannten Ermittler.

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+++ 0:36 Germanwings: Piloten "unter Schock" +++
Germanwings-Chef Thomas Winkelmann hat Berichte zurückgewiesen, Mitarbeiter seines Unternehmens hätten aus Sorge um die technische Zuverlässigkeit der Flugzeuge den Dienst verweigert. "Wir haben Crews, die sich aus emotionalen Gründen nicht in der Lage fühlen, zu fliegen, weil sie unter Schock stehen und in tiefer Trauer sind", sagte Winkelmann der "Bild"-Zeitung. "Aber das hat nichts mit dem technischen Zustand irgendeines Lufthansa- oder Germanwings-Flugzeugs zu tun."

+++ 23:58 Nacht legt sich über die Absturzstelle +++
Am Unglücksort in den französischen Alpen kehrt am zweiten Abend nach dem Absturz der beinahe vollbesetzten Passagiermaschine der deutschen Fluggesellschaft Germanwings Stille ein. Die Wrackteile des Airbus A320 liegen weit verteilt in dem abgelegenen Tal bei Seyne-les-Alpes. Die Suche nach den Getöteten war am Abend mit Einbruch der Dunkelheit eingestellt worden und soll am Donnerstag weitergehen.

+++ 23:29 Löw: "Hat uns alle sehr mitgenommen" +++
Bundestrainer Joachim Löw hat den Angehörigen der Opfer des Flugzeugabsturzes über Frankreich erneut das Mitgefühl der deutschen Fußball-Nationalmannschaft ausgesprochen. "Die Tragödie hat uns alle sehr betroffen gemacht und auch mitgenommen", sagte der Weltmeister-Coach nach dem 2:2 im Test gegen Australien. Vor der Partie in Kaiserslautern hatten die Teams der 150 Todesopfer mit einer Schweigeminute gedacht. "Das war Thema bei uns in der Mannschaft, unsere Anteilnahme gehört den Angehörigen", sagte Löw. "Da können wir sicherlich mitfühlen, was in diesen Menschen vorgeht."

+++ 23:02 Drei US-Bürger unter den Opfern +++
Bei dem Absturz des Germanwings-Flugzeugs in den französischen Alpen sind nach Angaben der Regierung in Washington drei US-Staatsbürger ums Leben gekommen. Dies teilte die Sprecherin des US-Außenministeriums, Jen Psaki, mit. Germanwings hatte zuvor von zwei Passagieren aus den USA an Bord der Unglücksmaschine gesprochen. Psaki erklärte erneut, dass die USA "zutiefst betrübt" über die Katastrophe seien.

Nach Angaben von Germanwings-Chef Thomas Winkelmann waren 72 Bundesbürger an Bord der Unglücksmaschine. Aus Spanien stammten nach Angaben aus Regierungskreisen in Madrid 51 Opfer. Die übrigen Opfer kamen aus Australien, Argentinien, Iran, Venezuela, Großbritannien, Niederlande, Kolumbien, Mexiko, Japan, Dänemark, Belgien und Israel.

Den Liveticker mit der Übersicht der Ereignisse vom Tag nach dem Absturz finden Sie hier

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Quelle: n-tv.de

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