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Donnerstag, 29. Juli 2010

Keinen Hamburger gegessen: 95.000 Euro für Hungerstreiker

Parameswaran Subramanyam am 23. Tag seines Hungerstreiks (29. April 2009).

Parameswaran Subramanyam am 23. Tag seines Hungerstreiks (29. April 2009).
(Foto: ASSOCIATED PRESS)

Zwei britische Zeitungen müssen einem Mann aus Sri Lanka umgerechnet 95.000 Euro Schmerzensgeld zahlen, weil sie behauptet hatten, er habe während eines öffentlichkeitswirksamen Hungerstreiks heimlich Hamburger gegessen.

Ein Richter des Obersten Gerichts in London stellte klar, dass der Tamile Parameswaran Subramanyam während seiner 23 Tage langen Aktion vor dem britischen Parlament keine Nahrung zu sich genommen habe. Die "Daily Mail" und die "Sun" hätten mit ihren Falschmeldungen sein Persönlichkeitsrecht verletzt.

Der Mann wollte mit dem Hungerstreik auf die Lage der tamilischen Minderheit in Sri Lanka aufmerksam machen. Wegen der Falschberichte wurde er von der tamilischen Gemeinschaft in London allerdings als Verräter ausgeschlossen und erhielt nach eigenen Angaben sogar Morddrohungen.

AFP

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