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Vier Tote, 17 Verletzte: 38-Jähriger läuft in Kansas Amok

Ein Mann schießt an mehreren Orten im amerikanischen Hesston um sich und dringt dann in eine Gartengeräte-Firma ein. Er tötet drei Menschen, bevor ihn ein Beamter stellt und erschießt. Nun gibt es erste Hinweise auf das Motiv des Amokläufers.

Im US-Bundesstaat Kansas hat ein 38-jähriger Mann wild um sich geschossen, unter anderem in der Firma, in der er angestellt war. Nach Angaben der Polizei tötete der Schütze drei Menschen und verletzte 17 weitere, bevor er von einem herbeigeeilten Polizisten erschossen wurde. Kurz zuvor war ihm gerichtlich untersagt worden, sich seiner Partnerin zu nähern.

Der Mitarbeiter eines Rasenmäher-Herstellers in der Ortschaft Hesston habe am Donnerstag von dem Kontaktverbot erfahren, sagte Sheriff T. Walton bei einer Pressekonferenz am Freitag. Etwa 90 Minuten später sei der Mann dann Amok gelaufen. Zunächst habe er von seinem Auto aus das Feuer auf einen Vater eröffnet, der in einem vorbeifahrenden Wagen mit seinen beiden Kindern unterwegs gewesen sei. Er habe diesen an der Schulter verletzt.

"Er hat wahllos auf Leute geschossen", sagte Walton. Der mit einem Sturmgewehr und einer Pistole bewaffnete Mann nahm demnach ein zweites Fahrzeug ins Visier, die Kugel durchschlug die Windschutzscheibe und verpasste die Fahrerin nur knapp. Anschließend habe er ein entgegenkommendes Fahrzeug von der Straße abgedrängt, den Fahrer angeschossen und sei mit dessen Wagen zu seiner Firma gerast.

Streit mit der Partnerin

Dort feuerte der Schütze auf dem Parkplatz und in dem Firmengebäude um sich und tötete drei Menschen, ehe ein Polizist ihn stellte und erschoss. Von den insgesamt 17 Verletzten würden 14 Menschen noch im Krankenhaus behandelt, sagte Walton am Freitag. Einige seien äußerst schwer verwundet worden. Der Geschäftsführer von Fords Firma Excel Industries, Paul Mullet, äußerte sich schockiert über die Tat. Er sagte allen Opfern und deren Familien Unterstützung zu.

Der Schütze, den die Polizei als Cedric Larry Keith Ford identifizierte, hatte den Angaben zufolge eine kriminelle Vergangenheit. Das Kontaktverbot sei wegen eines "gewalttätigen Vorfalls" erlassen worden. Medienberichten zufolge war Ford, der in dem Familienbetrieb in Hesston als Lackierer arbeitete, erst kürzlich aus Miami im Bundesstaat Florida in die Region gezogen.

In den USA kommt es aufgrund der laxen Waffengesetze immer wieder zu Schießereien. Pro Jahr werden rund 30.000 Menschen mit Schusswaffen getötet. Versuche von Präsident Barack Obama, die Waffengesetze zu verschärfen, scheiterten stets am Widerstand der mächtigen Waffenlobby und des Kongresses.

Quelle: n-tv.de

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