Panorama

Liveticker zum Flugzeugabsturz: +++ 23:58 Nacht legt sich über die Absturzstelle +++

+++ 23:58 Nacht legt sich über die Absturzstelle +++
Am Unglücksort in den französischen Alpen kehrt am zweiten Abend nach dem Absturz der beinahe vollbesetzten Passagiermaschine der deutschen Fluggesellschaft Germanwings Stille ein. Die Wrackteile des Airbus A320 liegen weit verteilt in dem abgelegenen Tal bei Seyne-les-Alpes. Die Suche nach den Getöteten war am Abend mit Einbruch der Dunkelheit eingestellt worden und soll am Donnerstag weitergehen.

+++ 23:29 Löw: "Hat uns alle sehr mitgenommen" +++
Bundestrainer Joachim Löw hat den Angehörigen der Opfer des Flugzeugabsturzes über Frankreich erneut das Mitgefühl der deutschen Fußball-Nationalmannschaft ausgesprochen. "Die Tragödie hat uns alle sehr betroffen gemacht und auch mitgenommen", sagte der Weltmeister-Coach nach dem 2:2 im Test gegen Australien. Vor der Partie in Kaiserslautern hatten die Teams den 150 Todesopfern mit einer Schweigeminute gedacht. "Das war Thema bei uns in der Mannschaft, unsere Anteilnahme gehört den Angehörigen", sagte Löw. "Da können wir sicherlich mitfühlen, was in diesen Menschen vorgeht."

+++ 23:02 Drei US-Bürger unter den Opfern +++
Bei dem Absturz des Germanwings-Flugzeugs in den französischen Alpen sind nach Angaben der Regierung in Washington drei US-Staatsbürger ums Leben gekommen. Dies teilte die Sprecherin des US-Außenministeriums, Jen Psaki, mit. Germanwings hatte zuvor von zwei Passagieren aus den USA an Bord der Unglücksmaschine gesprochen. Psaki erklärte erneut, dass die USA "zutiefst betrübt" über die Katastrophe seien.

Nach Angaben von Germanwings-Chef Thomas Winkelmann waren 72 Bundesbürger an Bord der Unglücksmaschine. Aus Spanien stammten nach Angaben aus Regierungskreisen in Madrid 51 Opfer. Die übrigen Opfer kamen aus Australien, Argentinien, Iran, Venezuela, Großbritannien, Niederlande, Kolumbien, Mexiko, Japan, Dänemark, Belgien und Israel.

+++ 22:31 Joseph-König-Gymnasium veröffentlicht Traueranzeige +++
"Wir sind fassungslos und unsagbar traurig", steht unter der Traueranzeige, die das Joseph-König-Gymnasium auf seiner Webseite veröffentlicht hat. Neben einem Kreuz stehen die Namen der der 16 Schülerinnen und Schüler sowie der beiden Lehrerinnen, die bei dem Flugzeugabsturz in Südfrankreich ums Leben gekommen sind.

+++ 22:10 Helfer bergen erste Absturz-Opfer +++
Rettungskräfte haben nach dem Absturz der Germanwings-Maschine in Frankreich nach Polizeiangaben erste Leichen geborgen. Ein Sprecher der Polizei in Digne bestätigte, dass sterbliche Überreste der Opfer am späten Mittwochnachmittag von der Unglücksstelle weggebracht worden seien. Wie viele Leichen geborgen wurden, teilte die Polizei nicht mit.

+++ 21:47 Germanwings gibt Mitarbeitern bei Bedarf frei +++
Die Fluggesellschaft Germanwings lässt alle ihre Beschäftigten nach dem Flugzeugabsturz nach Bedarf freinehmen. "In Düsseldorf kennt jeder jeden. Deswegen haben wir als Geschäftsführung jedem Mitarbeiter freigestellt, ob er in dieser Situation arbeiten möchte", sagte Germanwings-Vorstandschef Thomas Winkelmann. In Stuttgart, Köln und Düsseldorf seien Freiwillige für Kollegen eingesprungen, die nicht fit genug für den Flug waren. Für ihn selbst sei der Tag der Katastrophe "der schwärzeste Tag in meinem Leben".

+++ 21:25 Schulleiter aus Haltern spricht im britischen Fernsehen +++
Der Leiter des Joseph-König-Gymnasium in Haltern, Claus Wessel, spricht im britischen Fernsehen über die Tragödie, bei der 16 Schüler und zwei Lehrer seiner Schule ums Leben kamen. "Es wird für viele Jahre eine tiefe Wunde für uns sein", sagt Wessel dem "Independent Television"-Netzwerk. "Ich kann nicht an die Zukunft denken, wir müssen mit diesem schrecklichen Unfall leben." Man müsse sich nun um die Schüler kümmern, die in tiefer Trauer seien. "Das ist unsere Aufgabe für die kommenden Wochen." Sichtbar ringt er um Fassung: "Was passiert ist, ist einfach nur schrecklich."

+++ 21:08 Sonderflüge nach Marseille für Angehörige +++
Die Lufthansa will Angehörige und Freunde der Opfer des Germanwings-Absturzes am Donnerstag mit zwei Sonderflügen nach Südfrankreich bringen. Eine Maschine mit Ziel Marseille soll um 8.40 Uhr in Düsseldorf starten, eine andere um 8.45 Uhr in Barcelona, wie die Lufthansa mitteilte. In Marseille würden die Hinterbliebenen an einem speziell eingerichteten Anlaufpunkt betreut. Sie könnten auf Wunsch auch den Absturzort besuchen.

+++ 20:51 Ministerium veröffentlicht Video von Absturzort +++
Das französische Innenministerium hat ein Video von der Unglücksstelle veröffentlicht. Die Aufnahmen wurden gestern gemacht. Es zeigt den Überflug über die Absturzstelle, zu sehen sind zahlreiche Trümmerteile und Rettungskräfte.


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Mobil-Nutzer finden das Video hier.

+++ 20:35 Länderspiel beginnt mit Trauerminute für Absturzopfer +++
Beim Fußball-Länderspiel in Kaiserslautern zwischen Deutschland und Australien gedenken die Spieler vor dem Anstoß der Opfer des Flugzeugabsturzes in den französischen Alpen. Beide Mannschaften spielen auf dem Betzenberg mit Trauerflor. Verfolgen Sie das Spiel live im n-tv.de Ticker.

+++ 20:16 Interpol schickt Experten zur Absturzstelle +++
Die internationale Polizeiorganisation Interpol hilft bei der Identifizierung der Opfer des Absturzes der Germanwings-Maschine in den französischen Alpen. Ein Expertenteam soll die französischen Behörden bei der Identifizierung der Leichen unterstützen, wie Interpol mitteilte. Die Organisation werde "jede erdenkliche Unterstützung leisten, die nach diesem tragischen Vorfall von betroffenen Ländern beantragt wird", erklärte Interpol-Chef Jürgen Stock.

+++ 20:01 Sucharbeiten über Nacht eingestellt +++
Die Sucharbeiten an der Absturzstelle des Airbus A320 in Südostfrankreich sind mit Einbruch der Dunkelheit für die Nacht eingestellt worden. Wie auch am Vorabend wurden fünf Gendarmen zur Sicherung des Geländes zurückgelassen.

+++ 19:48 Germanwings beendet Pressekonferenz +++
Die Verantwortlichen halten die Pressekonferenz kurz, nach wenigen Nachfragen der Reporter ist sie vorbei. Neue Informationen gab es nicht. Lufthansa-Chef Spohr bestätigte nur, was bereits bekannt war. Es wurde vor allem über die Betreuung der Angehörigen der Opfer gesprochen. Germanwings verspricht, die Öffentlichkeit weiter auf dem Laufenden zu halten.

+++ 19:43 "Daten sind für eine Aufklärung ausreichend" +++
Der Lufthansa-CEO zeigt sich sehr zuversichtlich, dass nach dem Fund der ersten Blackbox auch die zweite Blackbox gefunden werden wird. Die Daten aus den beiden Datenschreibern stimmen Spohr zuversichtlich, dass der Unfallhergang lückenlos aufgeklärt werden kann. "Diese Informationen werden reichen, um den Unfallhergang zu rekonstruieren", sagte Spohr.

+++ 19:40 "Flugzeug war in perfektem Zustand" +++
Lufthansa-Chef Carsten Spohr spricht über den technischen Zustand des abgestürzten Germanwings-Flugzeugs. Er bestätigt, dass der Flieger regelmäßig gewartet worden sei und es noch vor zwei Tagen einen Wartungscheck in Düsseldorf gab - der Airbus sei in perfektem technischem Zustand gewesen.

+++ 19:34 "Dunkelste Stunde der Lufthansa" +++
Carsten Spohr, Vorstandsvorsitzender der Lufthansa, spricht auf der Pressekonferenz von der "dunkelsten Stunde der 60-jährigen Lufthansa-Geschichte". Er erklärte, dass er Verwandte und Freunde der Angehörigen traf. Der Fokus liege Heute und Morgen darauf, sich um die Hinterbliebenen zu kümmern. Man habe finanzielle Unterstützung angeboten und kümmere sich nun darum, diejenigen zum Absturzort zu transportieren, die dort hinreisen wollen.

+++ 19:22 Germanwings hält Pressekonferenz ab +++
Die Fluggesellschaft Germanwings hält in einigen Minuten eine Pressekonferenz ab. n-tv überträgt live, hier finden Sie den Live-Stream.

+++ 19:12 Auf Sprachrekorder sind Stimmen zu hören +++
Offenbar sind auf den verwertbaren Auszügen des Sprachrekorders, den die Helfer nach dem Absturz sichern konnten, Stimmen aus dem Cockpit zu hören. Das sagte ein Ermittler der französischen Flugsicherheitsbehörde. Die genauere Auswertung dauert aber wohl noch einige Zeit.

Der gefundene Sprachrekorder.
Der gefundene Sprachrekorder.(Foto: Reuters)

+++ 18:42 De Maizière: Derzeit keine Hinweise auf Anschlag +++
Nach Angaben von Bundesinnenminister Thomas de Maizière gibt es keine belastbaren Hinweise auf einen Terroranschlag als Ursache für den Absturz des Germanwings-Airbus. "Selbstverständlich ist aber, dass in alle Richtungen mit Hochdruck ermittelt wird", sagte er. Ein Sprecher des Innenministeriums erklärte, ermittelt werde vor allem durch die französischen Kollegen, auch unterstützt durch die deutschen Sicherheitsbehörden.

+++ 18:28 Aachener Dom läutet Trauer +++
Zur Gedenkminute für die Opfer des Flugzeugabsturzes in Frankreich soll am Donnerstag um 10.53 Uhr das Trauergeläut des Aachener Doms erschallen. Bistum und Domkapitel Aachen haben zu einem kurzen Gebet und Gedenken in den Dom eingeladen. "Wir alle sind von dem Unglück tief betroffen", sagte Generalvikar Andreas Frick. Das Gebet gelte den Opfern, den Angehörigen, Freunden und Kollegen der Opfer, den Rettungskräften und Seelsorgern.

+++ 18:16 Psychologen-Verband bietet Hotline an +++
Der Berufsverband Deutscher Psychologen richtet für Angehörige der Opfer des Flugzeugabsturzes eine kostenlose Hotline ein. Ab sofort seien Notfallpsychologen unter der Nummer 0800 777 22 44 von 10 bis 22 Uhr zu erreichen, teilt der Verband mit. Auch Betroffene oder Mitschüler könnten die Fachleuten kontaktieren. Der Verband erklärt, es sei hilfreich zu wissen, dass Gefühle wie Traurigkeit, Wut oder Hilflosigkeit in der vorübergehenden Form ganz normale Reaktionen auf ungewöhnliche und schreckliche Erlebnisse sind. "Sie lösen bei nahezu jedem Menschen eine tiefgehende Verzweiflung aus und gehen mit emotional stark belastenden und sich aufdrängenden Erinnerungen einher."

+++ 18:03 Absturzopfer sollen Denkmal bekommen +++
Die Opfer des verunglückten Germanwings-Flugs sollen ein Denkmal in der Unfallregion bekommen. Der Bürgermeister des Orts Le Vernet habe vorgeschlagen, zwischen Le Vernet und Seyne-les-Alpes ein Monument zu Ehren der Opfer aufzustellen, berichtet der Sender BFMTV auf seiner Webseite. Bundeskanzlerin Angela Merkel, Frankreichs Präsident François Hollande und Spaniens Ministerpräsident Mariano Rajoy hätten ihm für den Vorschlag gedankt, hieß es weiter.

Auch französische  Gebirgsjäger sind am Unfallort im Einsatz.
Auch französische Gebirgsjäger sind am Unfallort im Einsatz.(Foto: dpa)

+++ 17:46 Ermittler: Keine Explosion vor Absturz +++
Neue Erkenntnisse der Ermittler: Vor dem Absturz der Germanwings-Maschine hat es keine Explosion gegeben. "Das Flugzeug ist bis zum Schluss geflogen", es habe also keine Explosion gegeben, teilt BEA-Direktor Rémi Jouty mit.

+++ 17:38 Zeitung: Größtmögliche Sicherheit kostet Geld +++
Wie sicher können Billigflüge sein? Die "Heilbronner Stimme" kommentiert den Flugzeugabsturz in Südfrankreich folgendermaßen: "Es gibt ein paar Entwicklungen, die man nach so einer Katastrophe in aller Ruhe hinterfragen muss, auch wenn sie nicht ursächlich für den Absturz gewesen sein mögen. Dazu gehört die Frage, ob wir langfristig bereit sind, für mehr Sicherheit auch mehr zu bezahlen. Auf den knallharten Kostendruck bei den Airlines, den auch Lufthansa immer deutlicher zu spüren bekommt, wird häufig mit dem Ausgliedern von Tochterunternehmen auf dem Billigsektor reagiert. […] Mitarbeiter klagen über höheren Stress, die Maschinen sind älter und werden länger belastet. Niemand weiß, ob diese Firmenphilosophie nicht eines Tages zu einem neuerlichen Unglück führt. Größtmögliche Sicherheit kostet jedoch Geld. Mehr Geld als bisher."

+++ 17:27 Etwa 50 Angehörige am Düsseldorfer Airport versammelt +++
Rund 50 Angehörige von Todesopfern versammeln sich am Düsseldorfer Flughafen. Die Hinterbliebenen werden von der Öffentlichkeit und dem normalen Airport-Betrieb abgeschirmt. Sie seien von rund 60 Notfall-Seelsorgern und Psychologen betreut worden, sagt ein Airportsprecher. Mehrere Angehörige seien über Nacht geblieben, einige erst am Mittwoch eingetroffen.

+++ 17:22 Kraft: Mehr als 50 Absturzopfer aus NRW +++
Hannelore Kraft hält sich gemeinsam mit der Kanzlerin in Südfrankreich auf. Laut der NRW-Ministerpräsidentin sind bei dem Flugzeugabsturz mehr als 50 Menschen aus Nordrhein-Westfalen ums Leben gekommen.

+++ 17:12 "Verwertbare Auszüge" aus dem Sprachrekorder +++
Der zweite Flugschreiber der in Frankreich abgestürzten Germanwings-Maschine ist noch nicht gefunden. Nur die Hülle sei gefunden worden, nicht die Blackbox selbst, das geben die französischen Ermittler bekannt. Die bereits gefundene erste Blackbox werde weiter ausgewertet. Es sei zu früh, um Schlüsse auf Ursache des Germanwings-Aufpralls zu ziehen. Es gebe "verwertbare Auszüge" aus dem Sprachrekorder. Man habe es geschafft, eine Audiodatei aus der Box zu extrahieren. Diese müsse jetzt noch ausgewertet werden. Die Auswertung dauere einige Tage. Ob möglicherweise Stimmen der Piloten zu hören gewesen sind, wollen die Ermittler nicht bestätigen. Wie eine Blackbox funktioniert, sehen Sie hier.

+++ 17:05 Pressekonferenz ist vorbei +++
Nach knapp 20 Minuten haben Merkel, Rajoy und Hollande ihre Statements gehalten. Die Pressekonferenz ist beendet. Parallel hat bereits die Pressekonferenz der französischen Behörden begonnen. Wir übertragen weiter im Livestream. Mehr dazu gleich hier.

+++ 17:01 Merkel dankt Hollande +++
Merkel spricht wesentlich länger als Hollande. "Es ist ein gutes Gefühl, dass wir in so einer Stunde eng und freundschaftlich zusammen stehen", sagt sie und richtet sich an den französischen Präsidenten: "Lieber François Hollande, ein ganzes dickes Dankeschön von Millionen Deutschen." Dann erhält der spanische Staatschef Rajoy das Wort. Dieser sagt: "Ich kann Ihnen sagen, dass wir solidarisch sein werden, dass wir zusammen arbeiten werden, dass wir zusammen ermitteln werden." Außerdem bedankte er sich "mit Nachdruck" bei den Mitgliedern des Rettungsteams und auch bei Hollande, der in der Tragödie eine "tadellose Haltung" gezeigt habe.

(Foto: Reuters)

+++ 16:58 Merkel: Es ist eine wahrhafte Tragödie +++
Nun spricht Angela Merkel. "Es ist eine wahrhafte Tragödie. Das hat uns der Besuch vor Augen geführt", sagt die Kanzlerin bei der Pressekonferenz. "In Gedanken sind wir bei den Angehörigen der Opfer. Es wird alles getan, um das Geschehene so weit wie möglich aufzuklären. Aber es wird schwer, da es eine Katastrophe in einer geografisch schwierigen Gegend ist." Die Menschen in der Region leisteten mit einem ungeheuren Engagement Hilfe.

+++ 16:51 Hollande spricht Merkel Beileid aus +++
François Hollande bekundet sein "tiefstes Mitgefühl" gegenüber Marian Rajoy und Angela Merkel. Er dankt den Sicherheitskräften, Behörden, Feuerwehrleuten und Gendarmen seines LAndes. "Leider war es nicht möglich, auch nur ein Opfer zu retten", sagt der französische Präsident. Die Arbeit in dem Gelände sei schwierig. Es werde jedoch alles getan, um Leichen und Trümmerteile zu sichern. Außerdem verrät Hollande, dass der zweite Flugschreiber noch nicht gefunden worden sei. Verfolgen Sie die Pressekonferenz hier in unserem Livestream.

+++ 16:46 Pressekonferenz mit Merkel beginnt +++
Es geht los. Merkel, Hollande und Rajoy treten in diesem Moment vor die Presse.

+++ 16:41 Pressekonferenzen in Frankreich verzögern sich +++
Die mit Spannung erwarteten Pressekonferenzen zum Absturz der Germanwings-Maschine verzögern sich. In Seyne-les-Alpes in der Nähe der Absturzstelle werden Statements von Bundeskanzlerin Angela Merkel, Frankreichs Präsident François Hollande und Spaniens Regierungschef Mariano Rajoy erwartet. In Paris wollen die Behörden erste Erkenntnisse aus der Auswertung des Stimmenrekorders aus der Unglücksmaschine bekanntgeben.

Merkel, Hollande und Rajoy
Merkel, Hollande und Rajoy(Foto: REUTERS)

+++ 16:37 Merkel trägt sich in Trauerbuch ein +++
Bei ihrem Besuch in der Nähe der Absturzstelle dankt Bundeskanzlerin Angela Merkel den Menschen in der Region für ihre "Freundschaft". In dem Ort Le Vernet trägt sich Merkel zusammen mit Frankreichs Staatschef François Hollande in ein Kondolenzbuch ein. "In großer Betroffenheit mit den Familien und mit herzlichem Dank für die Freundschaft der Menschen in der Region und in Frankreich", schreibt die Kanzlerin.

+++ 16:26 Spanische Polizei ermittelt wegen abfälliger Tweets +++
Die spanische Polizei leitet Ermittlungen ein gegen die Autoren gehässiger Internet-Botschaften über die Opfer des Absturzes der Germanwings-Maschine. Benutzer sozialer Netzwerke hatten sich abfällig darüber geäußert, dass an Bord der Unglücksmaschine überwiegend Deutsche und Katalanen ums Leben kamen. "Ein Flugzeug voll mit Katalanen und Deutschen stürzt in Frankreich ab. winwinwin", heißt es in einem Tweet. Wie aus Kreisen des spanischen Innenministeriums verlautet, gibt Innenminister Jorge Fernández Díaz der Polizei die Anweisung zu ermitteln, ob diese Botschaften den Strafbestand des Aufrufs zum Hass erfüllten. Die katalanische Regionalregierung kündigte an, sie werde eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft erstatten.

+++ 16:03 Merkel-Statement beginnt in Kürze +++
Die Kanzlerin wird in Kürze in Südfrankreich gemeinsam mit dem spanischen Regierungschef Mariano Rajoy und Frankreichs Präsident François Hollande vor die Presse treten und eine Erklärung abgeben. n-tv überträgt das Statement live im Stream. Die Pressekonferenz der französischen Behörden soll gleich ebenfalls beginnen.

+++ 15:58 Halterner Schülerin hätte Flieger fast verpasst +++
Eine Schülerin aus Haltern hätte nach Informationen der spanischen Zeitung "El País" die Unglücksmaschine beinahe verpasst. Wie das Blatt berichtet, hatte das Mädchen seinen Ausweis bei der Familie vergessen, bei der es untergebracht war. Die spanischen Gastgeber seien daraufhin mit dem Auto losgefahren und hätten das Dokument noch gerade rechtzeitig zum Flughafen gebracht. Wenn die Schülerin den Ausweis nicht bekommen hätte, hätte möglicherweise die ganze Gruppe des Joseph-König-Gymnasiums aus Haltern ein anderes Flugzeug genommen, spekulierte die Zeitung.

Lufthansa-Chef Carsten Spohr
Lufthansa-Chef Carsten Spohr(Foto: dpa)

+++ 15:47 Angehörige von Opfern am Absturzort angekommen +++
Französischen Medienberichten zufolge sind die ersten Angehörigen von Opfern inzwischen am Absturzort angekommen. Wie die Zeitung "Le Figaro" im Internet berichtete, erreichen einige Familen Digne-les-Bains. Der Ort liegt etwa 30 Kilometer Luftlinie von der Absturzstelle entfernt. In Digne und in Seyne-les-Alpes gibt es Betreuungszentren für Angehörige und Trauerkapellen.

+++ 15:41 Lufthansa-Chef spricht mit Angehörigen +++
Lufthansa-Chef Carsten Spohr hat in Düsseldorf mit Angehörigen der Todesopfer des Germanwings-Absturzes gesprochen. Danach zeigt er sich bestürzt. "Das war mit Abstand das Schlimmste der letzten 20 Jahre - seit ich in dieser Branche bin", sagt Spohr nach dem Treffen am Düsseldorfer Airport. Man werde ihnen jede erdenkliche Hilfe gewähren - sei sie psychologischer oder finanzieller Art. Am Donnerstag würden für die Angehörigen und ihre Betreuer Sonderflüge nach Marseille starten. Für Germanwings-Crews, die nach dem Absturz nicht hätten fliegen wollen, habe er "volles Verständnis", versichert Spohr. Sie seien zum Teil mit den Opfern befreundet gewesen.

Video

+++ 15:31 CDU-Politiker warnt vor Flugreisen mit Germanwings +++
Der CDU-Bundestagsabgeordnete Karl-Georg Wellmann warnt auf seiner Facebook-Seite vor Flügen mit Germanwings. "Vor Germanwings kann man nur noch warnen. Überalterte Maschinen und miserabler Service. Mit denen werde ich nicht mehr fliegen", das schrieb der Politiker am Dienstagabend. Führende Politiker von SPD und Grünen reagieren empört. "Ich halte von solchen reißerischen Stellungnahmen kurz nach schrecklichen Unglücksfällen überhaupt nichts", sagt SPD-Bundesvize Ralf Stegner der Online-Ausgabe des "Handelsblatts". "Niemand sollte versuchen, aus derartigen Situationen politisches Kapital zu schlagen." Die stellvertretende Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion, Kerstin Andreae, nennt Wellmanns Facebook-Kommentar "einfach nur billig". "Jetzt sollte man an die Opfer denken und nicht über den Service einer Airline schwadronieren", so Andreae.

+++ 15:26 Astronaut Gerst: "Absturz ist eine unfassbare Tragödie" +++
Auch der deutsche Astronaut Alexander Gerst ist erschüttert über den Absturz der Germanwings-Maschine in Südfrankreich: "Als ich davon erfahren habe, war das ein Schock für mich. Das ist eine unfassbare Tragödie", sagt der 38-Jährige. "Es ist unendlich schade, wenn so viele Menschen ihr Leben verlieren." Als Astronaut seien er und seine Kollegen mit ihrer Reise ins Weltall wissentlich ein großes Risiko eingegangen. Bei den Opfern des Absturzes sei das nicht so gewesen. "Meine Gedanken sind bei den Angehörigen. Ich hoffe, dass dieses Unglück so schnell wie möglich aufgeklärt wird."

+++ 15:22 EU-Parlament beginnt Sitzung mit Schweigeminute +++
Das EU-Parlament gedenkt der Opfer mit einer Schweigeminute. "Wir sind alle zutiefst betroffen", sagt Parlamentspräsident Martin Schulz. "Eine ganze Stadt in meinem Heimatland steht unter Schock."

(Foto: Screenshot/Flickr)

+++ 15:16 Innenministerium postet Fotos vom Unglücksort +++
Das französische Innenministerium hat beim Fotodienst flickr eine Reihe von Fotos veröffentlicht. Zu sehen sind unter anderem Aufnahmen von den Bergungsarbeiten am Unglücksort in den französischen Alpen.

+++ 15:10 Verunglückte Schüler wurden per Los für Reise ausgewählt +++
Es gibt inzwischen neue Informationen zu den verunglückten Schülern aus Haltern. Diese sind für ihre verhängnisvolle Spanien-Reise offenbar ausgelost worden. Weil es für die Teilnahme am achttägigen Austauschtrip in die Nähe von Barcelona mehr Bewerber gegeben habe als Plätze, sei das Los auf die nun ums Leben gekommenen Mädchen und Jungen gefallen, sagt eine Sprecherin der Bezirksregierung. Mindestens einer der Schüler sei über die Nachrückliste zur Reisegruppe dazugestoßen. Nach Informationen der "Halterner Zeitung" haben sich 40 Schüler für die Reise beworben - 14 Schülerinnen und zwei Schüler seien ausgewählt worden.

+++ 15:03 Französische Gemeinden empfangen Angehörige +++
Die Kanzlerin ist vor einer guten halben Stunde mit einem Helikopter in Seyne gelandet. Rund um das Städtchen hat die Gendarmerie Straßensperren eingerichtet. Im "Maison des Jeunes", einem Jugendzentrum mit Sportanlagen, wurde eine Trauerkapelle eingerichtet. In einem Saal liegen Kondolenzbücher aus, Blumen schmücken die Tische. Hier soll ein Teil der Angehörigen empfangen werden, die im Laufe der kommenden Tage erwartet werden. Dem Bürgermeisteramt von Seyne zufolge wird mit etwa 800 Verwandten der Opfer gerechnet, darunter viele Deutsche. Den Ankommenden sollen vier Teams von Psychologen helfen, den Schock über den Verlust geliebter Menschen zu überwinden. Nach Angaben der Behörden stehen auch an die 40 Dolmetscher bereit. Rund 20 Deutsch- und Spanisch-Lehrer aus der Region hätten zudem "spontan ihre Hilfe angeboten", berichtet ein Vertreter der örtlichen Schulbehörde. Auch das rund 40 Kilometer südlich von Seyne gelegene Städtchen Digne ist auf den Empfang von Angehörigen vorbereitet. Das berichtet AFP-Reporterin Jutta Hartlieb-Braun.

+++ 14:51 Psychologin: Angst erschwert die Trauerarbeit +++
Für eine erfolgreiche Trauerarbeit sind Rituale hilfreich - und die Akzeptanz der Endgültigkeit des Abschieds. "Trauernde versuchen, mit dem Toten in Beziehung zu bleiben", sagt Maggie Schauer, die Leiterin des Kompetenzzentrums Psychotraumatologie der Universität Konstanz. "Nach dem Schmerz kommt oft die Angst, den Toten innerlich loszulassen, seine Persönlichkeit zu vergessen." Rituale schaffen laut Schauer Verbindung zum Verstorbenen und helfen gleichzeitig abzuschließen. Für die Hinterbliebenen der Germanwings-Katastrophe in den französischen Alpen sei das aber noch zu früh. "Jetzt steht der Schock erstmal im Vordergrund." Erst später könnten sich die Betroffenen sagen: "Ich darf weitermachen mit meinem Leben." Gleichzeitig sei es entscheidend, sich einzugestehen, dass der geliebte Mensch tot ist. Trauer brauche viel Zeit und sei sehr individuell.

+++ 14:48 Französische Behörden wollen um 16 Uhr berichten +++
Es gibt offenbar erste Ergebnisse der Untersuchungen des Flugschreibers. Die französischen Behörden wollen die Erkenntnisse über ihre bisherigen Ermittlungen in einer Pressekonferenz um 16 Uhr mitteilen.

+++ 14:35 Merkel dankt Franzosen für "unglaubliche Freundschaft und Hilfe" +++
Nach ihrer Ankunft in den französischen Alpen dankt Kanzlerin Angela Merkel den französischen Helfern für ihren Einsatz. "Das ist ein Zeichen unglaublicher Freundschaft und Hilfe. Wir sind sehr dankbar", sagt Merkel, die gemeinsam mit dem spanischen Regierungschef Mariano Rajoy und Frankreichs Präsident François Hollande in Seyne-les-Alpes eingetroffen ist. Merkel, die von Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft begleitet wird, spricht vor Ort mit Einsatzkräften und informiert sich aus erster Hand über die schwierige Bergung von Trümmern und Opfern.

(Foto: Screenshot/ntv)

+++ 14:31 Dobrindt: Gefundener Flugschreiber ist Stimmenrekorder +++
Beim sichergestellten Flugschreiber der abgestürzten Germanwings-Maschine handelt es sich nach Angaben von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt um den Stimmenrekorder. Er erhoffe sich von dem Rekorder baldige Erkenntnisse. "Bisher verbietet es sich, Spekulationen anzustellen", sagt der CSU-Politiker. Man könne momentan nicht gesichert sagen, was in den letzten Minuten in dem Flugzeug passiert sei. An der Auswertung des Stimmenrekorders, der Gespräche im Cockpit aufzeichnet, beteiligten sich auch Flugunfall-Spezialisten aus Deutschland. Dobrindt zufolge sind die Wrackteile der Maschine über eine breite Fläche in einer Gebirgsfalte verteilt. "Das größte Teil, was identifizierbar war, war ein Bordwandteil, das den Umfang von drei Flugzeugfenstern umfasst", sagt Dobrindt. "Es ist ein erschreckendes Bild."

+++ 14:25 Kriseninterventionsteam betreut Hinterbliebene +++
Ein deutsches Kriseninterventionsteam kommt in Südfrankreich zum Einsatz, um Hinterbliebene des Flugzeugabsturzes zu betreuen. "Die vier Ehrenamtlichen sind als erstes Team des Deutschen Roten Kreuzes vor Ort", sagt Sprecher Udo Bangerter. Die Helfer aus Baden-Württemberg werden zunächst einmal bis zum Wochenende in der Stadt Digne-les-Bains in Südfrankreich bleiben. Sie sollen die Angehörigen kurzfristig unterstützen, sie beim Abschiednehmen begleiten und vor allem beim Identifizieren der Leichen zur Seite stehen. Das Team aus Baden-Württemberg sei angefordert worden, "weil wir nah an Frankreich sind", sagt Bangerter. Das Französische Rote Kreuz erwartet in den nächsten Stunden rund 800 Angehörige der deutschen und spanischen Opfer und hatte daher um Unterstützung bei der Betreuung der Betroffenen gebeten.

Video

+++ 14:14 Merkel erreicht Unglücksregion +++
Angela Merkel landet in diesen Augenblicken gemeinsam mit Hannelore Kraft mit einem Helikopter in der Nähe des Absturzortes in der Ortschaft Seyne. Die Kanzlerin und die NRW-Ministerpräsidentin wollen sich in den südfranzösischen Alpen ein eigenes Bild von den Bergungsarbeiten machen. Auch Frankreichs Präsident François Hollande erreicht die Unglücksregion mit einem Helikopter. Um 14.30 Uhr, also in einer Viertelstunde, soll es eine Pressekonferenz geben. Hier sehen Sie die ntv-Livebilder aus Frankreich.

+++ 14:03 Merkel-Statement verzögert sich +++
Eigentlich soll Bundeskanzlerin Angela Merkel in diesen Minuten am Unglücksort gemeinsam mit dem französischen Präsidenten François Hollande und dem spanischen Staatschef Mariano Rajoy ein Statement abgeben. Aber der Auftritt scheint sich zu verzögern. Womöglich geben die Politiker ihre Erklärung erst am Ende ihres Besuchs ab. Wann genau sie vor die Presse treten, ist daher noch unklar. Wir übertragen das Statement der Kanzlerin später in unserem Livestream.

+++ 13:59 Studie: Ältere Flugzeuge nicht unsicherer +++
Das Internationale Zentrum für Lufttransport beim Massachusetts Institute of Technology in Cambridge hat im vergangenen Jahr den Zusammenhang zwischen Flugzeugunfällen und dem Alter der betreffenden Maschinen untersucht. Darin kommen die Wissenschaftler zu dem Ergebnis: Bis zu einem Alter der Flugzeuge von 18 Jahren gibt es keinerlei Zusammenhang mit der Unfallrate. Nur bei Maschinen ab 20 Jahren wurde statistisch eine leichte Tendenz zu mehr Unfällen registriert - allerdings nur bei Fluggesellschaften, die in Afrika operierten. In anderen Teilen der Welt ist laut der Studie auch bei Maschinen von 20 Jahren Lebensdauer und mehr kein Zusammenhang zwischen dem Alter und der Unfallhäufigkeit festzustellen.

+++ 13:52 Stadt Düsseldorf legt Kondolenzbuch aus +++
In vielen Städten Deutschland gedenken Menschen heute der Opfer des Flugzeugabsturzes. Die Stadt Düsseldorf legt ein Kondolenzbuch im Foyer des Rathauses aus. Ein Bild davon postet die Stadt bei Twitter.

+++ 13:46 De Maizière gegen Spekulationen +++
Bundesinnenminister Thomas de Maizière warnt hat vor Spekulationen über die Ursache der Germanwings-Katastrophe . Mutmaßungen sollten schon aus Rücksicht auf die Angehörigen der Opfer des Absturzes unterbleiben, sagt de Maizière. Er betont, es gebe keine belastbaren Hinweise darauf, dass Dritte den Absturz absichtlich herbeigeführt hätten. Selbstverständlich werde aber mit Hochdruck in alle Richtungen ermittelt. Der Minister sagt, der Absturz habe ihn tief erschüttert. "Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen." De Maizière dankt den Helfern an der Unglücksstelle, die bei der Bergung in den französischen Alpen im Einsatz seien.

+++ 13:40 Auch drei Dortmunder unter den Opfern +++
Unter den 72 Opfern befinden sich offenbar auch drei Personen aus Dortmund. Das berichten die "Ruhr Nachrichten". An Bord waren demnach unter anderem ein angehender Verkehrspilot als Flugbegleiter sowie ein früherer stellvertretender Bezirksbürgermeister.

+++ 13:29 Bayern-Spieler halten Gedenkminute ab +++
Auch viele Spieler in der Fußball-Bundesliga zeigen sich betroffen über den Absturz der Germanwings-Maschine. Spieler, Trainer und Betreuer des FC Bayern München gedenken der 150 Menschen, die beim Absturz ihr Leben verloren haben, mit einer Schweigeminute. Spieler wie Philipp Lahm oder Xabi Alonso bilden mit Trainer Pep Guardiola vor dem Training einen Kreis auf dem Platz.

+++ 13:24 Rechtsmediziner: Flugzeugopfer in ein bis zwei Wochen identifiziert +++
Nach Erwartung des Hamburger Rechtsmediziners Klaus Püschel werden die Opfer der Germanwings-Katastrophe in etwa ein bis zwei Wochen identifiziert sein. Er rechne mit einem hoch professionellen Ablauf, sagt der Direktor des Instituts für Rechtsmedizin im Universitätsklinikum Eppendorf. "Rechtsmediziner sollten bei dem Bergen der Leichenteile schon zugegen sein", sagt der Professor. Dazu würden normalerweise gemeinsame Teams mit der Polizei gebildet, die bereits an der Absturzstelle Leichenteile zuordnen, registrieren und an eine zentrale Untersuchungsstelle schicken.

+++ 13:16 Französische Partnerstadt trauert mit Haltern +++
Die französische Stadt Roost-Warendin hat seit über 40 Jahren eine Städtepartnerschaft mit Haltern. Die Einwohner trauern mit. Sie gedenken heute der 16 Schüler und ihrer zwei Lehrerinnen, die beim Absturz der Germanwings-Maschine ums Leben gekommen sind. Die Zeremonie werde mit Schülern vor dem Rathaus abgehalten, sagt Lionel Courdavault, der Bürgermeister der Stadt. Vor der Statue "Die Zwillinge", die ein Künstler aus Haltern geschaffen hat, sollen Blumen niedergelegt werden. "Wir erleben das als ein Drama", sagt der Bürgermeister. Es gebe mit Haltern seit Jahren einen Schüleraustausch. "Diese jungen Leute vom Gymnasium, darunter sind wahrscheinlich auch welche, die nach Roost gekommen sind, oder ihre Brüder, ihre Schwestern." In der 6000-Einwohner-Gemeinde gibt es auch eine Straße mit dem Namen der nordrhein-westfälischen Partnergemeinde Haltern am See.

+++ 13:09 Französische Behörden veröffentlichen Foto des Voice Recorders +++
Wie der Branchendienst Aviation Safety bei Twitter mitteilt, hat die französische Behörde für Luftsicherheit ein Foto des geborgenen Voice Recorders veröffentlicht. Experten erhoffen sich wertvolle Erkenntnisse von der Auswertung des Geräts. Mehr Informationen über den Voice Recorder gibt es hier.

+++ 13:03 Germanwings-Flug heute mit anderer Flugroute +++
Unbestätigten Berichten zufolge ändert Germanwings heute seine Flugroute. Der Flug habe auch eine neue Flugnummer erhalten, schreibt die Plattform Plane Finder bei Twitter. Flug 4U9441 war um 9.58 Uhr mitteleuropäischer Zeit in Barcelona gestartet, meldet die Plattform Flightradar24. Germanwings äußert sich bisher nicht zu der geänderten Route.

+++ 12:56 Germanwings: 72 Absturz-Opfer aus Deutschland +++
Bis gerade sind wir davon ausgegangen, dass 67 Deutsche an Bord der abgestürzten Germanwings-Maschine waren. Aber offenbar ist die Zahl der Opfer höher als bisher gedacht. Laut Germanwings-Chef Thomas Winkelmann sind 72 Menschen aus Deutschland ums Leben gekommen.

+++ 12:41 Behörden berichten am Nachmittag über Ermittlungen +++
Wie geht es weiter nach dem Absturz der Germanwings-Maschine in den Alpen? Nach Angaben von Lufthansa-Chef Carsten Spohr soll es heute Nachmittag um 16 Uhr Informationen der französischen Behörden zu den weiteren Ermittlungen geben.

+++ 12:29 Mindestens drei Briten unter Opfern +++
Beim Absturz der Germanwings-Maschine sind auch mindestens drei Briten ums Leben gekommen. Das gibt der britische Außenminister Philip Hammond bekannt. Laut der Internetseite airlive.net befanden sich folgende Staatsangehörige an Bord: Deutschland (67), Spanien (45), Großbritannien, Kasachstan (jeweils drei), Japan, Kolumbien, Australien (je zwei), Niederlande, Dänemark, Türkei, Israel, Mexiko (je einer). Die Zahlen wurden bisher nicht bestätigt.

Merkel während der Kabinettssitzung
Merkel während der Kabinettssitzung(Foto: dpa)

+++ 12:19 Merkel fliegt nach Kabinettssitzung zum Absturzort +++
Bundeskanzlerin Angela Merkel fliegt heute gleich im Anschluss an die Kabinettssitzung zum Absturzort des Germanwing-Flugzeuges. Begleitet wird sie von der nordrhein-westfälischen Regierungschefin Hannelore Kraft. Merkel und Kraft wollten am Ort der Katastrophe ein Zeichen der Anteilnahme mit den Toten und ihren Angehörigen setzen. Gegen 14 Uhr will Merkel den spanischen Regierungschef Mariano Rajoy und Frankreichs Präsident François Hollande treffen.

+++ 12:13 BKA bereitet sich auf Identifizierung der Opfer vor +++
Das Bundeskriminalamt bereitet sich darauf vor, bei der Identifizierung der Opfer des Flugzeugabsturzes mitzuhelfen. Drei Kriminalbeamte der Identifizierungskommission seien am Dienstag nach Paris gereist, um mit den französischen Kollegen den Einsatz vorzubereiten, sagt eine BKA-Sprecherin. Sie würden von den zwei Verbindungsbeamten des BKA in Frankreich unterstützt. Zugleich arbeite in Wiesbaden eine Besondere Aufbau-Organisation mit Hochdruck daran, Daten der Vermissten zu sammeln, um die Identifizierung vorzubereiten. Ob und wie viele weitere Spezialisten nach Frankreich entsandt werden, stehe noch nicht fest, sagt die Sprecherin. Das hänge davon ab, wie die französischen Behörden den Identifizierungs-Einsatz planen. Vergangenes Jahr hatte die deutsche Identifizierungskommission mitgeholfen, in den Niederlanden die 298 Opfer des Fluges MH 17 zu identifizieren.

+++ 12:06 Innenminister: These eines Terroranschlags "nicht vorrangig" +++
Die Ermittler in Frankreich gehen weiter allen Möglichkeiten als Absturzursache nach. "Alle Hypothesen müssen im Einzelnen betrachtet werden", sagt Frankreichs Innenminister Bernard Cazeneuve RTL. Die Möglichkeit eines Terroranschlags sei aber "nicht vorrangig". Die Überreste des abgestürzten Airbus A320 seien überwiegend auf eineinhalb Hektar konzentriert, berichtet der Minister: "Das ist sicher ein großes Gebiet, weil der Aufprall stark war, aber das zeigt, dass das Flugzeug wahrscheinlich nicht explodiert ist."

+++ 12:01 Schweigeminute in allen Schulen in NRW am Donnerstag +++
Mit einer Schweigeminute wollen alle Schulen in Nordrhein-Westfalen am Donnerstag um 10.53 Uhr der Opfer des Flugzeugabsturzes gedenken. Das kündigt Schulministerin Sylvia Löhrmann bei der Pressekonferenz im Rathaus der Stadt Haltern am See an.

+++ 11:57 NRW-Ministerin Löhrmann: Den Schmerz kann niemand nehmen +++
NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann ist heute zum Joseph-König-Gymnasium nach Haltern gefahren. Bei einer Pressekonferenz sagt die Grünen-Politikerin, "den Schmerz eines verlorenen engen Familienmitglieds oder Freundes oder Freundin, den kann niemand, keine Macht der Welt, den Menschen nehmen, wir können ihn nur teilen. Und aus dem gemeinsamen Teilen kann ein wenig Trost erwachsen."   Schulleiter Ulrich Wessel sagt, der Absturz mache ihn fassungslos und wortlos. Das Gymnasium habe am Dienstag vergangener Woche 16 junge, fröhliche Schüler mit zwei jungen, fröhlichen Lehrerinnen zum Schüleraustausch nach Spanien verabschiedet. Das, was als fröhliche Fahrt gedacht war, sei in dieser Tragödie geendet. "An unserer Schule wird nichts mehr so sein, wie es vorher war", sagt Wessel.

(Foto: Screenshot/Halterner Zeitung)

+++ 11:47 Halterner Zeitung schaltet Todesanzeige +++
Nach dem Tod von 16 Schülern und zwei Lehrern des Joseph-König-Gymnasiums trauert die Stadt Haltern. Anteil nimmt auch die hiesige Lokalzeitung. Die zum Medienhaus Lensing gehörende Halterner Zeitung veröffentlicht auf der Seite 18 ihrer Mittwochsausgabe eine Todesanzeige. Darin heißt es: "Uns, die wir täglich mit Worten umgehen, fehlen die Worte. Uns, die wir das Sprachrohr dieser Stadt sind, hat es die Sprache verschlagen." Die heutige Ausgabe der Zeitung ist im Netz kostenlos abrufbar.

+++ 11:42 Lufthansa bietet Angehörigen Flüge nach Marseille an +++
Lufthansa-Chef Carsten Spohr kündigt an, dass Angehörigen der Absturzopfer Sonderflüge zur französischen Hafenstadt Marseille angeboten würden. Er beteilige sich nicht an Spekulationen über die Absturzursache. Es sei unerklärlich, dass ein Flugzeug in - nach seinen Worten – einwandfreiem Zustand mit erfahrenen Piloten habe abstürzen können.

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+++ 11:39 Justiz ermittelt wegen fahrlässiger Tötung +++
Nach dem Absturz der Germanwings-Maschine in den französischen Alpen nimmt die Staatsanwaltschaft von Marseille Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung auf. Düsseldorfer Staatsanwälte übernehmen die deutschen Ermittlungen zum Tod der 150 Opfer. "Die Verfahren werden von uns zentral geführt. Wir gehen davon aus, dass es sich bei allen Opfern um dieselbe Todesursache handelt", sagt ein Behördensprecher. Zunächst komme es darauf an, die Arbeit deutscher Ermittlerteams in der Absturzregion mit der französischen Justiz zu koordinieren. In einigen Monaten werde ein förmliches Rechtshilfeersuchen an Frankreich folgen mit der Bitte, die Ermittlungsergebnisse der französischen Behörden nach Deutschland zu übermitteln. Die Staatsanwaltschaften in Deutschland sind verpflichtet, bei allen nicht natürlichen Todesfällen Todesermittlungsverfahren einzuleiten.

+++ 11:34 Rettungspilot: Zunächst keine Bergung von Opfern +++
Die Rettungskräfte an der Absturzstelle wollen heute keine Opfer bergen. Das sagt Rettungspilot Xavier Roy am Einsatzort. Wichtig sei zunächst, den zweiten Flugschreiber zu finden. Außerdem werde das Absturzgebiet weiter gesichert. Die Rettungsmannschaften versuchten, die Körper der Opfer zu finden. Dazu würden auch zahlreiche Fotos von der Unfallstelle gemacht. Bei den Arbeiten, an denen auch Spezialteams beteiligt seien, werde auch versucht, Teile der Motoren zu lokalisieren. Bisher sei unklar, wie viele Rettungskräfte zu dem Gelände gebracht würden. Es sei auch noch nicht entschieden, wie viele davon über Nacht auf dem Berg blieben, um das Gebiet zu sichern. Roy berichtete erneut von einem sehr schwierigen Gelände. An der Unfallstelle gebe es aber aktuell keinen Schnee. Die Helikopter könnten gut fliegen, es gebe wenig Wind.

Fahnen auf halbmast auf dem Reichstagsgebäude in Berlin
Fahnen auf halbmast auf dem Reichstagsgebäude in Berlin(Foto: REUTERS)

+++ 11:29 Germanwings schränkt Werbemaßnahmen ein +++
Die Fluggesellschaft Germanwings schränkt nach dem Absturz ihres Airbus' ihre Werbemaßnahmen ein. Das sei nach Unglücken "gängige Praxis", sagt ein Sprecher der Lufthansa-Tochter der Nachrichtenseite "DerWesten.de". Werbung werde "auf ein Mindestmaß" heruntergefahren. Genauere Angaben könne er zu diesem Zeitpunkt noch nicht machen.

+++ 11:21 Experten der Flugunfalluntersuchung am Absturzort +++
An den Untersuchungen am Absturzort sind auch drei Experten aus Braunschweig beteiligt. Die Mitarbeiter der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung sollen im Laufe des Vormittags an der Unfallstelle eintreffen, sagt Sprecher Germout Freitag. Die deutschen Fachleute werden gemeinsam mit ihren französischen Kollegen das Trümmerfeld an der Absturzstelle untersuchen. Bei der ersten Phase gehe es um die Leichenbergung, so Freitag. In der zweiten Phase würden die Experten untersuchen, ob alle Teile des Flugzeugs vorhanden seien. "In der dritten Phase prüfen wir, welche Aussagen sich anhand der Einzelteile treffen lassen." So lasse sich bei einem Fund der Turbine beispielsweise klären, ob sie sich zum Zeitpunkt des Aufschlags noch gedreht habe.

Die Spezialisten werden voraussichtlich erst nach der Untersuchung im Laufe des Tages Bericht erstatten, kündigt Freitag an. Wegen der Abgelegenheit der Absturzstelle sei der Kontakt per Telefon schwierig. Bei der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchungen geht man momentan davon aus, dass die entsandten Spezialisten mindestens sieben Tage im Einsatz sein werden. "Danach wird das Team ausgetauscht, denn vor Ort arbeiten die Experten bis zu 20 Stunden am Tag", sagt Freitag.

+++ 11:12 DZ-Experte: Nachhaltiger Schaden für Lufthansa +++
Nach dem Absturz der Germanwings-Maschine steht die Lufthansa-Aktie weiter unter Druck. Der Kurs sank heute um bis zu 1,4 Prozent auf 13,38 Euro. Die in Paris und Frankfurt gelisteten Airbus-Aktien fielen um 0,7 Prozent. Equinet-Analyst Jochen Rothenbacher stufte die Lufthansa-Aktie auf "Hold" von "Buy" zurück und senkte das Kursziel auf 14 von 19 Euro. Das Unglück könne dazu führen, dass sich das Passagierwachstum kurzfristig verlangsame, erläuterte er. Zudem dürfte das positive Image der Lufthansa als sichere Fluggesellschaft leiden. Nach Ansicht von DZ-Bank-Experte Dirk Schlamp wird der Absturz einen "nachhaltigen Reputationsschaden hinterlassen". Lufthansa habe bislang für technische Kompetenz und Zuverlässigkeit gestanden.

Ein französischer Gendarm vor Kameraleuten in der Nähe der Absturzstelle in Seyne-les-Alpes
Ein französischer Gendarm vor Kameraleuten in der Nähe der Absturzstelle in Seyne-les-Alpes(Foto: AP)

+++ 11:01 Germanwings: Bislang keine nennenswerten Stornierungen +++
Für das Geschäft von Germanwings hat der Absturz der Maschine in Südfrankreich offenbar erst einmal keine großen Konsequenzen. Die meisten Passagiere der Airline treten ihren Flug an. "Uns liegen keine Hinweise auf nennenswerte Stornierungen vor", sagt ein Germanwings-Sprecher. Das gilt auch für andere - nicht betroffene - Fluggesellschaften. Auch Air Berlin verzeichnet nach eigenen Angaben keine auffällige Zahl an Stornierungen.

+++ 10:56 Erster Flugschreiber in Paris eingetroffen +++
Der erste gefundene Flugschreiber der abgestürzten Germanwings-Maschine ist zur Analyse der Daten in Paris eingetroffen. Die Auswertung werde noch am Vormittag beginnen, sagt der für Transport zuständige französische Staatssekretär Alain Vidalies dem Sender Europe 1. Die für die Auswertung zuständige französische Untersuchungsbehörde BEA habe die Blackbox erhalten. Die Box sei beschädigt, aber es werde angenommen, dass sie zu verwerten sei, sagt Vidalies. Auch Innenminister Bernard Cazeneuve hatte bereits angegeben, die Box sei beschädigt. Nähere Informationen über die Beschädigung gab es nicht. Bei dem gefundenen Flugschreiber soll es sich um den Cockpit Voice Recorder handeln, der Geräusche und Gespräche im Cockpit aufzeichnet. Nach der zweiten Blackbox wird noch an der Absturzstelle gesucht.

+++ 10:38 Bergung der Opfer wird "sehr schwierig" +++
Die Bergung der Opfer des Germanwings-Absturzes wird nach Einschätzung des Polizeichefs der Region sehr schwierig werden. "Wir sind hier im Hochgebirge", sagte Polizeigeneral David Galtier. "Das Wichtigste ist, das Gebiet abzusichern und die Leichen zu bergen." Insgesamt seien 500 französische Einsatzkräfte vor Ort. Das Absturzgebiet sei etwa so groß wie zwei Fußballfelder, fügte er hinzu.

+++ 10:20 Halterner Schule gedenkt der Opfer +++
Mit Gedenkveranstaltungen hat das Joseph-Königs-Gymnasium in Haltern seiner Mitschüler gedacht. 16 Jungen und Mädchen, die in der Unglücksmaschine saßen, besuchten die Schule. Nach den Gedenkfeiern haben viele Schüler das Gymnasium wieder verlassen.

Flaggen auf halbmast vor dem Kanzleramt in Berlin.
Flaggen auf halbmast vor dem Kanzleramt in Berlin.(Foto: dpa)

+++ 10:04 Bislang keine zentrale Trauerfeier geplant +++
Laut Bundesinnenministerium denkt die Bundesregierung nicht über eine zentrale Trauerfeier für die 150 Toten des Flugzeugabsturzes nach. Eine Sprecherin des Ministeriums sagte n-tv.de auf Nachfrage, bislang sei eine solche Feier nicht geplant. Auf Anordnung des Innenministeriums wehen die Flaggen an allen Bundesbehörden in Deutschland von heute bis einschließlich Freitag auf halbmast. Der Bundestag will der Opfer des Unglücks am Donnerstag vor Beginn seiner Sitzung gedenken.

+++ 9:50 Bundeswehr steht zur Unterstützung bereit +++
Die Bundeswehr steht zur Unterstützung der französischen Behörden bereit, falls diese Hilfe an der Absturzstelle benötigen sollten. Denkbar wäre die Überführung der Leichen nach Deutschland, sagt ein Sprecher des Verteidigungsministeriums.

+++ 9:38 Lufthansa legt weltweite Schweigeminute ein +++
Der Lufthansa-Konzern hat seine Mitarbeiter aufgerufen, um 10.53 Uhr mit einer Schweigeminute der Opfer des Germanwings-Absturzes zu gedenken. Zu dieser Uhrzeit war am Vortag der Airbus der Lufthansa-Tochter Germanwings mit 150 Menschen an Bord in den französischen Alpen verunglückt. Im Anschluss an die weltweite Schweigeminute will Lufthansa-Chef Carsten Spohr in der Frankfurter Firmenzentrale ein Medienstatement abgeben.

+++ 9:27 Angehörige am Unglücksort erwartet +++
Heute werden erste Angehörige der Opfer in Seyne-les-Alpes erwartet. Für sie werde ein Ort der Stille eingerichtet, sagte Innenministeriumssprecher Pierre-Henry Brandet. Auch am Flughafen in Düsseldorf haben sich weiterhin Seelsorger um Angehörige der Opfer gekümmert. Sie hielten sich in einem abgeschirmten Bereich auf, sagte Flughafensprecher Christian Hinkel. "Die Menschen kommen, um nicht in ihrer Trauer alleine zu sein. Vielleicht ist es für die Angehörigen auch gut, wenn sie an einen Ort kommen, wo sie ihre Trauer ausleben können."

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+++ 9:10 THW: Ermittlungen können Jahre dauern +++
Das Technische Hilfswerk (THW) geht nach dem Absturz von langen Ermittlungen zur Ursache aus. "Mir sind Flugzeugabstürze bekannt, wo in einer riesigen Halle die ganzen Trümmerteile wie ein Puzzle in 3D wieder zusammengesetzt wurden", sagte THW-Präsident Albrecht Brömme. So ein Puzzle dauere zwei bis drei Jahre. "Man wird auch hier mit Sicherheit alles in Bewegung setzen, um die exakte Unfallursache herauszufinden." Das THW habe zwei Einsatz-Nachsorgeteams aus Deutschland nach Frankreich geschickt, um auch die Einsatzkräfte dort seelsorgerisch zu betreuen.

+++ 9:04 Lufthansa-Chef erschüttert vom Anblick der Unfallstelle +++
Lufthansa-Chef Carsten Spohr zeigt sich erschüttert vom Anblick der Unfallstelle. "Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen der Opfer", zitiert ihn die Lufthansa auf Twitter. "Germanwings und Lufthansa werden alles tun, um unkompliziert und schnell zu helfen. Wir werden, sobald es geht, den Angehörigen ermöglichen, auch vor Ort zu trauern."

Hubschrauber auf dem Weg zur Absturzstelle.
Hubschrauber auf dem Weg zur Absturzstelle.(Foto: dpa)

+++ 8:50 Mehrere Hubschrauber zur Absturzstelle gestartet +++
Mehrere Hubschrauber sind zur Absturzstelle der Germanwings-Maschine gestartet. Die Bergungsteams hatten die Arbeiten in der Nacht unterbrochen. Die schwer zugängliche Unglücksstelle liegt auf etwa 1500 Metern Höhe.

+++ 8:39 Bergung kann "Tage oder Wochen" dauern +++
Die Bergung der Überreste des abgestürzten Airbus kann sich nach Angaben des französischen Innenministeriums über "Tage oder Wochen" hinziehen. Das sagte ein Ministeriumssprecher dem Sender BFMTV. Zunächst müsse die Unfallstelle gesichert werden. Das zerklüftete Gebiet wird als gefährliches Gelände beschrieben. Bei den Arbeiten werde systematisch vorgegangen. Bei den Arbeiten konzentrierten sich die Einsatzkräfte vor allem auf die Bergung der Opfer. Rund 50 Spezialkräfte seien zu Fuß unterwegs zum Unfallort. Sie seien am Abend nahe Seyne-les-Alpes gestartet und hätten in der Nacht biwakiert, sagte Ministeriumssprecher Pierre-Henry Brandet. Insgesamt seien rund 600 Kräfte im Einsatz. Wann die Opfer geborgen werden könnten, sei unklar.

Absturz in den Alpen: Flug 4U9525StepMap

+++ 8:32 Deutsche Opernsängerin mit Familie unter den Insassen +++
Die deutsche Opernsängerin Maria Radner war an Bord der abgestürzten Maschine. Das berichtet die "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf das Opernhaus Gran Teatre del Liceu in Barcelona, wo sie eine Aufführung besuchte. Ebenfalls an Bord waren ihr Ehemann und ein Kind der beiden. Radner galt im Opern-Betrieb als überaus talentierte Wagner-Interpretin. Auch der Düsseldorfer Opernsänger Oleg Bryjak war an Bord der Maschine.

+++ 8:19 Französische Regierung geht nicht von Terroranschlag aus +++

Bezüglich des Absturzes werde zwar in alle Richtungen ermittelt, sagte der französische Innenminister Bernard Cazeneuve dem Radiosender RTL. Ein Terroranschlag sei aber nicht die wahrscheinlichste These. Mehr Klarheit soll die Auswertung der inzwischen gefundenen Blackbox bringen. Diese sei zwar beschädigt, könne aber trotzdem Hinweise auf die Unglücksursache liefern.

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+++ 8:10 Gefundener Flugschreiber ist beschädigt +++
Der nach dem Absturz gefundene Flugschreiber ist nach Behördenangaben beschädigt. Das verlautete aus dem Umfeld der Ermittler. Das Innenministerium äußerte jedoch, das Gerät sei auswertbar. Der Flugschreiber, bei dem es sich um den Stimmenrekorder des Airbus A320 handele, werde nun zur Untersuchung nach Paris gebracht.

+++ 7:58 Schulbetrieb in Haltern beginnt +++
16 Schüler und zwei Lehrerinnen des Joseph-König-Gymnasiums in Haltern waren an Bord der Unglücksmaschine, die über den französischen Alpen abgestürzt ist. Nach Bekanntwerden des Unglücks war der Unterricht abgesagt worden. An diesem Mittwoch ist die Schule aber wieder geöffnet. Es werde Gelegenheit geben, über das Schreckliche zu sprechen, hatte der Bürgermeister angekündigt. Auch Nordrhein-Westfalens Schulministerin Sylvia Löhrmann will das Gymnasium besuchen und dort ihr Mitgefühl bekunden. Seelsorger und Psychologen sind im Einsatz.

Trümmerteile der Maschine am Absturzort.
Trümmerteile der Maschine am Absturzort.(Foto: dpa)

+++ 7:38 Vier Rheinland-Pfälzer an Bord der Unglücksmaschine +++
An Bord der verunglückten Germanwings-Maschine waren mindestens vier Menschen aus Rheinland-Pfalz. Nach vorläufigen Erkenntnissen des Bundeskriminalamts (BKA) kämen drei Passagiere und ein Mitglied der Besatzung aus dem Bundesland, sagte ein Sprecher des rheinland-pfälzischen Innenministeriums.

+++ 7:22 Behörden wollen "makaberen Tourismus" vermeiden +++
Die französischen Behörden wollen die Absturzstelle sorgfältig gegen Schaulustige abschirmen. "Man muss vermeiden, dass wichtige Indizien zerstört werden", sagte ein Sprecher des französischen Innenministers Bernard Cazeneuve und betonte, es sei wichtig, Schaulustige fernzuhalten. "Man muss auch eine Art morbiden, makaberen Tourismus vermeiden", sagte er.

+++ 6:55 Feuerwehrmann: "Alles ist pulverisiert" +++
"Alles ist pulverisiert. Man kann nichts mehr auseinanderhalten. Man sieht nichts, man kann nicht einmal ein Flugzeug darin erkennen", sagte Feuerwehr-Leutnant Éric Sapet der französischen Zeitung "Le Monde" über den Anblick an der Absturzstelle in den französischen Alpen. Der Lokalpolitiker Richard Bertrand aus dem nahe gelegenen Dorf Vernet sagte: "Das Größte, das ich erkennen konnte, hatte die Größe eines Auto-Kotflügels, nicht größer."

+++ 6:47 Zwei Japaner an Bord von 4U9525 +++
Wie die japanische Nachrichtenagentur Kyodo meldet, waren zwei Japaner an Bord der Unglücksmaschine.

Bilderserie

+++ 6:28 Bergungsarbeiten bei ruhigem Wetter fortgesetzt +++
An der Absturzstelle in den französischen Alpen sind am frühen Morgen die Bergungsarbeiten fortgesetzt worden. Ohne Schnee, Regen oder stärkeren Wind waren die Witterungsbedingungen nach Berichten französischer Medien für die Rettungskräfte und Hubschrauber besser als zunächst befürchtet. Zentraler Ausgangspunkt in die schwer zugängliche Absturzregion ist Seyne-les-Alpes. Von dem Ort mit rund 1200 Einwohnern sollten die mehr als 300 Polizisten und 380 Feuerwehrleute operieren.

+++ 6:09 Lufthansa-Chef rechnet mit schnellen Erkenntnissen+++
Lufthansa-Chef Carsten Spohr rechnet mit schnellen Erkenntnissen über die Ursache des Absturzes der Germanwings-Maschine in Südfrankreich. Er sei froh, dass der erste Flugschreiber bereits gefunden worden sei, sagte er der ARD. "Ich gehe davon aus, dass wir sicherlich relativ schnell erste Informationen bekommen werden, was die Absturzursache war", ergänzte der Lufthansa-Chef. Die detaillierte Auswertung werde dann sicherlich länger dauern. Für Äußerungen über eine mögliche Ursache des Absturzes sei es derzeit aber noch zu früh.

+++ 5:34 Deutsche Ermittler unterwegs nach Frankreich +++
Die Arbeit der Helfer beginnt im Morgengrauen: Mit Beginn der Dämmerung haben Einsatzkräfte ihre Arbeit an der schwer zugänglichen Unglücksstelle wieder aufgenommen. Die Ursachen für eine der schwersten Katastrophen in der deutschen Luftfahrtgeschichte mit 150 Toten liegen weiterhin im Dunkeln. Experten der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) werden vor Ort erwartet. Drei Fachleute hätten sich auf den Weg gemacht, um die Unfallstelle zu untersuchen, sagte der Sprecher der Bundesstelle, Germout Freitag. Vermutlich werden sie nach seiner Schätzung nicht vor 9.00 Uhr an der Unfallstelle ankommen. Die deutschen Fachleute solten gemeinsam mit den französischen Kollegen prüfen, ob alle Trümmerteile zu finden seien oder das Flugzeug möglicherweise in der Luft auseinandergebrochen sei. Erste Bilder von der Unfallstelle zeigen unzählige Trümmerteile in einer kargen Felslandschaft. Die Vielzahl der Trümmer spreche für einen Aufschlag mit hoher Geschwindigkeit, erklärte Freitag. Voraussichtlich erst nach der Untersuchung im Laufe des Tages werden die Fachleute der Bundesstelle Bericht erstatten, kündigte Freitag an.

+++ 5:26 Hollande empfängt Merkel und Rajoy +++
Bundeskanzlerin Angela Merkel wird am Nachmittag gegen 14 Uhr am Ort des Absturzes erwartet. Dort wird sie den Planungen zufolge mit dem spanischen Regierungschef Mariano Rajoy und Frankreichs Staatspräsident François Hollande zusammentreffen. Neben den wohl 67 Opfern aus Deutschland waren bisherigen Erkenntnissen zufolge auch Passagiere aus Spanien, Großbritannien, Dänemark, Australien, Israel, Mexiko, Kolumbien, Argentinien und Japan an Bord der Unglücksmaschine.

+++ 5:17 "Le Figaro" erinnert an Concorde-Unglück +++
Der Absturz eines Passagierjets der Lufthansa-Tochter Germanwings weckt in Frankreich traurige Erinnerungen an frühere Katastrophen der Luftfahrt. "Es ist einer der mörderischsten Unfälle in Frankreich seit dem Absturz der Concorde von Air France", kommentierte die konservative französische Tageszeitung "Le Figaro" das Unglück. Die Concorde war am 25. Juli 2000 kurz nach dem Start vom Flughafen Roissy-Charles de Gaulle abgestürzt. 113 Menschen kamen dabei ums Leben. Der Vorfall läutete das Ende der überschallschnellen Prestigemaschinen ein. "Es wird wohl mehrere Tage dauern, bis das Geheimnis gelüftet werden kann, das die Ursachen der Katastrophe des Airbus A320 der Fluggesellschaft Germanwings mit 150 Toten umgibt", hieß es weiter. Mit ersten, vorläufigen Untersuchungsergebnissen ist dagegen erst in Wochen, wenn nicht Monaten zu rechnen.

+++ 4:34 Absturz könnte Lufthansa bremsen +++
Das Flugzeugunglück belastet nach Einschätzung französischer Medien den Kurs der größten deutschen Fluggesellschaft. "Der Absturz des Germanwings-Airbus A320 könnte die Strategie der Lowcost-Entwicklung bei Lufthansa infrage stellen", schreibt die französische Tageszeitung "Le Monde" am Tag nach der Katastrophe. "Nach Germanwings als Tochter für Kurz- und Mittelstreckenflüge hatte die deutsche Fluggesellschaft mit Eurowings eine weitere Gesellschaft gegründet, die ausschließlich für Billig-Langstreckenflüge zuständig ist."

Krisenhotlines

Das Auswärtige Amt hat nach dem Absturz einen Krisenstab eingerichtet. Angehörige könnten sich unter der Krisenhotline 030 - 5000 3000 informieren, teilte ein Sprecher mit. Das Außenministerium stehe in engstem Kontakt mit den französischen Behörden.

Auch der Flughafen Düsseldorf hat eine Hotline für Angehörige eingerichtet. Unter der Rufnummer 0800 - 1133 5577 können diese sich informieren, teilte der Flughafen mit.

+++ 3:52 Frankreich fliegt Gerichtsmediziner ein +++
Die Auswertung des Flugschreibers des verunglückten Airbus A320 soll am Mittwochmorgen beginnen. Unklar blieb zunächst, ob die Einsatzkräfte den Flight Data Recorder (FDR) oder den Cockpit Voice Recorder (CVR) bergen konnten. Während das erste Gerät technische Daten zum Flug aufzeichnet, registriert das zweite Gespräche und andere Geräusche in der Pilotenkabine. "Das Einzige, was ich sagen kann, ist, dass dieser schnelle Höhenverlust des Flugzeugs für den Augenblick unerklärt bleibt", sagte der leitende Staatsanwalt, Brice Robin. Zu möglichen Ursachen des Absturzes wollte er sich nicht äußern. Am Morgen sollten zehn Gerichtsmediziner und drei Anthropologen zum Unfallort gebracht werden. Sie sollten dort DNA-Proben entnehmen, um bei der Identifizierung der Opfer zu helfen.

+++ 3:33 Bergungseinsatz beginnt nach Sonnenaufgang +++
An der Absturzstelle des Airbus A320 in Südfrankreich wollen die Einsatzkräfte schon am Mittwochmorgen ihre Arbeit wieder aufnehmen. Zwischen 5.30 und 6.00 Uhr sollten dreißig Mitglieder einer Gebirgsstaffel der Polizei mit dem Hubschrauber abgesetzt werden, berichtete die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf einen Vertreter der Gendarmerie.

"Sie werden den Bereich absichern, damit die Ermittler und Experten arbeiten können", erklärte Jean-Marc Ménichini. 65 Beamte seien seit dem Abend unterwegs, um einen Fußweg zu suchen. "Sie werden vor Ort ihr Lager aufschlagen", sagte er. Fünf Gendarme sichern das Gebiet über Nacht. Bis die gesamte ausgedehnte Absturzstelle durchkämmt sei, werde es "mindestens eine Woche" dauern.

+++ 3:21 Helfer erwartet schwieriges Gelände +++
Nach Angaben des Chef-Mediziners der Region Alpes-de-Haute-Provence, Frédéric Petitjean, hat das Absturzgebiet eine Größe von fast vier Hektar, mit Höhenunterschieden von 150 bis 200 Metern auf einer Länge von 500 bis 600 Metern. "Das ist ein besonders schwer zugängliches Gebiet, sehr uneben", sagte Petitjean. Es gebe ausgewaschene Sandböden und instabile Stellen sowie Steigungen von 60 bis 70 Prozent. "Das Personal ist dort ganz klar in Gefahr."

+++ 3:08 Frankreich nimmt Ermittlungen auf +++
Nach dem Absturz eines Airbus A320 der deutschen Fluggesellschaft Germanwings in den französischen Alpen haben die französischen Behörden Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung eingeleitet. Der zuständige Staatsanwalt von Marseille, Brice Robin, sagte dem Sender BFM TV, derzeit konzentrierten sich die Ermittlungen zunächst auf die Befragung von acht Zeugen. Genauere Angaben dazu machte er nicht.

 +++ 2:56 Germanwings nimmt Barcelona-Flüge wieder auf +++
Mit mehr als zweieinhalbstündiger Verspätung ist am frühen Mittwochmorgen der erste Germanwings-Flug von Barcelona nach Düsseldorf nach der Katastrophe in Südfrankreich in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt eingetroffen. Trotz des Nachtflugverbots landete Flug 4U 9529 gegen 0.25 Uhr auf dem Rollfeld in Düsseldorf. Der Unglücksflug trug die Flugnummer 4U9525. Unter dem Eindruck des Flugzeugabsturzes in den französischen Alpen musste Germanwings kurzfristig mehrere Verbindungen absagen. Mehrere Besatzungsmitglieder hätten sich krank gemeldet, hieß es. Berichten zufolge fallen etwa 30 Flüge aus.

+++ 2:22 Deutscher hörte den Absturz +++
Aus wenigen Kilometern Entfernung hat ein Allgäuer Bergführer in den französischen Alpen die letzten Sekunden des Germanwings-Passagierjets vom Typ Airbus A320 miterlebt. "Die Fluggeräusche waren komisch", beschrieb der Alpinist der "Augsburger Allgemeinen" seine Eindrücke. Der Lärm der Triebwerke sei ihm "lauter, sehr viel lauter" vorgekommen als in der Region üblich. "Ganz so, als ob ein Flugzeug noch einmal durchstartet", sagte er. Minutenlang sei das ungewöhnlich niedrig fliegende Flugzeug für ihn und seine Gruppe aus sechs Skitourengehern zu hören gewesen. "Wir schauen in den Himmel, einen Flieger aber sehen wir nicht." Schlagartig sei es dann ganz still gewesen. Eine Explosion war demnach vom Standort des Kemptener Bergführers aus nicht zu hören. Erst später bei der Ankunft in einer Berghütte habe er vom Absturz der Maschine erfahren.

+++ 1:49 Flug 4U9525 antwortete nicht +++
Kurz vor dem Absturz des Airbus A320 der Lufthansa-Tochter Germanwings in Frankreich konnte die Flugüberwachung offenbar keinen Funkkontakt mehr zur Unglücksmaschine mit der Flugnummer 4U9525 herstellen. Mitarbeiter hätten vergeblich versucht, die Besatzung zu kontaktieren, sagte der Staatsanwalt von Marseille, Brice Robin, im französischen Fernsehen.

+++ 1:25 Minister überfliegen den Unfallort +++
Am Tag des Flugzeugunglücks in den französischen Alpen haben sich insgesamt fünf Minister aus Deutschland, Frankreich und Spanien bei einem Überflug am Absturzort ein erstes Bild von der Lage gemacht. Neben Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier und Verkehrsminister Alexander Dobrindt eilten Regierungsvertreter aus Spanien und Frankreich an den Absturzort des Airbus A320 in Südfrankreich. Die spanische Verkehrsministerin Ana Pastor sprach von einem Schock, "weil der Ort des Dramas wirklich grauenvoll ist". Die Maschine war auf dem Weg von Barcelona nach Düsseldorf. Die ausländischen Gäste wurden vom französischen Innenminister Bernard Cazeneuve und der Umweltministerin Ségolène Royal begleitet, hieß es.

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+++ 1:18 Rettungskräfte unterbrechen Bergungsarbeiten +++
Nach dem Absturz der Germanwings-Maschine in den französischen Alpen sind die Rettungsarbeiten an der Unglücksstelle für die Nacht unterbrochen worden. Am frühen Mittwochmorgen würden rund 30 Gendarme der Hochgebirgseinheit zu dem schwer zugänglichen Ort aufbrechen, teilte die französischen Behörden vor Ort mit. Außerdem hätten sich noch am Abend insgesamt 65 Einsatzkräfte zu Fuß auf den Weg gemacht, um einen Zugang zu der schwer zugänglichen Absturzstelle auszukundschaften. Fünf Beamte bleiben demnach über Nacht in dem abgelegenen Gebirgstal, um den Unglücksort abzusichern.

+++ 00:44 Australier unter den Opfern +++
Unter den 150 Menschen an Bord des abgestürzten Germanwings-Flugzeugs waren wohl auch Opfer aus Großbritannien, Australien, Israel und Mexiko. Es sei "wahrscheinlich", dass einige Briten in dem Airbus A320 gewesen sind, sagte der britische Außenminister Philip Hammond. Darunter seien wohl auch eine Frau und ihr Baby aus Nordengland. Spekulationen über die Gesamtzahl britischer Opfer wolle er nicht machen. Nach Angaben der australischen Außenministerin Julie Bishop waren auch eine Frau und ihr erwachsener Sohn aus dem Bundesstaat Victoria in der Maschine.

Der mexikanische Außenminister José Antonio Meade sagte, es gebe Hinweise, dass es sich bei einem der Opfer um einen Mexikaner handele. Die Botschaft bemühe sich um Klärung. Nach israelischen Medienberichten war unter den Toten auch ein 39 Jahre alter israelischer Geschäftsmann, der in den vergangenen Jahren in Barcelona gelebt habe.

Laut Germanwings waren insgesamt 144 Passagiere und 6 Besatzungsmitglieder an Bord. Unter den Opfern waren ersten Angaben zufolge 67 Deutsche sowie zahlreiche Spanier. Hilfskräfte vor Ort rechnen nicht damit, noch Überlebende zu finden.

+++ 00:35 Piloten setzen Arbeitskampf aus +++
Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit zieht wegen des Absturz einer Germanwings-Maschine ihre Streikdrohungen im Tarifstreit mit der Deutschen Lufthansa vorerst zurück. "Der Arbeitskampf ist für uns aktuell kein Thema mehr", sagte Cockpit-Sprecher Jörg Handwerg dem "Tagesspiegel". Nach der Absturzkatastrophe "reden wir über ganz andere Themen".

Die Maschine der Fluggesellschaft Germanwings war am Dienstagvormittag auf dem Weg von Barcelona nach Düsseldorf abgestürzt. Nach Einschätzung der Rettungskräfte vor Ort gibt es keine Hoffnungen, in den Trümmern Überlebende zu finden. Demnach kamen wohl alle 150 Insassen ums Leben, darunter auch 67 Deutsche und viele Spanier. Unter den Passagieren waren auch zwei Kolumbianer und zwei Australier. Außerdem werden türkische und britische Todesopfer befürchtet.

Den Liveticker mit der Übersicht der Ereignisse vom Tag des Absturzes finden Sie hier

Quelle: n-tv.de

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