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Archivbild(Foto: REUTERS)

Sechs Kugeln für Gaetano Marino: Abtrünniger Camorra-Boss tot

Kaltblütige Abrechnung unterMafiosi: Mit mindestens sechs oder sieben Schüssen haben zwei Killer der Camorraam Strand von Terracina einen abtrünnigen Mafia-Boss erschossen. Die flüchtigenSchützen lauerten dem 48-jährigen Gaetano Marino auf einem Strandweg mitten unterHunderten von Touristen in dem süditalienischen Ort auf, berichteten Zeitungen.Es sei eine "Hinrichtung" im klassischen Mafia-Stil gewesen, teilte diePolizei mit.

Mit einer halbautomatischenPistole sei dem Opfer, das nur Badezeug trug, vor den Augen seiner Familie ins Gesichtgeschossen worden. Die beiden Täter hätten Marino vor ihrem Anschlag am Donnerstagmit einem Anruf zu sich gelockt. Sie flohen in einem Kleinwagen. Am Strand brachnach dem Mord Panik aus.

Marino wurde "Moncherino"(Armstumpf) genannt, weil er bei einer Sprengstoffexplosion beide Hände verlorenhatte. Er führte als Bandenboss vor seinem Tod Mafiosi an, die sich schon vor Jahrenvon dem mächtigen Di-Lauro-Clan losgesagt hatten und deshalb "Spalter"genannt wurden. Daraufhin gab es im Zuge eines Machtkampfs unter den Rivalen schonDutzende von Morden in mehreren Stadtvierteln Neapels.

Der Ermordete hatte früher auch für Schlagzeilengesorgt, weil er bei einem Gesangsauftritt seiner zwölfjährigen Tochter in einerNeujahrssendung des staatlichen Rai-Fernsehens im Publikum zu sehen gewesen war.Tochter Mary widmete ihr Lied dem Vater. Der bekannte Anti-Mafia-Autor Roberto Savianohatte diesen Auftritt scharf kritisiert.

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Quelle: n-tv.de